Robert Mardini ergänzt den Helvetas-Vorstand - Warnung vor globaler Krise

22.06.2026 | 14:15 Uhr | Helvetas Swiss Intercooperation

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


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22.06.2026, Zürich (ots) - Mit Robert Mardini holt Helvetas einen der profiliertesten Experten der humanitären Hilfe in den Vorstand. Der ehemalige Generaldirektor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) warnt vor den Folgen des Iran-Kriegs für armutsbetroffene Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Helvetas hat an ihrer Generalversammlung vom 18. Juni 2026 Robert Mardini in den Vorstand gewählt. Der heutige Direktor der Genfer Universitätsspitäler war von 2020 bis 2024 an der Spitze des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und leitete in dieser Zeit humanitäre Einsätze in über 100 Ländern.

Robert Mardini bringt rund 30 Jahre Erfahrung in humanitärer Hilfe und internationaler Arbeit mit. Seine Laufbahn begann er als Wasserbauingenieur beim IKRK. "Helvetas steht für fachlich fundierte und enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, lokalen Behörden und ortsansässigen Unternehmen sowie für politische und religiöse Unabhängigkeit", sagt er. "Gerade in einer zunehmend polarisierten Welt ist diese Unabhängigkeit entscheidend, um wirksam und glaubwürdig Menschen unterstützen zu können."

Brücke zwischen Nothilfe und langfristiger Entwicklung

Im Vorstand will Robert Mardini das Zusammenspiel von humanitärer Hilfe in Notsituationen und Entwicklungszusammenarbeit weiter vorantreiben. "Krisen häufen sich und verstärken sich gegenseitig. Es reicht nicht, nur auf akute Notlagen zu reagieren, entscheidend ist, Menschen und lokale Systeme langfristig zu stärken. Dazu gehören Investitionen in die Wasserversorgung, Landwirtschaft, Bildung und Gesundheit."

Helvetas arbeitet als Schweizer Organisation für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe in 35 Ländern und engagiert sich für bessere Lebensbedingungen, unter anderem in den Bereichen Wasser, Landwirtschaft, Bildung, Frauenförderung, wirtschaftliche Entwicklung und Mitsprache.

Spürbare Folgen des Iran- Kriegs

Robert Mardini warnt vor den oft unterschätzten globalen Auswirkungen des Iran- Kriegs. Auch wenn die Strasse von Hormus wieder geöffnet ist, sind Auswirkungen des Konflikts längst spürbar: "Grosse Krisen treffen immer jene besonders hart, die bereits arm und verwundbar sind." Die Preissteigerungen bei Energie und Transport sowie unterbrochene Lieferketten wirken nach - mit besonders schweren Folgen für Menschen in den ärmeren Regionen von Subsahara- Afrika, Südasien und Teilen Lateinamerikas. Bereits moderat erhöhte Preise können sich da verheerend auswirken: Die Menschen können weniger ernten, leiden unter steigenden Lebensmittelkosten - und selbst grundlegende Bedürfnisse sind für viele kaum noch finanzierbar.

Helvetas ist bereit, auf diese Entwicklungen zu reagieren, und besonders betroffene Bevölkerungsgruppen bei Bedarf gezielt zu unterstützen.

Pressekontakt:
Matthias Herfeldt
Leiter Kommunikation
matthias.herfeldt@helvetas.org
+41 76 338 59 38



--- ENDE Pressemitteilung Robert Mardini ergänzt den Helvetas-Vorstand - Warnung vor globaler Krise ---



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Über Helvetas Swiss Intercooperation:

Helvetas engagiert sich für eine gerechte Welt, in der alle Menschen selbstbestimmt in Würde und Sicherheit leben, die natürlichen Ressourcen nachhaltig nutzen und der Umwelt Sorge tragen. Die unabhängige Schweizer Organisation für Entwicklungszusammenarbeit – mit eigenständigen Gesellschaften in Deutschland und den USA – leistet in rund 30 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa Hilfe zur Selbsthilfe und ermöglicht so echte Veränderungen.

Gemeinsam mit Partnerorganisationen packt Helvetas die globalen Herausforderungen auf verschiedenen Ebenen an: Erstens mit konkreten Projekten vor Ort, zweitens mit der Vermittlung von Fachwissen. Und drittens fördert Helvetas gute politische Rahmenbedingungen zugunsten der Ärmsten und Benachteiligten. Helvetas verfolgt einen Multi-Stakeholder-Ansatz und bezieht deshalb die Zivilgesellschaft, den Staat und die Privatwirtschaft in ihr Engagement ein.

Helvetas arbeitet in den Bereichen Wasser, Ernährung und Klima, Bildung, wirtschaftliche Entwicklung und Arbeit, sowie Mitsprache, sozialer Zusammenhalt und Frauenförderung. Nach Katastrophen leistet Helvetas auch humanitäre Hilfe. Der Fokus der Arbeit von Helvetas liegt in ländlichen Gebieten. Zunehmend ist Helvetas aber auch im urbanen Kontext aktiv und richtet ihre Arbeit noch stärker auf die Förderung von Jugendlichen aus.

In der Schweiz fördert Helvetas das solidarische Bewusstsein und beteiligt sich am entwicklungspolitischen Dialog.


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