Treibstoffpreise: Mehr als 400 Franken an der Zapfsäule sparen ist möglich

19.05.2026 | von Touring Club Suisse (TCS)

Uhr Lesedauer: 4 Minuten


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19.05.2026, Vernier/Ostermundigen, 30. April 2026 (ots) Seit Beginn des Kriegs im Nahen Osten sind die Treibstoffpreise in der Schweiz stark gestiegen, mit einem durchschnittlichen Anstieg von über 20 Rappen für Benzin und über 40 Rappen für Diesel. In diesem Zusammenhang versuchen viele Autofahrerinnen und Autofahrer, ihre Ausgaben zu senken. Mit einigen einfachen Massnahmen lässt sich der Verbrauch um bis zu 20 Prozent reduzieren - und damit einiges einzusparen.


In der Schweiz legt eine Autofahrerin oder ein Autofahrer im Durchschnitt 15'000 Kilometer pro Jahr zurück. Bei einem Verbrauch von rund 7.5 Litern pro 100 Kilometer entspricht dies etwa 1120 Litern pro Jahr. Durch die Anpassung bestimmter Gewohnheiten kann dieser Verbrauch jedoch deutlich gesenkt und somit auch die Kosten reduziert werden.

Über 400 Franken Einsparung dank EcoDrive

Der Treibstoffverbrauch hängt nicht nur vom Fahrzeug ab, sondern auch - und vor allem - vom Fahrstil. Durch die Anwendung der Prinzipien von EcoDrive lassen sich bis zu 20 Prozent Treibstoff einsparen. Bei einem Jahresverbrauch von 1120 Litern entspricht dies einer potenziellen Ersparnis von rund 420 Franken pro Jahr*.

Zu den empfohlenen Verhaltensweisen gehören: den Verkehr vorausschauend beobachten, abruptes Beschleunigen und Bremsen vermeiden, ausreichend Abstand halten, um gleichmässig zu fahren, sowie den Tempomat nutzen, wenn es die Bedingungen erlauben. Ausserdem wird empfohlen, den Schwung des Fahrzeugs zu nutzen, insbesondere beim Annähern an Kreuzungen oder Ampeln. Diese Techniken können unter anderem in EcoDrive-Kursen vertieft werden, die in der ganzen Schweiz vom TCS oder auf ecodrive.ch angeboten werden.

Für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wird zudem empfohlen, das Start-Stopp-System zu nutzen oder den Motor bei Stopps von mehr als fünf Sekunden auszuschalten. Eine gleichmässige Fahrweise mit moderaten Beschleunigungen und frühem Hochschalten (ca. 2000 U/min bei Benzin, 1500 bei Diesel) trägt ebenfalls zur Senkung des Verbrauchs bei. Es wird empfohlen, möglichst im höchsten Gang sowie im "Eco"-statt im "Sport"-Modus zu fahren.

Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen sind die Optimierung der Energierückgewinnung und die gezielte Nutzung des Freilaufmodus entscheidend. Auf kurzen Strecken sollte vorzugsweise die Sitz- und Lenkradheizung genutzt werden. Hybridfahrzeuge sollten, wenn möglich, im Elektromodus betrieben werden.

Den günstigsten Treibstoff finden

Neben dem Fahrstil kann auch die Wahl der Tankstelle einen Unterschied machen. Es ist jedoch nicht immer einfach, die günstigsten Preise zu identifizieren. Der TCS-Treibstoffpreisradar, der kostenlos online und über die mobile TCS-App zugänglich ist, ermöglicht es, mit wenigen Klicks die Preise von rund 4000 Tankstellen in der Schweiz zu vergleichen. Dank einer regelmässig aktualisierten interaktiven Karte lassen sich die günstigsten Tankstellen in der Nähe schnell finden.

Einen Umweg machen: Wann lohnt es sich wirklich?

Doch wie lässt sich feststellen, ob sich ein Umweg zu einer günstigeren Tankstelle tatsächlich lohnt? Eine einfache Regel hilft bei der Entscheidung: "die drei 5". Ein Umweg kann sich lohnen, wenn er nicht mehr als 5 Kilometer (also 10 Kilometer hin und zurück) beträgt, der Preisunterschied mindestens 5 Rappen pro Liter beträgt und die getankte Menge mindestens 50 Liter umfasst. Sind diese Bedingungen erfüllt, ist der Umweg vorteilhaft.

Im Allgemeinen empfiehlt der TCS jedoch, das Tanken in bereits geplante Fahrten zu integrieren. Wenn sich der Tank in einer Region mit hohen Preisen langsam leert, kann es sinnvoll sein, regelmässig kleinere Mengen zu tanken und eine vollständige Tankfüllung einzuplanen, wenn man an einer günstigeren Tankstelle vorbeikommt.

Die Rolle des Fahrzeugs beim Verbrauch

Der Verbrauch hängt auch von mehreren fahrzeugbezogenen Faktoren ab. Es wird empfohlen, den Reifendruck regelmässig zu überprüfen. Auch die Reduzierung des Fahrzeuggewichts trägt zur Senkung des Verbrauchs bei: Unbenutzte Dachträger und Zubehör sollten entfernt werden. Ausserdem sollte die Klimaanlage nur bei Bedarf genutzt werden, insbesondere ab einer Aussentemperatur von etwa 18 °C. Schliesslich verbrauchen auch beheizbare Ausstattungen wie Sitze und Lenkrad Energie und sollten massvoll eingesetzt werden.

Zusätzliche Einsparungen

TCS- Mitglieder können direkt beim Tanken von Vorteilen profitieren. Mit der TCS Member Mastercard, die sowohl als Mitgliedskarte als auch als Zahlungsmittel dient, erhalten sie 3 % Rabatt auf Treibstoff, insbesondere an BP- und Tamoil-Tankstellen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Diese kostenlose Karte ermöglicht zusätzliche Einsparungen bei jedem Tankvorgang und bietet gleichzeitig eine einfache und sichere Zahlungsmöglichkeit.

* Berechnung basiert auf dem aktuellen durchschnittlichen Zapfsäulenpreis für SP95 in der Schweiz (1,90.-/Liter)*

Pressekontakt:

Vanessa Flack, Mediensprecherin TCS

Tel. 058 827 34 41 | vanessa.flack@tcs.ch



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Über Touring Club Suisse (TCS):

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Seit 1908 setzt sich der TCS ein für mehr Sicherheit in der Mobilität – möglich dank der Mitgliedschaft. Er entwickelt Lehrmittel, Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen, testet Mobilitätsinfrastrukturen und berät Behörden. Der TCS verteilt jedes Jahr rund 115'000 Leuchtgürtel und 90'000 Leuchtwesten an Kinder, damit auch ihre Mobilität sicher ist. 42’000 Teilnehmende zur Aus- und Weiterbildung zählen die Fahrzentren in allen Kategorien von Fahrzeugen jährlich.

Mit 32 Plätzen und rund 900'000 Logiernächten ist der TCS auch der grösste Campinganbieter der Schweiz. Die Mobilitätsakademie des TCS beforscht und gestaltet die Transformationen im Verkehr, wie die vertikale Mobilität der Drohnen oder die geteilte Mobilität, etwa mit den 400 elektrischen Lastenvelos «carvelo» und 43’000 Nutzenden. Der TCS ist Mitunterzeichner der Roadmap Elektromobilität 2025.


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