Weiterhin setzt die RUAG auf die Standorte Genf, Bern-Belp, Agno und Oberpfaffenhofen in Deutschland. In Bern-Belp hat sich die Auftragslage verbessert, so dass die Kurzarbeit Ende September 2009 beendet werden kann. Eine Schliessung des Standortes Zürich-Kloten ist allerdings aufgrund ungünstiger Kostenstrukturen nicht auszuschliessen. Betroffen wären rund 30 Mitarbeitende. Heute wurde das offene Konsultationsverfahren eröffnet.
Im Bereich Aircraft Services Network betreibt die RUAG zivile Flugzeugunterhaltsarbeiten wie die Wartung, Reparatur und Modifikation von Business- und Executive-Flugzeugen. Dieser Bereich ist strategisch bedeutend für die RUAG. Wachsender Kostendruck und tiefe Margen - auch als Folge der Wirtschaftskrise - erfordern allerdings ein Überdenken der Strategie und eine Optimierung des Geschäftsmodells. Profitables Wachstum und die stärkere Nutzung von Synergien stehen dabei im Vordergrund.
Eine effiziente, wettbewerbsfähige und sich optimal ergänzende Aufstellung der verschiedenen Standorte im Gesamtverbund Aircraft Services Network ist eine unabdingbare Voraussetzung für ein nachhaltiges Betreiben des Geschäfts. Als Folge hat die Konzernleitung der RUAG eine Fokussierung der Strategie in diesem Bereich entschieden. Es ist vorgesehen, das Know-How pro Standort zu bündeln, Synergien stärker zu nutzen und in Zukunft Kompetenzzentren für bestimmte Flugzeugtypen und Services zu bilden. Ziel ist, das Geschäft mit dem zivilen Flugzeugunterhalt auch in einer schwierigen Wirtschaftslage wieder nachhaltig und profitabel zu betreiben.
Der Standort Zürich-Kloten kann aus heutiger Sicht aufgrund einer sehr ungünstigen Kostenstruktur nicht profitabel betrieben werden. Dies schadet auch der Gesundung des Gesamtverbundes Aircraft Service Network. Eine Schliessung des Standortes ist deshalb in naher Zukunft nicht auszuschliessen. Betroffen wären rund 30 Mitarbeitende. Heute wurde das offene Konsultationsverfahren eröffnet. Die RUAG ist offen, für konstruktive, zielführende Massnahmen, die bis zum 7. Oktober 2009 eingereicht werden müssen.
„Wir befinden uns in einer Turnaround-Situation und bewegen uns in einem harten Wettbewerbsumfeld. Es geht darum, im Interesse unserer Kunden vermehrt auf unsere Stärken zu setzen, profitabel zu sein und die verbleibenden Arbeitsplätze zu sichern", sagt Dr. Peter Guggenbach, CEO von RUAG Aviation.
Bei einer allfälligen Schliessung des Standortes Zürich-Kloten würde der RUAG Sozialplan für die betroffenen Mitarbeitenden zur Anwendung kommen. Ferner würde die RUAG mit einem Jobcenter die betroffenen Mitarbeitenden bei der Stellenbewerbung und Stellensuche aktiv unterstützen.



