Europäische Buchtour „Forty Letters“ - Women in War

31.03.2026 | von Photobastei Zürich

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


Photobastei Zürich
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31.03.2026, Nach seinem erfolgreichen Filmabend 2024 in der Photobastei 2.0 – mit drei selten gezeigten Filmen von Robert Frank über den Dichter Gregory Corso anlässlich des 100. Geburtstags des in Zürich geborenen Filmemachers Robert Frank (1924–2019) – kehrt der Künstler Erik van Loon am Samstag, den 11. April, in die Photobastei 2.0 in Zürich zurück, um seine Europäische Buchtour für Forty Letters – Women in War zu eröffnen.


Die Lesung findet von 15:00 bis 16:00 Uhr statt.

Forty Letters – Women in War

Forty Letters ist das Ergebnis einer hunderttägigen Recherche durch Zeitungsarchive, wissenschaftliche Studien, Bücher, Museen und Interviews in ganz Europa. Das Buch enthält vierzig prägnante, zutiefst persönliche Briefe, die an vierzig unterschiedliche Frauen gerichtet sind – Musikerinnen, Reporterinnen, Studentinnen, Nonnen, Lehrerinnen, Krankenschwestern und andere, die zwischen 1939 und 1945 in Europa lebten.

Durch diese intimen, oft erschütternden Briefe führt Van Loon die Leserinnen und Leser durch die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs und richtet zugleich den Blick auf die Zeit danach. Sein Ziel ist es, den Stimmen von Frauen wieder Gehör zu verschaffen, deren Erfahrungen in traditionellen historischen Erzählungen lange in den Hintergrund gedrängt wurden. In klarer, zugänglicher englischer Sprache geschrieben, verwandeln die Briefe grosse historische Ereignisse in biografische Porträts von Widerstandskraft, Mut und Verletzlichkeit. Drei der Briefe beziehen sich auf Erfahrungen mit Bezug zur Schweiz.

Unbequeme Wahrheiten

Anstatt bekannte Persönlichkeiten zu feiern, würdigt das Buch vergessene Frauen in Kriegszeiten – und scheut sich nicht vor schwierigen Fragen. Van Loon dankt der englischen Bäuerin Peggy Banham, die noch heute lebt, dafür, dass sie seine Eltern im Jahr 1945 ernährte. Er schildert auch, wie die niederländische Polizei am 14. Mai 1944 mit grossem Eifer Roma und Sinti zusammengetrieben hat – nur damit die meisten von ihnen im Lager Westerbork aufgrund rechtswidriger Verhaftung wieder freigelassen wurden. Zudem zeigt er auf, warum Menschen in sechs „systemrelevanten“ Berufen vor Deportationen bewahrt wurden, wie zwei Dörfer, die Kilometer voneinander entfernt lagen, am selben Tag niedergebrannt wurden, wie ein ukrainischer Puppenspieler einem Massaker entkam und wie einige dänische Widerstandskämpfer beträchtliche Summen verdienten, indem sie jüdische Flüchtlinge nach Schweden übersetzten. Van Loon nennt nicht nur Opfer, sondern auch verurteilte Täter – von denen einige nach dem Krieg erfolgreiche Karrieren machten.

Europäische Buchtour startet in der Photobastei 2.0

Die Europäische Buchtour beginnt am 11. April um 15:00 Uhr in der Photobastei 2.0 in Zürich. Anschliessend liest Van Loon am 13. April im Altroquando in Rom, am 15. April bei Shakespeare & Company in Wien sowie bei Massolit in Budapest und am 17. April bei Sense in Kyjiw. Danach folgen Lesungen am 18. April in Warschau, am 19. April in Prag und am 20. April in Berlin. Zwischen dem 11. Mai und dem 14. Mai.

Medienkontakt:
Romano Zerbini
Verein PhotoCreatives / Photobastei
Sihlquai 125
8005 Zürich
email: romano.zerbini@photobastei.ch
T +41 44 240 22 00
M +41 79 220 09 84



--- ENDE Pressemitteilung Europäische Buchtour „Forty Letters“ - Women in War ---

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Über Photobastei Zürich:

Die Photobastei: Das Haus der Fotografie im Herzen von Zürich Die Photobastei vereint auf zwei Stockwerken museale Ausstellungen mit dem Können der Berufsfotografie und der Leidenschaft für Fotografie. Diese Quadratur des Kreises macht sie zu einem Laboratorium der gegenseitigen Befruchtung mit einer einzigartigen, offenen Atmosphäre – mitten in der Stadt am Limmatplatz!

Auch die Bar ist nicht in erster Linie die Aufforderung zum Konsum, sondern die Einladung zur Auseinandersetzung. Hier trifft man sich und tauscht sich aus. Hier lässt man sich von über 1000 Fotobücher inspirieren, geniesst einen Bilderabend, einen Vortrag, die vielen Vernissagen oder auch eines der zahlreichen Konzerte. Die kleine Bühne bricht bewusst mit dem Monolog ex cathedra, fordert auf zum Dialog und kreiert zuweilen auch Tumulte im Kampf um die vorläufige Deutungshoheit unserer Weltbilder. Lassen auch Sie sich inspirieren!


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