30.06.2009, Die Staatsanwaltschaft der Region Pattaya hat das Verfahren gegen Christoph Müller, Chefreporter und Redaktionsleiter Dokumentarfilm des Schweizer Fernsehens, definitiv und rechtsgültig eingestellt. Am 27. Februar 2009 war Müller bei seiner Einreise in Thailand verhaftet worden.
Christoph Müller hatte im Jahre 2002 unter dem Titel «Der sehr begabte Dr. Roland» einen Beitrag für die Sendung «Reporter» gedreht, der sich kritisch mit den Aktivitäten des Hilfswerks «C Care Asia» auseinandersetzte. Das Hilfswerk wird von einem gelernten Bierbrauer aus der Schweiz betrieben, der sich in Thailand gern als Arzt ausgibt.
Aufgrund einer Strafanzeige aus dem Kreis von «C Care Asia», von der Müller keine Kenntnis hatte, wurde er am 27. Februar 2009 bei der Einreise am Flughafen von Bangkok verhaftet. Der Redaktionsleiter der Sendungen «DOK» und «Reporter» wurde teilweise in Handschellen nach Pattaya überführt und verbrachte rund 24 Stunden hinter Gittern. Nachdem er gegen Kaution freigekommen war, wurde ihm der Pass entzogen und die Ausreise aus Thailand verboten. Müller drohten zwei Jahre Gefängnis. Im April wurde das Ausreiseverbot aufgehoben. Mit der definitiven Einstellung des Verfahrens hat die Staatsanwaltschaft der Region Pattaya nun bestätigt, dass die Vorwürfe haltlos waren.
Christoph Müller: «Ich habe die Klage immer für gegenstandslos gehalten. Ich finde es bedenklich, dass es offenbar sehr einfach ist, mit leichtfertigen Ehrverletzungsklagen kritische Journalisten einzuschüchtern.»



