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La propag andiste idiote (1965) markiert einen entscheidenden Moment in der frühen künstlerischen Entwicklung von Jacqueline de Jong, in dem sich ihre expressionistische, figurative Bildsprache – aufgeladen mit Szenen von Gewalt, Sexualität und politischer Unruhe – vollends herausbildet. Das in Öl auf Leinwand ausgeführte Werk (115 × 72 cm) gehört zur Serie Accidental und zeigt eine chaotische Demonstration, in der verzerrte, kreaturenhafte Figuren Schlagstöcke und Messer schwingen; ihre Körper sind über ein turbulentes Bildfeld hinweg fragmentiert.
Ähnlich wie die gesellschaftskritischen Gemälde von George Grosz und Otto Dix aus den 1920er-Jahren legt De Jongs Komposition die grotesken Unterströmungen von Macht, Ideologie und Massenmanipulation offen. Hier jedoch manifestiert sich der Propagandismus in einer weiblichen Figur, wodurch tradierte geschlechtsspezifische Darstellungen von Autorität und Opferrolle komplexer gefasst werden. Ihre tiefe, dichromatische Farbpalette – zugleich verführerisch und schroff – verleiht der Szene eine irritierende, verstörende Schönheit.
Mit dieser Erwerbung bekräftigt das Kunstmuseum St.Gallen sein Engagement für die radikale Figuration der Nachkriegszeit und würdigt zugleich eine Künstlerin, deren kompromisslose Vision die Verflechtungen von Politik, Gewalt und Begehren mit eindringlicher Klarheit thematisiert.
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Als Schatzkammer der Ostschweiz beherbergt das Museum eine reiche Sammlung von Gemälden und Skulpturen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, die in einer Dauerausstellung gezeigt wird. Das 1877 von Johann Christoph Kunkler im neoklassizistischen Stil errichtete Gebäude lädt ein zum Flanieren durch die Kunst aus Vergangenheit und Gegenwart.
Alt und Neu im Dialog ermöglichen ein abwechslungsreiches Kulturerlebnis, bei dem internationale Wechselausstellungen zu erleben sind oder Meisterwerke der Vergangenheit auf herausragende Vertreter zeitgenössischer Kunst treffen!
Dank einer umfassenden Kunstvermittlung ist das Kunstmuseum St.Gallen ein attraktiver Ort der Begegnung mit Kunst von Gestern und Heute! Die Kunstzone in der Lokremise, die zweite «Spielstätte» des Kunstmuseums, dient als Kulturlabor für zeitgenössische Kunst.
Die unmittelbare Nachbarschaft zu Kinok und Tanz/Theater eröffnet faszinierende inhaltliche Synergien, der rohe Charakter des Innenraumes ermöglicht prozessorientierte Ausstellungen sowie «Artist-in-Residence»-Projekte.
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