Die Bauwirtschaft scheint sich hingegen wieder etwas zu erholen. Insbesondere die Indikatoren aus dem Bereich der Architekten tragen positiv zum Gesamtindikator bei. Ein negativer Beitrag kommt von den Indikatoren aus der Finanzbranche. Ebenfalls negativ schlagen sich die Indikatoren, die die ausländische Nachfrage umfassen, im Barometer nieder. Dies trifft im europäischen Umfeld insbesondere auf Vertrauensindikatoren aus dem Industriebereich zu. Die Konsumindikatoren liefern keine nennenswerten positiven oder negativen Beiträge.

Es zeigt sich, dass im Juni, aufgeschlüsselt nach geschäftsbestimmenden Kategorien in der Indus - trie, insbesondere die Aufträge gelitten haben. Deren Rückgang ist massgeblich für den erneuten Einbruch des Barometers verantwortlich. Auch die Indikatoren, die Hinweise auf die Produktion und die Vorproduktion geben, haben sich verschlechtert.
Konjunkturbarometer und Referenzreihe
Das KOF Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es ist ein Sammelindikator, der sich in der aktuellen Version aus 217 Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst. Die Auswahl der Einzelindikatoren und ihre Gewichtung wird einmal jährlich aktualisiert, und zwar jeweils nach der Veröffentlichung des Vorjahres- Bruttoinlandprodukts durch das Bundesamt für Statistik. Im letzten Jahr fand die Revision im Oktober statt. Unsere neue Referenzreihe ist die geglättete Verlaufswachstumsrate des Schweizer Brutto - inlandprodukts nach der neuen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ESVG 2010, die Ende September 2014 veröffentlicht wurde.

Weitere Informationen zum KOF Konjunkturbarometer: http://www.kof.ethz.ch/de/indikatoren/konjunkturbarometer/
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