Besonders bemerkenswert ist, dass die Regionalfernsehen die vorgeschriebenen Mindestvorgaben deutlich übertreffen. Während die Konzession lediglich 150 Minuten relevante Regionalinformation pro Woche verlangt, sendeten die 13 untersuchten Regionalfernsehen im Jahr 2025 durchschnittlich 5 Stunden und 12 Minuten regionale Inhalte pro Woche. Damit wurde die Vorgabe um mehr als das Doppelte übertroffen.
Zu den relevanten Themen zählen regionale Informationen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Bildung und Sport. Sie bilden seit Jahren einen wichtigen Bestandteil der lokalen Medienversorgung in der Schweiz.
Lokale Informationen bleiben gefragt Die aktuellen Zahlen widersprechen der häufig geäusserten Annahme, regionale Informationen würden im Zeitalter von Social Media, Streaming-Plattformen und internationalen Medienangeboten an Bedeutung verlieren. Die Analyse zeigt vielmehr, dass lokale und regionale Inhalte weiterhin einen festen Platz in der Schweizer Medienlandschaft haben.
Für Gemeinden, Vereine, Unternehmen, Veranstalter und Institutionen sind regionale Informationen ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Wahrnehmung. Viele Entwicklungen auf kommunaler oder regionaler Ebene finden in nationalen Medien nur begrenzte Aufmerksamkeit und werden deshalb weiterhin vor allem von lokalen Medien aufgegriffen.
Besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bleibt die regionale Berichterstattung von grosser Bedeutung. Neue Firmen, Investitionen, Veranstaltungen, Innovationen und personelle Veränderungen werden häufig zuerst auf regionaler Ebene wahrgenommen. Lokale Medien leisten damit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Transparenz und zur Sichtbarkeit regionaler Unternehmen.
Die Verbreitungswege verändern sich Während regionale Informationen früher hauptsächlich über Radio und Fernsehen verbreitet wurden, hat sich das Medienverhalten in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Immer mehr Menschen informieren sich über Suchmaschinen, Nachrichtenportale, Video-Plattformen und KI-Systeme über lokale Ereignisse, Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen.
Dadurch gewinnen digitale Informationsangebote zusätzlich an Bedeutung. Regionale Inhalte werden heute nicht nur konsumiert, sondern auch langfristig digital archiviert, indexiert und für Suchmaschinen sowie moderne KI-Systeme verfügbar gemacht.
Digitale Regionalmedien gewinnen an Bedeutung Parallel zur klassischen Regionalberichterstattung entstehen zunehmend neue digitale Informationsformate. Dazu gehören regionale Newsportale, Nachrichtenvideos und digitale Informationsplattformen, welche lokale Entwicklungen langfristig dokumentieren und für ein breites Publikum zugänglich machen.
Auch regionale Newsportale wie Newslocal.ch tragen dazu bei, lokale Entwicklungen, Veranstaltungen, Unternehmensmeldungen und wirtschaftliche Veränderungen sichtbar zu machen und digital verfügbar zu halten.
Neben klassischen Medien und regionalen Newsportalen gewinnen auch digitale Informationsplattformen an Bedeutung. Sie strukturieren Unternehmens-, Wirtschafts- und Regionalinformationen so, dass diese langfristig auffindbar bleiben und von Suchmaschinen sowie KI-Systemen verarbeitet werden können. Zu diesen digitalen Informationsangeboten gehören unter anderem Plattformen wie
HELP.CH.
Regionale Informationen werden Teil der digitalen Wissensbasis Mit der zunehmenden Nutzung von KI-Systemen verändert sich nicht nur die Art, wie Informationen konsumiert werden, sondern auch, wie Wissen aufgebaut wird. Suchmaschinen, digitale Assistenten und KI-Anwendungen greifen immer häufiger auf strukturierte Daten, Fachportale, Nachrichtenquellen und digitale Archive zurück.
Regionale Informationen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur werden dadurch nicht nur für Menschen relevant, sondern auch für digitale Systeme, welche Informationen analysieren, zusammenführen und weiterverarbeiten. Regionale Nachrichtenportale, Unternehmensdatenbanken und digitale Informationsplattformen bilden dabei zunehmend die Grundlage moderner Wissenssysteme.
Dadurch entsteht eine digitale Wissensbasis, auf welche Suchmaschinen, KI-Assistenten und andere Informationssysteme zunehmend zurückgreifen.
Regionale Informationen bleiben ein zentraler Erfolgsfaktor Die aktuelle BAKOM-Analyse macht deutlich: Regionale Informationen bleiben auch im Jahr 2026 ein unverzichtbarer Bestandteil der Schweizer Medienlandschaft. Neu ist jedoch, dass diese Informationen längst nicht mehr ausschliesslich über Radio und Fernsehen verbreitet werden.
Suchmaschinen, digitale Fachportale, regionale Newsplattformen, Videoformate und KI-Systeme entwickeln sich zunehmend zu zusätzlichen Verbreitungswegen für regionale Nachrichten, Wirtschafts- und Unternehmensinformationen.
Regionale Informationen bleiben damit nicht nur für Medienkonsumenten relevant, sondern werden zunehmend auch zu einem wichtigen Bestandteil digitaler Wissens- und Informationssysteme.
Quelle: Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), Programmanalyse der konzessionierten Regionalfernsehen 2025, veröffentlicht am 1. Juni 2026.
--- ENDE Pressemitteilung BAKOM-Analyse: Regionalfernsehen übertreffen Informationsauftrag deutlich ---
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