RUAG Electronics konzentriert sich mit der Neuausrichtung der Strategie auf die drei Segmente Simulation & Training (S&T), Network Enabled Operations Services (NEO Services) und Homeland Security (HLS). Als industrieller Partner der Schweizer Armee adressiert das Unternehmen zudem nationale und internationale Sicherheitskräfte.
Der militärische Simulationsmarkt verlagert sich immer mehr von der virtuellen Simulation in geschlossene Anlagen Richtung Echtsimulation im Gelände (Livesimulation). Damit stagniert der Markt für virtuelle Simulationen weltweit und ist einem starken Verdrängungswettbewerb ausgesetzt. Die rückläufige Nachfrage nach Produkten aus dem virtuellen Bereich von Simulation & Training im Heimatmarkt führt dazu, dass dieses Geschäft in der heutigen Form nicht mehr profitabel weiterbetrieben werden kann. Als Folge davon muss RUAG Electronics im Bereich Simulations & Training eine Umlagerung des Geschäftes von der virtuellen zur Livesimulation mit entsprechenden Strukturanpassungen vornehmen.
Vom Umbau betroffen sind rund 90 Mitarbeitende. Dabei ist vorgesehen, Aktivitäten von Unterseen und Bern nach Thun zu verlagern. Bei der ganzen Aktion prüft RUAG Electronics, möglichst vielen der betroffenen Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz innerhalb der RUAG oder bei Partnerunternehmen anzubieten. RUAG unterstützt die betroffenen Mitarbeitenden mit einem internen Stellenvermittlungscenter. Trotz aller Bestrebungen können Entlassungen in der Grössenordnung von unter einem Drittel der Betroffenen nicht ausgeschlossen werden. Sollte es dazu kommen, wird der bestehende Sozialplan zur Anwendung kommen.
"Mit der Konzentration auf unsere Kernkompetenzen wollen wir unseren Kunden eindeutige Mehrwerte bieten," sagt Andreas P. Herren, CEO von RUAG Electronics. "Im Bereich Simulation and Training wollen wir mit den eingeleiteten Massnahmen unsere internationale Marktposition auf das veränderte Marktumfeld ausrichten und stärken und mittelfristig wieder eine solide Ertragssituation erreichen."



