Die Einschnitte, welche die italienische Itema-Gruppe für das Sultex-Werk in Rüti plant sind massiv. Die Belegschaft soll faktisch halbiert werden, bis zu 70 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden und 50 Angestellte müssen mit einer Kündigung rechnen. Damit höhlt der Konzern die Substanz des Standortes nach Restrukturierungen der vergangenen Jahre weiter aus und provoziert einen massiven Know-How-Verlust. Das Überleben des Standortes in Rüti ist damit mittelfristig in Frage gestellt. Die Itema-Gruppe beweist auch, dass ihre Konzernstrategie fehlgeschlagen ist.
Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl wird am Standort Zuchwil vorgegangen. Die Einführung der Kurzarbeit sichert vorübergehend die Arbeitsplätze und das Know-how der Beschäftigten. Das Untenehmen verpasste es allerdings, diese Massanahme durch eine gezielte Bildungs- und Qualifizierungsoffensive für die betroffenen Mitarbeitenden zu begl
Unia fordert deshalb von der Itema-Gruppe resp. der Sultex-Leitung: Die Beschäftigten am Standort Rüti müssen die Möglichkeit haben, nachhaltige Alternativ- Strategien zum Stellenabbau und zu den Entlassungen zu entwickeln. Unia fordert deshalb die Verlängerung der Konsultationsfrist von 16 auf 30 Tage, wie es übrigens im Kanton Solothurn üblich ist.
Es sind gezielte Massnahmen zu treffen, um die Aktivitäten im Bereich «Forschung und Entwicklung» in Rüti bzw. bei der Sultex AG zu sichern.
Die Folgen der Massenentlassung sind mit umfassenden sozialen Begleitmassnahmen und einem grosszügigen Sozialplan abzufedern.
Die Kurzarbeit im Werk Zuchwil ist mit einer breit angelegten Qualifizierungs- und Bildungsoffensive zu begleiten.
Die Gewerkschaft Unia wird sich zusammen mit den Beschäftigten und den lokalen Behörden für eine nachhaltige Entwicklung und Sicherung der Arbeitsplätze in den Sultex-Werken stark machen.



