Zwar zeigen sich vereinzelt erste Stabilisierungstendenzen: Die MEM-Exporte wachsen bereits das dritte Quartal in Folge, und der Einkaufsmanagerindex (PMI) überschritt im März erstmals seit Ende 2022 wieder die Wachstumsschwelle. Von einer nachhaltigen Erholung kann jedoch weiterhin keine Rede sein.
Die Auftragslage bleibt mit 60 Prozent die grösste Sorge der Unternehmen. Gleichzeitig haben die Belastungen durch Wechselkursschwankungen und steigende Energiepreise deutlich zugenommen. Rund vier von zehn Unternehmen verzeichneten im ersten Quartal 2026 rückläufige EBIT-Margen. Trotz der schwierigen Lage halten viele Betriebe ihre Personalbestände stabil und sichern ihre Produktion weiterhin mit Kurzarbeit und gezielten Effizienzmassnahmen ab.
Auch bei den Investitionen bleibt die Situation angespannt. 24 Prozent der Unternehmen geben an, aufgrund finanzieller Restriktionen nicht investieren zu können. Hauptgrund sind fehlende Eigenmittel. Gleichzeitig plant die Mehrheit der Betriebe, ihre Produktionskapazitäten konstant zu halten.
Erstmals untersucht der Swissmechanic-Wirtschaftsbarometer zudem den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der MEM-Branche. 52 Prozent der Unternehmen nutzen KI bereits in irgendeiner Form – vor allem in administrativen und kommunikativen Bereichen. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass bei vielen Unternehmen weiterhin Unsicherheit bezüglich konkreter Anwendungen und Nutzen besteht.
Swissmechanic-Präsident Nicola Tettamanti sagt: «Unsere Unternehmen beweisen seit langer Zeit grosse Widerstandskraft. Trotz anhaltendem Druck sichern viele Betriebe ihre Arbeitsplätze, investieren gezielt und halten ihre Produktion in der Schweiz.» Swissmechanic- Direktor Erich Sannemann ergänzt: «Die Stabilisierung auf tiefem Niveau darf nicht mit einer Erholung verwechselt werden. Gerade exportorientierte MEM-KMU brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Planungssicherheit.»
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