Verschiedene Telekomanbieter bauen ihre Glasfasernetze in der Schweiz aus. Swisscom wendet dabei in Gebieten, welche sie alleine ausbaut, eine Technologie an, die einigen Mitbewerbern keinen direkten (passiven) Zugang zu ihrer Netzwerkinfrastruktur erlaubt. Dies hindert diese Telekom- Mitbewerber in der Weiterentwicklung eines offenen Glasfasernetzes - namentlich in Gemeinden und Regionen, die heute in Bezug auf die Breitbandanschlüsse unterversorgt sind.
Richtigerweise erachtet die WEKO deshalb die Vorgehensweise der Swisscom als markt- und innovationseinschränkend für weitere Telekomanbieter. Denn nicht nur Telekom-Mitbewerber, sondern insbesondere deren Kundinnen und Kunden werden durch das Vorgehen der Swisscom benachteiligt: Sie werden damit teilweise in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt.
Andreas Waber, CEO der Swiss Fibre Net AG, sagt: "Es ist ein guter Tag für den offenen Wettbewerb im Infrastrukturbereich in der Schweiz; der Entscheid freut uns". Die WEKO habe mit ihrem Entscheid vom Dezember 2020 deutlich gemacht, dass Swisscom ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht. Glücklicherweise sei auch das Bundesverwaltungsgericht dieser Argumentation gefolgt. Es lehne eine entsprechende Beschwerde der Swisscom ab. "Nun ist die Swisscom gefordert, mit möglichen Drittinvestoren tragfähige Lösungen für einen diskriminierungsfreien Zugang der neu zu erstellenden Glasfasernetze zu verhandeln und abzuschliessen. Dies fördert zusätzlich den Infrastrukturwettbewerb in der Schweiz und führt zu mehr Innovation und Wettbewerb".
Offene Netze fördern Wettbewerb
Das konsequente Vorgehen der WEKO und des Bundesverwaltungsgerichts ist wichtig: Gerade im Telekommarkt ist ein gut funktionierender Wettbewerb zentral. Swisscom darf ihre marktbeherrschende Stellung nicht missbrauchen. Swiss Fibre Net setzt sich für einen offenen Netzzugang von Glasfaser für alle Mitbewerber ein.
Pressekontakt: Andreas Waber CEO Swiss Fibre Net AG +41 79 668 90 78





