Metall wird teurer. Seit mehreren Jahren schiebt die weltweit steigende Nachfrage die Preise an. Dieser Trend aus den vergangenen fünf Jahren gilt jedoch nicht mehr uneingeschränkt. Weltweit rechnen Experten mit überdurchschnittlich stark schwankenden Kursen auf insgesamt hohem Preisniveau. Ein Grund ist, dass an den Rohstoffbörsen zunehmend mit Metall spekuliert wird. Preisschwankungen sind vorprogrammiert.
Hinzu kommen stetig wachsende Energiekosten. Der Preis von Heizöl ist seit März 2007 um fast 50% gestiegen. Profil- und Stabstahl sind bis März 2008 innerhalb eines Jahres um etwa 9% teurer geworden. Hier setzt sich die Preisentwicklung fort. Umgekehrt hat sich im vergangenen Jahr der Trend bei Chromnickel- und Zinkblechen. Die Kosten sind um etwa 28% bzw. bei Zinkblechen 35% gesunken. Aufgrund der hohen Energiekosten ist jedoch bei den Endprodukten keine effektive Preisreduktion spürbar.
Schweizerische Metall-Union empfiehlt Absicherung: Die wechselnden Notierungen an den Rohstoffbörsen und die steigenden Energiekosten schlagen sich auch auf den Preis für Endverbraucher nieder. Vorübergehende Preissenkungen sollten nicht über den allgemeinen Trend hinwegtäuschen: Der Bedarf an Metall ist immens und wächst weiter – Materialpreise sind alles andere als fix. Aus diesem Grund regt die Schweizerische Metall-Union an, nur Offerten mit einer Preisgleitklausel auszugeben. Die Offerte ist damit nicht fest bis Bauvollendung und wird mit den aktuell gültigen Preisen kalkuliert. Effektive Materialpreise werden erst bei der Schlussabrechnung eingesetzt. Vor weiteren Preissteigerungen warnt auch der Schweizerische Stahl- und Haustechnikhandelsverband SSHV. Der Schrottpreis habe im letzten Monat bereits die Marke von CHF 600 pro Tonne überschritten. In einer aktuellen Mitteilung an die Mitglieder geht man davon aus, dass sich die Situation auf dem Beschaffungsmarkt weiter verschärfen wird.
Bauboom trotz Platzmangel: Gerade im asiatischen Raum wird gebaut, was das Zeug hält. Platzmangel ist ein grosses Problem, denn langsam wird es eng. Man baut immer höher. Und so wächst neben den Gebäuden in Asien der Preis für metallische Baustoffe –auch in der Schweiz. Dazu gehören beispielsweise Stab- und Profilstahl. Beide Produkte werden für Pfosten und Träger benötigt und sind eine entscheidende Basis für Gebäudekonstruktionen jeder Art. Chromnickelstahl und vor allem Zinkbleche werden für Dachbedeckungen, Fassaden oder Regenrinnen genutzt. Sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Haltbarkeit aus.



