Die wirtschaftliche Lage für viele Sexarbeitende bleibt angespannt. Stammkunden bleiben aus, die Konkurrenz steigt, und der Druck, finanziell zu überleben, ist hoch. Vermehrt lässt sich beobachten, dass Sexarbeitende aufgrund finanzieller Not ungeschützten Verkehr anbieten oder ihre Preise drastisch senken müssen. Dies führt zu einem höheren Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten, unerwünschte Schwangerschaften und erhöhte Gewaltgefährdung. Zudem begegnet das Zürcher RAHAB-Team immer häufiger Frauen, die erst kürzlich in die Schweiz gekommen sind und sich ohne Sprachkenntnisse und soziales Netz in prekären Situationen wiederfinden.
Dringendste Bedürfnisse und grösste Not
Neben der steigenden Nachfrage nach Beratungsgesprächen zeigt sich, dass Wohnungslosigkeit und Existenzsicherung die grössten Herausforderungen sind. Viele Klientinnen verlieren ihre Unterkunft, können sich keine Wohnung leisten oder suchen eine Perspektive ausserhalb des Rotlichtmilieus. Die berufliche Neuorientierung bleibt ein zentrales Thema - 2024 führte RAHAB Zürich rund 150 Gespräche zu Jobmöglichkeiten durch und begleitete 20 Klientinnen intensiv auf dem Weg aus der Prostitution. Dabei fehle es an bezahlbarem Wohnraum ausserhalb des Rotlichtmilieus und an Ressourcen für professionelle, auf die Bedürfnisse der Sexarbeiterinnen ausgerichtete Angebote, die den Ausstieg erleichterten, so Cornelia Zürrer Ritter, Leiterin von RAHAB Zürich.
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Cornelia Zürrer Ritter
Leiterin RAHAB Zürich
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490 29 90
Simon Bucher
Mediensprecher Heilsarmee
Schweiz
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