Die Schweizer Tourismuswirtschaft blickt auf eine ausgesprochen erfolgreiche Wintersaison zurück. Die neueste Schätzung für die vergangene Wintersaison (Nov. 2007 bis April 2008) geht von einem Anstieg der Hotelübernachtungen um 6.8 Prozent aus. Nachdem die Anstiege in den vorangegangen Wintersaisons vor allem auf deutliche Nachfragesteigerungen aus dem Ausland zurückzuführen waren, zeigte sich im vergangenen Winter auch die Binnennachfrage sehr dynamisch.
Für den Sommer 2008 erwartet BAK Basel Economics eine ausgezeichnete Saison. Die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte gegenüber der Vorjahresperiode um 3.5 Prozent ansteigen und erstmals seit mehr als 15 Jahren die 20 Millionen-Marke übertreffen. Die UEFA EURO 08 dürfte im Sommer zu einem zusätzlichen Nachfragevolumen von rund einer halben Million Hotelübernachtungen führen und damit die ausländische Nachfrage beflügeln (+4.9%). Aber auch die Binnennachfrage wird - gestützt durch die günstige Konsumentenstimmung als Folge der guten Arbeitsmarktlage - weiter zulegen (+1.7%).
Rekordjahr 2008 Im laufenden Tourismusjahr dürfte die Zahl der Hotelübernachtungen um 5.0 Prozent ansteigen und damit ein historisches Allzeithoch erreichen. Zu diesem Ergebnis tragen unter anderem die ausgezeichneten Schneeverhältnisse, die günstigen Wechselkurse zum Jahresende 2007, das erfreuliche konjunkturelle Umfeld, die hohe touristische Attraktivität der Schweizer Destinationen sowie die Einmaleffekte der EURO 08 bei. Das Wegfallen der Sondereffekte der EURO 08 sowie die zu erwartenden Gegeneffekte zur ausgezeichneten Wintersaison 2007/2008 dürften 2009 zu einem leichten Rückgang der Tourismusnachfrage führen (-1.1%). Schon für 2010 ist aber davon auszugehen, dass die Entwicklung der Zahl der Hotelübernachtungen wieder auf ihren mittelfristig zu erwartenden Wachstumstrend von rund 1.7 Prozent pro Jahr zurückkehren wird.
2008 auch für die Schweizer Bergbahnen ausgezeichnet Im laufenden Tourismusjahr 2008 dürften die Schweizer Bergbahnen ihre Verkehrserträge um mehr als 10 Prozent steigern können (+13.7%). Für das kommende Tourismusjahr 2009 wird ein Rückgang der realen Verkehrserträge um 4.4 Prozent erwartet. Hauptverantwortlich für den Rückgang ist der Gegeneffekt zur schnee- und witterungsbedingt überdurchschnittlichen Entwicklung in der Vorjahresperiode (Basiseffekt).



