Die Schweiz und Russland pflegen generell gute Beziehungen, was sich an der Intensivierung der Kontakte auf offizieller Ebene zeigt. In seiner Aussenwirtschaftsstrategie hat der Bundesrat beschlossen, die Beziehungen mit den sogenannten BRIC-Staaten, darunter Russland, besonders zu intensivieren.
In Moskau, der ersten Reiseetappe, wird Bundesrätin Leuthard mit Elvira Nabiullina, Ministerin für Wirtschaftsentwicklung, zusammentreffen. Im Zentrum des Gesprächs werden der bilaterale Handel und die Investitionen, ferner die Beziehungen im Rahmen der WTO und der EFTA stehen. Schliesslich werden die beiden Ministerinnen einen gemeinsamen interministeriellen Aktionsplan zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnen. Weitere Treffen sind vorgesehen mit dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten Alexander Schukow sowie mit dem Vorsitzenden der Russischen Zentralbank, Sergei Ignatiew.
An weiteren Stationen der Reise - Jekaterinburg (Ural) und St. Petersburg - werden einerseits Behördenkontakte gepflegt, andererseits finden Treffen mit Unternehmern und Geschäftsleuten statt. Am 10. Juli wird Bundesrätin Leuthard in Jekaterinburg den schweizerischen Wirtschaftsförderungs-anlass ,Location Switzerland" eröffnen.
Die russische Wirtschaft wächst seit einigen Jahren kräftig. Das Brutto-Inlandprodukt Russlands verzeichnete 2007 einen Zuwachs von 8.1 Prozent. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 4.47 Milliarden Franken im Jahre 2007 (+8.5% im Vorjahresvergleich) nimmt die Bedeutung Russlands als Handelspartner der Schweiz weiter zu. Die schweizerischen Exporte erhöhten sich im Vorjahresvergleich um etwa ein Viertel und betrugen 2.91 Milliarden Schweizer Franken. Auch die Investitionen entwickeln sich dynamisch. Der Kapitalbestand der Schweizer Direktinvestitionen in Russland belief sich Ende 2006 auf rund 5.2 Milliarden Schweizer Franken, was einer Erhöhung von fast 50 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht.



