Seit über zehn Jahren treffen sich die deutschsprachigen Hotellerie und Gastronomieverbände einmal pro Jahr, um aktuelle branchenrelevante Fragestellungen und Strategien zu diskutieren. Der Hoteliers und Gastwirteverband HGV lud die Verbandsvertreter zum diesjährigen zweitägigen Treffen ins Passeiertal im Südtirol. Im Zentrum des Austauschs standen neben der Präsentation der wirtschaftlichen Lage im Gastgewerbe in den jeweiligen Ländern auch Themen wie Online Marketing, Urheberrecht, Verbraucherschutz, Reiseplattformen oder das Branchenimage.
Fokus auf Wertschöpfung statt Logiernächten
Herbert Dorfmann, EU Abgeordneter des Südtirols, skizzierte in einem Inputreferat die möglichen Auswirkungen der EU Kompetenz im Bereich Tourismus. Dabei wurde der Frage nachgegangen, welche Aufgaben die EU in der Tourismuspolitik wahrnehmen soll und welche nicht. Wie die Branche ihre Anliegen gegenüber der Politik am wirksamsten vertreten und kommunizieren soll, stand ebenfalls zur Diskussion. Die Delegationen waren einhellig der Meinung, dass die Logiernächteentwicklung zu wenig aussagt über die wirtschaftliche Lage der Branche, und der Fokus in der Kommunikation vielmehr auf der Wertschöpfung liegen sollte.
Image der Branche verbessern
Die Verbände anerkennen die Wichtig und Notwendigkeit, am Image des Gastgewerbes zu arbeiten. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Wahrnehmung der Branche in der Politik und bei den Gästen zu stärken und die Attraktivität der gastgewerblichen Berufe zu erhöhen. hotelleriesuisse hat sich bereit erklärt, im Hinblick auf das nächstjährige Treffen, das in Luxemburg stattfinden wird, ein entsprechendes Thesenpapier zu erarbeiten.
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