«Der kommerzielle Erfolg mit Catena® in Kanada zur Behandlung von Friedreich-Ataxie bestätigt das Potenzial von Nischenprodukten in seltenen Krankheiten. Derzeit bereiten wir den Zulassungsantrag für LHON vor, den wir in den nächsten Monaten bei der Europäischen Arzneimittelbehörde einreichen werden», erklärt Klaus Schollmeier, Chief Executive Officer von Santhera. «Ein weiterer wichtiger Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Auslizenzierung von Fipamezole an Ipsen für Regionen ausserhalb Nordamerikas und Japans. Kürzlich haben wir die US- und kanadischen Rechte wiedererlangt, nachdem Biovail die Partnerschaft nach der Fusion mit Valeant aus strategischen Gründen beendet hatte. Das Programm wurde in den letzten 18 Monaten erfolgreich vorangetrieben. Wir setzen die Vorbereitungen für die Phase-III-Entwicklung fort und beabsichtigen, die Rechte für den nordamerikanischen Markt erneut auszulizenzieren.»
Barbara Heller, Chief Financial Officer von Santhera, kommentierte: «Im Jahr 2010 verdoppelten sich die Verkäufe von Catena® in Kanada. Zusammen mit Erträgen aus Lizenzen generierte Santhera somit über CHF 20 Millionen Einnahmen. Die zweite Jahreshälfte 2010 war profitabel und wie im Vorjahr operativ cashflow positiv. Dank Konzentration der Ausgaben auf die wichtigsten Programme und als Folge der Umstrukturierung von 2009 konnten wir die operativen Aufwendungen gegenüber 2009 erheblich reduzieren. Der daraus resultierende Nettomittelverbrauch lag unter unserer ursprünglichen Prognose. Basierend auf der aktuellen Finanzplanung und einer Zulassung in LHON, könnte Santhera über das Jahr 2013 hinaus finanziert sein.»
CHF 43,7 Millionen liquide Mittel zum Jahresende 2010
Am 31. Dezember 2010 verfügte Santhera über CHF 43,7 Millionen flüssige Mittel (2009: CHF 53,3 Millionen). Der Nettobarmittelverbrauch belief sich im Jahr 2010 auf CHF 9,6 Millionen im Vergleich zu CHF 21,7 Millionen im Vorjahr. Zum Jahresende 2010 betrug das Eigenkapital CHF 69,6 Millionen (2009: CHF 83,5 Millionen).
CHF 20,6 Millionen Einnahmen aus Produktverkäufen und Lizenzeinnahmen, profitables 2. Halbjahr 2010
Im Jahr 2010 hat Santhera Einnahmen von CHF 20,6 Millionen (2009: CHF 22,3 Millionen) erzielt. Die Nettoumsätze mit Catena® beliefen sich auf CHF 3,5 Millionen (2009: CHF 1,6 Millionen) und Lizenzeinnahmen betrugen CHF 17,1 Millionen (2009: CHF 20,7 Millionen) aus der Vorabzahlung von Ipsen über EUR 13,0 Millionen für die Rechte an Fipamezole ausserhalb Nordamerikas und Japans.
Die operativen Aufwendungen lagen im vergangenen Jahr mit CHF 29,7 Millionen deutlich tiefer als im Jahr 2009 (CHF 48,5 Millionen), entsprechend verbesserte sich das operative Resultat signifikant auf CHF –8,7 Millionen (2009: CHF –25,9 Millionen). Unter Berücksichtigung von nichtliquiditätswirksamen Einmaleffekten (Wertkorrekturen, Pensionsverpflichtungen im Zusammenhang mit IAS 19, negativen Fremdwährungseinflüssen) betrug das liquiditätswirksame operative Ergebnis CHF –3,6 Millionen (2009: CHF –22.2 Millionen). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) reduzierten sich um 50% auf CHF 15,7 Millionen (2009: CHF 31,5 Millionen), in erster Linie als Folge der im 2009 durchgeführten Restrukturierung der Forschungsaktivitäten und das Ende zweier grosser klinischer Studien zurückzuführen ist. In Marketing und Vertrieb (M&S) gingen die Ausgaben um 8% auf CHF 3,5 Millionen (2009: CHF 3,8 Millionen) zurück. Die Verwaltungs- und allgemeinen Ausgaben (G&A) reduzierten sich um 21% auf CHF 10,4 Millionen (2009: CHF 13,2 Millionen).
Trotz negativer Währungseinflüsse und dem daraus resultierenden Nettofinanzergebnis von CHF –2,9 Millionen (2009: CHF 0,04 Millionen) weist Santhera für das Jahr 2010 einen gegenüber dem Vorjahr um 57% stark verbessertes Nettoergebnis von CHF –11,3 Millionen aus (2009: CHF –25,9 Millionen).
Im Jahr 2010 hatte Santhera durchschnittlich 47 Vollzeitstellen (2009: 74).
Ausblick
Im Einklang mit der Strategie fokussiert Santhera die finanziellen und personellen Ressourcen weiterhin auf die wichtigsten Wertetreiber des Unternehmens. Die aktuellen Prioritäten, die Einreichung der Markzulassung für LHON, die Fortführung der Vorbereitungsarbeiten für die Phase-IIIEntwicklung von Fipamezole und dessen Auslizenzierung sowie die Verkaufsanstrengungen in Kanada, erfordern erhebliche Ressourcen. Entsprechend werden die Mitarbeiter und die finanziellen Mittel in erster Linie diesen Programmen zugewiesen. Unter der Annahme, dass diese Aktivitäten erfolgreich weitergeführt werden können, bleibt das Unternehmen gut finanziert. In den nächsten Monaten wird Santhera die Marktzulassung für LHON beantragen. Zusätzlich wird das Unternehmen zur Jahreshälfte 2011 über die Resultate der klinischen Konzeptstudie zur Behandlung des MELAS-Syndroms (MELTIMI) berichten. In der zweiten Jahreshälfte 2011 plant Santhera, einen Vertrag über die Auslizenzierung der nordamerikanischen Rechte an Fipamezole abzuschliessen. Eine Interimsanalyse der Phase-III-Studie bei Duchenne- Muskeldystrophie (DELOS) wird im gleichen Zeitraum erwartet.
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Klaus Schollmeier, Chief Executive Officer
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Barbara Heller, Chief Financial Officer
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