Im Monat Januar gingen bei der Tornos-Gruppe sozusagen keine Neuaufträge ein. Die Kunden zeigten sich erst im Februar wieder aktiver. Vorläufig liegen ihre Aufträge im Rahmen von 10 Mio. CHF pro Monat. Dieser neue Eckwert ist allerdings eine Arbeitshypothese, da sich die Märkte derzeit kaum prognostizieren lassen. Die Anzahl der laufenden Projekte und Angebote ist in den letzten Wochen zwar gestiegen, die meisten Kunden warten jedoch mit der Bestellung und stellen ihre Investitionsentscheide wegen der instabilen Wirtschaftslage zurück.
Umsatzrückgang, negative Ergebnisse, solide Eigenmittel Der Bruttoumsatz beläuft sich auf 31,8 Mio. CHF. Dies entspricht einem Rückgang um 57,4 % im Vergleich zu 2008. Somit schliesst das Quartal mit einem Verlust von 6,1 Mio. CHF. Per 31. März 2009 beträgt die Nettoverschuldung 3,5 Mio. CHF, zum Ende des Geschäftsjahres 2008 wies die Gruppe dagegen noch einen Nettobestand an flüssigen Mitteln in Höhe von 5,3 Mio. CHF aus. Die Eigenmittel von 148,0 Mio. CHF decken 73,8 % der Bilanzsumme von 200,7 Mio. CHF - ein Beleg für die ausgesprochen gesunde Finanzlage der Gruppe.
Ausblick In der heutigen Wirtschaftslage verzichtet die Gruppe auf die Veröffentlichung von zahlenmässigen Prognosen. Die Tornos-Gruppe setzt nicht auf eine kurzfristige Konjunkturerholung, arbeitet aber nach wie vor an der Entwicklung ihrer Produkte, der starken Marktpräsenz und der Beibehaltung ihrer bestehenden Produktionskapazität, da sie davon ausgeht, dass eine Erholung ebenso plötzlich und heftig ausfällt wie der brutale Einbruch. Gleichzeitig werden die Betriebskostenkontrolle und die massive Kurzarbeit in der Schweiz und im Ausland verstärkt. Mit dieser Politik verfolgt die Gruppe einerseits das Ziel, ihre Finanzlage vor den Folgen der aktuellen Krise zu schützen, andererseits will sie sich ihr industrielles und kommerzielles Potenzial langfristig bewahren, um angemessen reagieren zu können, sobald sich die Erholung der Weltwirtschaft abzeichnet.



