«Gemäss der neuen Vereinbarung mit Ipsen erhält Santhera die weltweiten Marketingrechte am Wirkstoff Fipamezole, welchen wir im Rahmen unserer Unternehmensstrategie weiter entwickeln», erklärt Thomas Meier, Chief Executive Officer von Santhera. «Kurzfristig bleibt der Fokus unserer Investitionen jedoch voll auf unser wichtigstes Medikament Catena® ausgerichtet, das wir für mehrere seltene neuromuskuläre und mitochondriale Krankheiten entwickeln. Fipamezole stellt aber weiterhin einen wertvollen Bestandteil unserer klinischen Pipeline dar.»
«Wir freuen uns, dass Santhera die weltweiten Rechte an diesem sehr wichtigen Medikamentkandidaten zurückerlangt. Mit dem neuen Abkommen kann Santhera den Wert von Fipamezole auf globaler Basis nutzen, während sich Ipsen auf die eigene klinische Entwicklungs-pipeline konzentrieren kann», kommentiert Pierre Boulud, Executive Vice- President, Corporate Strategy von Ipsen. «Wegen Überlappungen mit anderen Bewegungsstörungen bleibt Ipsen kommerziell auch auf die Parkinsonkrankheit ausgerichtet. Parkinsonpatienten, die an Levodopa-induzierten Dyskinesien leiden, warten dringend auf eine wirksame Therapie. Dank dem Engagement von Santhera könnte Fipamezole als erstes Präparat einer neuen Wirkstoffklasse eine solche Behandlung ermöglichen.» Ipsen erwarb im September 2010 die Rechte an Fipamezole ausserhalb der USA, Kanadas und Japans für eine Vorabzahlung von EUR 13 Millionen. Unter der neuen Vereinbarung erhält Santhera die volle Kontrolle über die Entwicklung und Vermarktung von Fipamezole, während Ipsen Zahlungen beim Erreichen bestimmter Meilensteine sowie eine Beteiligung an künftigen Umsätzen erhält. Sollte Santhera das Programm an Dritte lizenzieren, steht Ipsen ein Prozentsatz dieser Einnahmen zu. Die Vereinbarung sieht zudem eine Option vor, mit der Ipsen unter gewissen Umständen zu einem späteren Zeitpunkt die exklusiven weltweiten Lizenzrechte erwerben kann. Sollte Ipsen diese Option einlösen, wird Santhera Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen von Ipsen erhalten.
Über Fipamezole
Nach Meinung vieler Fachärzte gilt Fipamezole als einer der vielversprechendsten Medikamente-kandidaten zur Behandlung von Levodopa-induzierten Dyskinesien bei Parkinsonpatienten. Der Wirkstoff ist ein Antagonist von adrenergen alpha-2-Rezeptoren und verfügt über eine neuartige Wirkungsweise. Santhera hat in zwei klinischen Phase II-Studien die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Fipamezole zur Reduktion dieser Bewegungsstörungen nachgewiesen. Das Medikament zeigt ausserdem weiteres medizinisches Potential zur Verringerung der nach-lassenden Arzneimittelwirkung («wearing- off») von Levodopa sowie eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und Aktivitäten des täglichen Lebens.
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