Tierisches Vergnügen auf dem Ballenberg

01.04.2026 | von Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz

Uhr Lesedauer: 5 Minuten


Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz
Bildrechte: Ballenberg - Freilichtmuseum der Schweiz

01.04.2026, Das Freilichtmuseum Ballenberg öffnet seine Türen am Donnerstag, 9. April für die Saison 2026. Dank des Jahresthemas Biodiversität «Ballenberg – tierisch vielfältig» summt, zirpt und zwitschert es gehörig zwischen den historischen Gebäuden. Weiter erfahren Gäste mehr über die Pionierinnen der Schweizer Landwirtschaft, können dank digitaler Magie mit dem Bauernhaus aus Adelboden über dessen turbulente Geschichte plaudern und live erleben, wie ein neues Strohdach entsteht.


Beobachten, zuhören, staunen und mitanpacken: Im Freilichtmuseum Ballenberg kommen in dieser Saison alle auf ihre Kosten, die ein Herz für Tiere haben. Das Jahresthema Biodiversität «Ballenberg – tierisch vielfältig» nimmt die Gäste mit auf eine Entdeckungsreise durch das Museumsgelände, wo es zwischen den historischen Gebäuden, in den Gärten und auf den Weiden herzhaft summt, zwitschert, muht, grunzt und gackert. Wer länger verweilen möchte, macht es sich auf dem Hochsitz beim Wyssensee gemütlich – mitten im Naturschutzgebiet und direkt an einem Laichgewässer für Amphibien, wo das feine Zirpen der winzigen Sumpfgrille zu hören ist. Dank Kameras beobachten Gäste zudem Fledermäuse und andere nachtaktive Tiere.

Auf einem Entdeckerweg warten weitere Aha-Momente und alltagstaugliche Tipps, wie jede und jeder die Biodiversität vor der eigenen Haustür fördern kann. Am Tag der Artenvielfalt, am 23. Mai 2026, sind Expertinnen und Fachmänner auf dem Ballenberg, führen Gäste durch das Gelände, nehmen sich Zeit für persönliche Gespräche und packen gemeinsam mit Gross und Klein beim Bauen eines Vogelhäuschens an – ein Tag ganz im Zeichen der lebendigen Vielfalt in einer einzigartigen Kulturlandschaft.

Die weibliche Sicht der Landwirtschaft

Im Internationalen UNO-Jahr der Bäuerinnen und Landwirtinnen ist im Bauernhaus aus Ostermundigen eine Sonderausstellung zu sehen: «Frauen in der Landwirtschaft: gestern – heute – morgen» lädt dazu ein, die weibliche Perspektive der Schweizer Landwirtschaft zu entdecken. Die Gäste können spielerisch ihr Wissen in einem Quiz testen: Ist es wahr, dass die Hälfte der Frauen, die in der Schweizer Landwirtschaft arbeiten, keinen Lohn erhalten? Ja, das ist heute tatsächlich so – und nur einer von vielen überraschenden Fakten. Pionierinnen erzählen, wie sie während der Kriegsjahre plötzlich die Höfe leiten mussten und das erste Mal in ihrem Leben eine Hose anzogen.

Zu Wort kommen auch Frauen, die in der Ausbildung zur Landwirtin sind, sowie erfahrene Betriebsleiterinnen, Landwirtinnen und Bäuerinnen, die sich heute auf ihren Betrieben um Wasserbüffel und Hühner, das Käsemachen und Brotbacken, Gemüse und Reben kümmern. Wer sich von dieser geballten Begeisterung für Natur und Tiere anstecken lässt, macht am besten gleich einen Eignungstest und findet heraus, ob ein Beruf in der Landwirtschaft eine passende Alternative wäre. Auch die Kleinsten finden hier Grossartiges: Bilderbücher zum Thema Bauernhof, Tier- und Hofbilder zum Ausmalen, ein Memory und ein spezielles Leiterlispiel. Die multimediale Sonderausstellung wurde vom Landwirtschaftlichen Informationsdienst LID kuratiert wie auch konzipiert und in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband SBLV und dem Freilichtmuseum Ballenberg realisiert.

Ersatz der Strohdächer

Gäste haben diesen Sommer auf dem Ballenberg die Gelegenheit, ein selten gewordenes Handwerk hautnah mitzuerleben: Das Bauernhaus aus Oberentfelden erhält nämlich ein neues Stroh-Schilfdach, und gegenüber beim Taglöhnerhaus aus Leutwil müssen der First erneuert und schadhafte Stellen repariert werden. In der Schweiz gibt es mit Andreas Bergamini aus Lausen nun noch einen einzigen Fachmann, der diese traditionelle Dachdeckart beherrscht. Damit Besuchende seine Arbeiten nicht nur vom Boden aus betrachten können, wird neben den Gebäuden eine kleine Aussichtsplattform gebaut.

Zuschauen, mitmachen, beeinflussen

Wie kann man komplexes und umfangreiches Wissen museal vermitteln? Im Bauernhaus aus Adelboden sind Gäste in dieser Saison Teil eines Forschungsprojekts des Freilichtmuseums und der Hochschule Luzern. Verschiedene Mixed-Reality-Anwendungen werden an zwei Tagen pro Woche begleitet getestet. Der Ofen in der Stube zum Beispiel erzählt den Besuchenden mit Hilfe eines Tabletts etwas über jene Zeit, als das Haus als Jugendherberge diente. Oder sie unterhalten sich gleich mit dem ganzen Haus, das dank eines Chatbots individuelle Fragen beantworten kann. Dem spielerischen Zugang liegen die Inhalte einer Doktorarbeit über die Geschichte der Bewohnenden zugrunde. Die Gäste können Rückmeldungen zu ihren Erlebnissen geben, die dann direkt in die Entwicklung einfliessen.

Diesen Sommer (1. Juli bis 15. August) führt das Landschaftstheater Ballenberg unter der Regie von Simon Burkhalter das Stück «Akte Zybach» auf und erzählt darin die Geschichte des ersten grossen Versicherungsbetrugs der Schweiz. In den Hauptrollen sind die Schauspieler Daniel Bill und Reto Stalder zu sehen.

Selbstverständlich finden auch beliebte Veranstaltungen wie der Handwerksmarkt (20./21. Juni), die Heilkräutertage (4./5. Juli) und der Herbstmarkt (12./13. September) wieder statt. Und wer selbst aktiv werden möchte, findet in den Ballenberg-Kursen ein breites Angebot: von Flechten, Töpfern und Schmieden über Blockhausbauen, Mähen und Räuchern.

Das Wichtigste in Kürze

Das Freilichtmuseum Ballenberg ist ab 9. April bis und mit 1. November 2026 täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Eintrittspreis beträgt 32 Franken für Erwachsene, Kinder vom 6. bis 16. Geburtstag bezahlen 16 Franken und Kinder unter 6 Jahren dürfen kostenlos ins Museum. Das Freilichtmuseum Ballenberg ist in den Schweizer Museumspass inkludiert, für Raiffeisen MemberPlus ist der Besuch ebenfalls kostenlos.

Neben dem Jahresthema und den Neuheiten bietet das Freilichtmuseum Ballenberg auch in der laufenden Saison ein vielfältiges Angebot. Das Herzstück sind und bleiben die über 100 historischen Gebäude in Kombination mit den Themenausstellungen, die 30 traditionellen Handwerksberufe, die 200 Bauernhoftiere, die zahlreichen Mitmachaktivitäten, Führungen und Veranstaltungen wie die Märchen- und Heilkräutersonntage.

Pressekontakt:

Martin Michel
Geschäftsführer Ballenberg
Freilichtmuseum der Schweiz
Museumsstrasse 100
CH-3858 Hofstetten bei Brienz
+41 33 952 10 30
martin.michel@ballenberg.ch
ballenberg.ch



--- ENDE Pressemitteilung Tierisches Vergnügen auf dem Ballenberg ---

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Ballenberg - Freilichtmuseum der Schweiz


Über Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz:

Über 100 Wohn- und Wirtschaftsbauten aus der ganzen Schweiz sind im Freilichtmuseum Ballenberg zu entdecken und zu bestaunen. Die stattlichen Bauernhäuser, die bescheidenen Bauten der Taglöhner, die Alpsiedlungen oder die Ställe, Scheunen, Speicher, Waschhäuschen und Dörröfen veranschaulichen als architektonische und als sozialgeschichtliche Zeugen das Alltagsleben und die ländliche Kultur vergangener Zeiten.

Die historischen Gebäude konnten am ursprünglichen Standort nicht erhalten bleiben und wurden deshalb sorgfältig abgetragen und auf dem 66 Hektar grossen Museumsgelände wieder aufgebaut. Küchen, Kammern und Wohnstuben vermitteln Einblicke in das ländliche Alltagsleben in der Schweiz.

Die Vertreter der verschiedenen Hauslandschaften der Schweiz bilden jedoch nur einen Teil des Freilichtmuseums Ballenberg. Nach historischen Vorbildern angelegte Bauerngärten, Äcker, Felder, Wiesen und Weiden umgeben die Hofanlagen. In den Gebäuden sind Handwerkerinnen und Handwerker anzutreffen, die mit alten Werkzeugen und Geräten traditionelle Arbeiten ausführen.

Diverse thematische Ausstellungen vermitteln einen Blick hinter die Kulissen des ländlichen Alltags. Und die über 250 Bauernhoftiere – die gesamte Palette der einheimischen Nutztierarten – beleben den Ballenberg auf eindrückliche Weise!


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Quellen:
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