Umfrage belegt: Bevölkerung will keinen Autobahn-Ausbau durch die Hintertür

14.01.2026 | 09:22 Uhr | VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


VCS Verkehrs-Club der Schweiz
Bildquelle: VCS Verkehrs-Club der Schweiz, übermittelt via Presseportal.ch

14.01.2026, Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des VCS Verkehrs-Club der Schweiz zeigt: Die Schweizer Bevölkerung steht klar zum demokratischen Entscheid gegen den Autobahn-Ausbau vom 24. November 2024. Dass der Bundesrat einige der abgelehnten Projekte dennoch im Bericht «Verkehr ‘45» erwägt, empfindet eine deutliche Mehrheit (58 %) als undemokratisch. Der VCS wird sich weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Volksentscheid respektiert wird.

Der VCS hat bei Demoscope ein Jahr nach der Abstimmung über den Autobahn-Ausbau eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis ist eindeutig: Dass der Bundesrat die abgelehnten Projekte wieder zur Diskussion stellt, bezeichnen 58 Prozent der Befragten als undemokratisch. Weder zwischen der Deutschschweiz und der Romandie noch zwischen Land und Stadt gibt es signifikante Abweichungen.

«Das deutliche Nein der Bevölkerung zum Autobahn-Ausbau wird mit dem klaren Umfrageergebnis erneut bekräftigt», sagt VCS- Geschäftsführerin Stéphanie Penher. «Die Menschen wollen die Verkehrswende und sie bekennen sich zu einer Verkehrspolitik, die auf den öffentlichen Verkehr, auf gute Velo- und Fusswege statt auf Autobahnen setzt.»

Das bestätigen auch die Umfrageergebnisse. Rund 60 Prozent der Bevölkerung will das Verkehrswachstum nicht über den Ausbau von Autobahnen, sondern über den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie der Velo- und Fussverkehrsinfrastruktur auffangen. Das bekräftigt die VCS-Forderung nach einer zukunftsfähigen Mobilitätspolitik, die Klima, Umwelt und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt.

ÖV hat Priorität – Autobahnen abgeschlagen

Auch bei den Investitionen setzten die Befragten klare Prioritäten: 60 Prozent wünschen sich mehr Mittel für den öffentlichen Verkehr, lediglich 24 Prozent für Autobahnen. Damit ist klar: Ein grösserer Anteil der Mittel aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) muss in die nachhaltigen Lösungen der Agglomerationsprogramme fliessen, statt in Autobahnprojekte die keine Mehrheit haben.

Für den VCS steht fest: Der Bundesrat muss im Bericht «Verkehr ’45» das Nein zum Autobahn-Ausbau respektieren. In jeglicher Planung muss das klare Verdikt für die Verkehrswende und gegen einen Kapazitätsausbau berücksichtigt werden.

Die repräsentative Umfrage wurde im November 2025 (ein Jahr nach der Volksabstimmung zum Autobahn-Ausbau) durch das Meinungsforschungsinstitut Demoscope bei 1007 Personen in der Deutschschweiz und der Romandie durchgeführt.

Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:

  • Stéphanie Penher, VCS-Geschäftsführerin, 079 711 19 15
  • Medienstelle VCS, 079 708 05 36, medien@verkehrsclub.ch


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