Das Schweizer Traditionsunternehmen Schurter baut ein Drittel der Stellen am Standort Luzern ab. Angestellte Schweiz nimmt den angekündigten Stellenabbau der Schurter mit grosser Besorgnis zur Kenntnis. Der Fall der Schurter reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Verlagerungsentscheiden, die den Werkplatz Schweiz sukzessive aushöhlen.
Aus Sicht des Arbeitnehmerverbands zeichnet sich seit den letzten Monaten ein Muster ab: Traditionsunternehmen verlagern ihre Produktionsstandorte ins Ausland, insbesondere nach Osteuropa und Asien. In der Schweiz bleiben zunächst noch Nullserien und der Fokus auf hochwertige Innovationen.
"Die Schweiz verliert dadurch wichtige Fachkompetenzen und die industrielle Basis," sagt Pierre Derivaz, Rechtsanwalt von Angestellte Schweiz. " Im Land der dualen Berufsbildung sollen wir besonders darauf achten, Produktionsknowhow, nicht nur Engineering Skills, aufrechtzuerhalten."
Sozialverträgliche Lösungen
Vom Traditionsunternehmen Schurter fordert Angestellte Schweiz eine ernsthafte Prüfung von Alternativen statt Entlassungen. Für die Mitarbeitenden, oft langjährig im Betrieb, müssen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.
Dort, wo Stellenabbau unvermeidbar ist, sind Angebote für Weiterbildung und Umschulung bereitzustellen. Sozialverträgliche Lösungen sind entscheidend, um die Folgen der Entlassungen zu minimieren und den betroffenen Mitarbeitenden Perspektiven zu eröffnen.
"Wir erwarten von der Geschäftsleitung, dass sie Verantwortung übernimmt gegenüber den Mitarbeitenden und auch der Region," sagt Pierre Derivaz.
Pressekontakt:
Pierre Derivaz
Recht & Sozialpartnerschaft Angestellte Schweiz
Christian Vogt,
Kommunikation Angestellte Schweiz
Tanja Tanneberger
Kommunikation Angestellte Schweiz





