Der anhaltende Höhenflug des Schweizer Frankens, insbesondere gegenüber dem USD und dem EUR, beeinträchtigt den Bruttoumsatz des Konzerns, umgerechnet zu Wechselkursen 2010, um CHF 387 Mio oder um –12.8%. Der stark überbewertete Schweizer Franken führt zudem zu tieferen Margen bei den ausländischen Vertriebsgesellschaften und die hohe Volatilität der Währungen erschwert wechselkursbedingte Preisanpassungen. Die Stärke und Volatilität des Schweizer Frankens sind für den gesamten Wirtschaftsstandort Schweiz als sehr problematisch einzustufen.
Trotz dieser negativen Währungseffekte sowie der allgemeinen Verteuerung der Rohstoffe konnte, dank der motivierten und kostenbewussten Belegschaft, die Rentabilität des Konzerns im ersten Halbjahr 2011 gesteigert werden. Der Betriebsgewinn betrug CHF 756 Mio, was einem Wachstum von +20.8% entspricht. Auf Ebene des Konzerngewinns konnte sogar eine Steigerung von +24.5% auf CHF 579 Mio erreicht werden. Der Konzern erwirtschaftete in der genannten Periode einen operativen Cashflow von insgesamt CHF 362 Mio.
Ausblick
Die Aussichten des Konzerns in der zweiten Jahreshälfte sind weiterhin vielversprechend, um so mehr der Monat Juli den bisherigen Trend der Umsätze und Ergebnisse des ersten Halbjahres bestätigt. Der Konzern wird im zweiten Halbjahr seine weltweite Marktpräsenz fortlaufend verstärken und weiterhin in Produktionskapazitäten und die Ausbildung von Mitarbeitern investieren, um so die Strategie eines gesunden und nachhaltigen Wachstums fortzusetzen. Das anhaltend starke Wachstum und die positiven Aussichten in Lokalwährungen werden aber durch die ungehemmte Spekulation auf den Schweizer Franken gebremst. Dadurch werden die Umsatzentwicklung sowie der Betriebs- und Konzerngewinn weiterhin negativ beeinflusst.
Die langfristige Politik der Swatch Group ist und bleibt es, Marktanteile zu gewinnen. Auch in der jetzigen schwierigen Wechselkurssituation mit dem stark überbewerteten Schweizer Franken wird diese erfolgreiche Strategie beibehalten.
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