Seit 2013 bietet das Online-Vergleichsportal bonus.ch Versicherten in der Schweiz jährlich die Möglichkeit, ihre Zufriedenheit mit ihrer Hausratversicherung zu äussern. In 2026 beschäftigt sich die Umfrage zudem mit den Themen Prämienerhöhungen, Unterversicherung und Anbieterwechsel. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse dieser Befragung.
Erhöhung der Hausratversicherungsprämien: 63% der Versicherten sind betroffen
Im Laufe der letzten zwei Jahre erhielt eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung eine Erhöhung ihrer Hausratversicherungsprämie. Tatsächlich mussten fast zwei Drittel der Befragten eine Erhöhung hinnehmen, wobei 11% diese als stark und 52% als leicht einstuften, was einen allgemeinen Trend zu steigenden Kosten in diesem Bereich widerspiegelt. Im Gegensatz dazu geben 37% der Befragten an, keine Erhöhung festgestellt zu haben.
Die italienische Schweiz ist die Sprachregion, die am stärksten von diesem Prämienanstieg betroffen ist: Zwei Drittel der Versicherten, gegenüber 65% in der Westschweiz und 59% in der Deutschschweiz. Die starke Erhöhung betrifft 15% der italienischsprachigen, 13% der französischsprachigen und 8% der deutschsprachigen Versicherten.
Die Prämienerhöhungen fallen je nach Versicherer sehr unterschiedlich aus. Zwischen 50% und 75% der Kund.innen geben an, eine Erhöhung erfahren zu haben. Ebenso schwankt der Anteil der von den Versicherten als stark empfundenen Erhöhungen je nach Anbieter zwischen 5% und 20%.
Nur 11% Wechsel während der letzten zwei Jahre
Trotz der beobachteten Prämienerhöhungen ist die Bereitschaft zum Wechsel der Versicherten nach wie vor sehr gering: Nur 5% sind seit weniger als einem Jahr bei ihrem derzeitigen Anbieter versichert, 6% seit ein oder zwei Jahren. Die Treue ist gross, da 75% der Befragten seit mehr als fünf Jahren versichert sind, was auf eine starke Trägheit des Marktes für Hausratversicherungen hinweist.
Die italienische Schweiz zeichnet sich durch einen höheren Anteil an Neukund.innen aus: 9% sind seit weniger als einem Jahr versichert, gegenüber nur 4% in den anderen Sprachregionen. Umgekehrt ist die Kundentreue in der Deutsch- und Westschweiz ausgeprägter: Dort sind 79% bzw. 76% der Kund.innen seit mehr als fünf Jahren versichert, gegenüber 61% in der italienischen Schweiz.
Zwischen den Versicherern zeigen sich erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Dauer der Kundenbindung. Der Anteil der Neukund.innen (weniger als ein Jahr) schwankt stark und reicht von nur 2% bei einigen Anbietern bis zu 16% bei anderen. Am anderen Ende des Spektrums reicht der Anteil der Kund.innen, die seit mehr als fünf Jahren treu sind, von 43% bis 82%. Diese Unterschiede unterstreichen die verschiedenen Positionierungen der Versicherer: Während einige den Fokus auf die Neukundengewinnung legen, stützen sich andere stärker auf eine solide historische Kundenbasis.
45% der Schweizer Bevölkerung haben seit mehr als drei Jahren ihren Hausrat nicht mehr neu bewertet
Schon im letzten Jahr ergab die Umfrage von bonus.ch, dass Versicherte die Deckungssumme ihrer Hausratversicherung immer seltener an den Wert ihrer beweglichen Güter anpassen. In der Tat war der Anteil der Personen, die jährlich eine Bestandsaufnahme vornehmen, von 41% in 2020 auf 33% in 2025 gesunken, was einem historischen Tiefstand entsprach.
Die Daten für 2026 bestätigen diesen Trend: Nur 18% der Schweizer Bevölkerung haben ihr Inventar kürzlich (vor weniger als einem Jahr) aktualisiert, während die Mehrheit dies seit mehreren Jahren nicht mehr oder gar noch nie getan hat (13%).
Diese Situation unterstreicht das reale Risiko einer Unterversicherung, da sich der Wert der Sachgüter im Laufe der Zeit verändert. Eine regelmässige Aktualisierung des Inventars ist daher unerlässlich, um eine angemessene Deckung zu gewährleisten und böse Überraschungen im Schadensfall zu vermeiden.
Bei der Häufigkeit der Neubewertung des Hausrats zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Die Deutschschweiz zeichnet sich durch aktuellere Neubewertungen aus: 22% der Versicherten haben ihren Hausrat im letzten Jahr neu bewertet, gegenüber 16% in der Westschweiz und 12% in der italienischen Schweiz.
Im Gegensatz dazu zeichnet sich die italienische Schweiz durch einen deutlich höheren Anteil an Personen aus, die noch nie eine Neubewertung vorgenommen haben (38% gegenüber 11% in der Westschweiz und 10% in der Deutschschweiz), was auf ein erhöhtes Risiko der Unterversicherung in dieser Region hindeutet.
Zudem sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern von Hausratversicherungen erheblich: 59% der Kund.innen der Mobiliar haben den Wert ihres Hausrats in den letzten drei Jahren angepasst, gegenüber nur 43% bei Smile.
Treue zur Hausratversicherung: Der Kundendienst ist wichtiger als der Preis
Die Qualität des Kundendienstes erweist sich als wichtigster Faktor für die Kundentreue der Versicherten; sie wird von 31% der Befragten genannt und liegt damit vor dem Preisaspekt (29%) sowie der Zuverlässigkeit und dem Ruf des Versicherers (28%). Die einfache Abwicklung von Schadensfällen rangiert hingegen mit 12% der Stimmen deutlich dahinter. Diese Ergebnisse zeigen, dass Kunden über preisliche Erwägungen hinaus vor allem Wert auf das globale Kundenerlebnis und das Vertrauen in ihren Anbieter legen.
Bei den Kriterien für die Kundentreue zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. In der Deutschschweiz wird der Zuverlässigkeit und dem Ruf des Versicherers (36%) grössere Bedeutung beigemessen, während in der Westschweiz der Preis (32%) und die Qualität des Kundendienstes (35%) stärker im Vordergrund stehen. Die italienische Schweiz hingegen legt besonderen Wert auf den Kundenservice (36%), ist aber auch preisbewusst (30%). Schliesslich bleibt die einfache Schadenabwicklung in allen Regionen ein zweitrangiges Kriterium, wird jedoch in der Deutschschweiz (17%) etwas häufiger genannt.
Was die Faktoren für die Kundentreue angeht, zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Versicherern. Einige Akteure, wie beispielsweise Smile, zeichnen sich durch eine sehr hohe Preissensibilität aus (82%), während andere, wie die Mobiliar, eher für ihre Zuverlässigkeit und ihren guten Ruf (40%) geschätzt werden.
Zufriedenheitsnoten 2026 der Hausratversicherungen
Dieses Jahr haben fast 1'600 Personen ihre Meinung über ihren jeweiligen Versicherer zu den folgenden 5 Kategorien abgegeben: Klarheit der übermittelten Informationen, Verfügbarkeit und Freundlichkeit der Mitarbeitenden, Professionalismus der Mitarbeitenden, Bearbeitung der Schadensfälle und Preis- Leistungsverhältnis. Die Antworten wurden in Noten zwischen 1 und 6 umgewandelt, wobei 6 die beste Note ist.
Die italienische Schweiz weist die geringste Zufriedenheit auf
In der Schweiz geniessen die Anbieter von Hausratversicherungen insgesamt eine gute Zufriedenheit mit einer Gesamtnote von 5.2 von 6, was der Bewertung "gut" entspricht. Dieses Ergebnis wird von der Deutschschweiz und der Westschweiz getragen, die beide eine Note von 5.2 aufweisen. Die italienische Schweiz zeichnet sich jedoch durch eine zurückhaltendere Bewertung aus, mit einem Durchschnitt von 4.8, der Bewertung "befriedigend" und einer deutlich geringeren Zufriedenheit.
Die Mobiliar ist 2026 die beliebteste Hausratversicherung der Schweiz. Mit einer Gesamtnote von 5.5 belegt sie den ersten Platz im Ranking und erhält die Bewertung "sehr gut". Die Vaudoise belegt mit einem Durchschnitt von 5.4 den zweiten Platz, während Helvetia und Visana mit einer Gesamtnote von 5.3 das Podium vervollständigen. Diese drei Versicherer erhalten somit die Bewertung "gut".
Hausratversicherung: 91% der Versicherten empfehlen ihren Anbieter weiter
Die allgemeine Zufriedenheit spiegelt sich auch in einer sehr hohen Weiterempfehlungsrate wider: 91% der Versicherten geben an, dass sie ihre Hausratversicherung weiterempfehlen würden.
Detaillierte Analyse pro Versicherer, Fragen und Unterfragen der Umfrage:
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