Skin to Skin ist ein herausragendes Schlüsselwerk der Gegenwartskunst, das die internationale Ausrichtung der Sammlung schärft und zugleich ihren Fokus auf gesellschaftlich relevante, vielstimmige Kunstgeschichten präzisiert. Mit dem Erwerb setzt das Kunstmuseum St.Gallen seine neue Sammlungsstrategie fort, den Bestand durch gezielte historische und zeitgenössische Erweiterungen kritisch zu reflektieren und etablierte (kunst)geschichtliche Narrative weiter aufzufächern.
Skin to Skin besteht aus zehn Figuren, von denen eine auf einem verspiegelten Sockel platziert ist, einem verspiegelten Turm sowie einer Tonspur. Ein intensiv changierendes grünes Licht taucht den Raum in eine atmosphärisch verdichtete Szenerie. Skulptur, Klang, Spiegelung und Licht verbinden sich zu einer immersiven Erfahrung.
Inspiriert von Science-Fiction und Afrofuturismus untersucht die Künstlerin Strategien der Tarnung, der Transformation und des Verschwindens. Damit verhandelt sie Bedingungen von Sichtbarkeit, Kontrolle und Selbstrepräsentation. Die Arbeit verweist auf die Flüchtigkeit von Präsenz ebenso wie auf jene Mechanismen, durch die Körper – insbesondere der Schwarze Körper – zugleich exponiert und entzogen werden. Skin to Skin eröffnet so einen eindringlichen, spekulativen Raum zwischen Schutz und Bedrohung, Präsenz und Opazität.
Laut Direktor Gianni Jetzer stärkt das Kunstmuseum St.Gallen mit diesem Ankauf sein Profil als Institution, die mit präzisen zeitgenössischen Positionen aktuelle gesellschaftliche Fragen nachhaltig in die Sammlung einschreibt – und dankt SENN Resources, St.Gallen, für die wegweisende Unterstützung dieses Erwerbs.
Die Präsentation von Skin to Skin im Kunstmuseum St.Gallen ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.
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