Während sich viele Menschen auf farbenprächtige Feuerwerke freuen, werden die Folgen für Tiere oft unterschätzt. Das Gehör von Hunden und Katzen etwa ist bis zu viermal empfindlicher als das des Menschen. Die lauten Knallgeräusche werden von ihnen häufig als unmittelbare Gefahr wahrgenommen und können starke Angstreaktionen auslösen.
In Panik versuchen viele Tiere zu fliehen – mit teils dramatischen Folgen: gefährliche Situationen im Strassenverkehr, Unfälle mit Verletzungen sowie anhaltende Verhaltensstörungen beim Tier. Der Stress rund um den Jahreswechsel kann die Gesundheit der Tiere nachhaltig beeinträchtigen.
Tipps zum Schutz von Haustieren
- Spaziergänge zu ruhigeren Tageszeiten durchführen
- Sichere Rückzugsorte in der Wohnung schaffen
- Tiere nicht allein lassen
- Katzenklappen schliessen (sobald die Katze sich im Haus befindet)
- Bei stark geräuschempfindlichen Tieren nur nach Absprache mit dem Tierarzt Beruhigungsmittel verabreichen
- Auf feuerwerksfreie Orte wie zum Beispiel Arosa ausweichen
Auch Wild- und sogenannte Nutztiere leiden unter Feuerwerk
Weniger sichtbar, aber ebenso gravierend sind die Auswirkungen auf Wild- und sogenannte Nutztiere. Sie sind dem Lärm schutzlos ausgeliefert und können nicht fliehen. Die plötzlichen Knalle und Lichtblitze versetzen sie in Panik.
Besonders betroffen sind Fluchttiere wie Rehe. «Sie versuchen zu fliehen und verbrauchen dabei wichtige Energiereserven. Manche Vögel steigen aus Angst mehrere hundert Meter in die Höhe. In Einzelfällen kann der durch Feuerwerk ausgelöste Stress sogar tödlich enden», erklärt Sarah Bartels, Campaignerin Wildtiere bei VIER PFOTEN Schweiz.
Initiative bietet eine Lösung
Die Initiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» könnte eine erhebliche Entlastung für Tiere bringen. Sie fordert, dass laute Feuerwerkskörper grossen, öffentlichen Feuerwerken vorbehalten bleiben und Private sich auf Vulkane, Bengalzündhölzer und leise Alternativen beschränken. Dadurch würde sich das Knallen auf bestimmte Orte und Zeitfenster begrenzen und nicht über Tage und Nächte hinweg verteilt Tiere aufschrecken lassen.
VIER PFOTEN unterstützt die Initiative und sieht darin einen guten Kompromiss, grosse schöne Feuerwerke weiter zuzulassen, aber das private Knallen aus Rücksicht auf Tiere, Menschen und die Umwelt einzuschränken.
Medienkontakt:
Oliver Loga
Press Manager
Schweiz
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
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