5600 Arbeitsplätze zählte GE in der Schweiz vor vier Jahren. Nach dem Ende der jetzt angekündigten Restrukturierung dürften es noch 2600 sein. Im Bereich Power sollen in Baden 350 und in Birr 100 Stellen abgebaut werden.
„Das Management von GE gab an der Information der Sozialpartner zwar der Hoffnung Ausdruck, dass die Talsohle jetzt dann erreicht sein könnte. Aber von einer Vision für die aargauischen Standorte und die Arbeitsplätze im Energiebereich war nichts zu spüren.“ Dies sagt Korab Macula, Rechtskonsulent der Angestellten Schweiz. Zwar bleibt der Hauptsitz von Gas Power Region Europa in der Schweiz, aber Gaskraftwerke haben momentan einen schweren Stand. Die Nachfrage nach Kraftwerken für fossile Brennstoffe ist in Europa stark rückläufig.
Die Angestellten Schweiz fürchten, dass weitere Arbeitsplätze abgebaut werden könnten oder in billigere Länder abwandern. Die stetigen massiven Restrukturierungen sind für die Angestellten von GE zermürbend und äusserst frustrierend. Es besteht eine grosse Gefahr, dass viele Know-how-Träger jetzt das Unternehmen verlassen. Die Fluktuation ist ohnehin bei GE schon sehr hoch.
Die Angestellten Schweiz fordern die Politik im Aargau, aber auch Bundesrat Parmelin auf, sich für den Werkplatz Aargau und Schweiz stark zu machen. Im Aargau verschwinden die Industriearbeitsplätze in beängstigendem Tempo. Ende letzter Woche wurde der Abbau von 250 Stellen bei Rockwell in Aarau angekündigt, nun 450 bei GE in Baden und Birr.
Einziger Lichtblick bei der ganzen Sache ist, dass der gute Sozialplan wiederum angewendet und ausgebaut werden soll. Er sieht u.a. Massnahmen wie ein Jobcenter, Outplacements, eine Verlängerung der Kündigungsfristen, Weiterbildungsmassnahmen sowie vorzeitige Pensionierungen vor.
Zusammen mit der Arbeitnehmervertretung werden die Angestellten Schweiz dafür kämpfen, dass möglichst viele Stellen bei GE erhalten bleiben oder dass es für die Betroffenen gute Anschlusslösungen gibt.
Medienkontakt:
Korab Macula
Tel. 044 360 11 57
info@angestellte.ch





