EasyGov 2.0 und Arbeitsplatzsoftware: Bund definiert neue Schlüsselprojekte

07.10.2026 | 09:38 Uhr | swiss-press.com / HELP Media AG

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07.10.2026, Bern – EasyGov 2.0 und das Programm für souveräne Arbeitsplatzsoftware gehören neu zu den Schlüsselprojekten der Bundesverwaltung. Der Entscheid verbindet zwei zentrale Aufgaben: digitale Behördenleistungen für Unternehmen weiterentwickeln und die Abhängigkeit von ausländischen Softwareanbietern verringern.

Der Bund setzt neue Schwerpunkte bei seiner Digitalisierung. Nach Konsultation der Generalsekretärenkonferenz hat der Bundeskanzler am 1. Oktober 2026 zwei weitere Vorhaben als Schlüsselprojekte eingestuft. Dies teilte die Schweizerische Bundeskanzlei am 6. Oktober mit.

Die Einstufung bringt eine verstärkte Steuerung, Abstimmung und Überwachung mit sich. Sie betrifft Projekte, die wegen ihres Umfangs, ihrer strategischen Bedeutung, ihrer Komplexität oder ihrer Risiken besondere Aufmerksamkeit erfordern.

EasyGov 2.0 schafft Grundlagen für die Weiterentwicklung

Für Schweizer Unternehmen steht insbesondere EasyGov 2.0 im Fokus. Über die bestehende Plattform können sie Behördenleistungen verschiedener Verwaltungseinheiten digital nutzen.

Das Projekt des Staatssekretariats für Wirtschaft soll die technische und organisatorische Basis für die weitere Entwicklung von EasyGov sichern. Im Zentrum steht damit die langfristige Weiterentwicklung eines digitalen Zugangs zwischen Unternehmen und Verwaltung.

Konkrete neue Funktionen oder einen Einführungstermin nennt die aktuelle Medienmitteilung nicht.

Weniger Abhängigkeit bei der Arbeitsplatzsoftware

Das zweite neu aufgenommene Schlüsselprojekt betrifft die digitale Arbeitsumgebung der Bundesverwaltung. Die Bundeskanzlei hat das Programm für souveräne Arbeitsplatzsoftware Anfang September 2026 gestartet.

Ziel ist es, die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu reduzieren und die digitale Souveränität des Bundes zu stärken. Da das Vorhaben mehrere Departemente betrifft, spielt die übergreifende Koordination eine wichtige Rolle.

NEPRO wird nicht mehr als Schlüsselprojekt geführt

Eine Änderung gibt es auch bei swisstopo: NEPRO, das Vorhaben für neue Produktionssysteme, wird nicht mehr als Schlüsselprojekt geführt. Ausschlaggebend sind die Verkleinerung des Programms im März 2026 und die damit verbundene Verbesserung der Risikolage.

Insgesamt zählt der Bund aktuell 22 Schlüsselprojekte. Ihr Gesamtvolumen entspricht mehr als der Hälfte des Aufwands sämtlicher laufender Informatikprojekte im zivilen Bereich. Die Eidgenössische Finanzkontrolle führt bei diesen Vorhaben systematische Prüfungen durch. Die Verantwortung bleibt bei den zuständigen Departementen und Ämtern.

Bedeutung für Schweizer Unternehmen

Die Weiterentwicklung von EasyGov ist auch für Schweizer KMU relevant. Die Plattform ermöglicht den digitalen Zugang zu Behördenleistungen. EasyGov 2.0 soll die Grundlage schaffen, damit dieses Angebot verlässlich weiterentwickelt werden kann.

HELP.CH berichtet über digitale Entwicklungen und Behördenangebote, die Schweizer Unternehmen betreffen. Auf HELP.CH finden Nutzer zudem Firmenprofile, Handelsregisterinformationen und Unternehmensnews.

Quelle: Medienmitteilung der Schweizerischen Bundeskanzlei vom 6. Oktober 2026

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--- ENDE Pressemitteilung EasyGov 2.0 und Arbeitsplatzsoftware: Bund definiert neue Schlüsselprojekte ---



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