Internationaler Frauentag: Zugang zu Ressourcen ermöglichen, Gewalt bekämpfen und Gleichstellung fördern

05.03.2026 | von SWISSAID

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


SWISSAID
Bildrechte: SWISSAID

05.03.2026, Frauen ernähren die Welt - insbesondere in ländlichen Regionen. Obwohl sie es sind, die säen, ernten und produzieren, sind sie als erste von Hunger betroffen. Am Weltfrauentag - 8. März - erinnert SWISSAID an die wichtige Rolle der Frauen in Agrar- und Ernährungssystemen und an die Notwendigkeit, geschlechtsspezifische Ungleichheiten unermüdlich zu bekämpfen.


Frauen sind weltweit besonders von Hunger betroffen: Sie machen 60 Prozent der Menschen aus, die unter Ernährungsunsicherheit leiden. In Subsahara-Afrika leiden zudem fast 40 Prozent an Anämie. Für mehr Ernährungssicherheit bräuchten die Frauen und Kleinbäuerinnen Zugang zu Land. Doch oft sind Frauen nicht Eigentümerinnen der Parzellen, die sie bewirtschaften. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Verein-ten Nationen (FAO) besitzen sie in Entwicklungsländern nur 15 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen, da sie aufgrund der patriarchalischen Systeme oft kein Land erben können. Dies obschon beispielsweise in Guinea- Bissau mehr Frauen - 54 Prozent - Landwirtschaft betreiben als Männer.

Diese prekäre Landbesitzsituation bleibt nicht ohne Folgen: Die Frauen haben kaum Zugang zu Krediten, um Investitionen zu tätigen – etwa das Anpflanzen von Obstbäumen – und sind so noch verletzlicher. Um Abhilfe zu schaffen, unterstützt SWISSAID beispielsweise Kleinbäuerinnen in Guinea-Bissau mit einem gemeinschaftlichen Kredit- und Sparsystem. So können sie Grundstücke erwerben und ihre Ernährungssicherheit verbessern.

Gegen geschlechtsspezifische Gewalt

Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist ebenfalls ein Schwerpunkt bei SWISSAID, insbesondere in den ländlichen Gebieten Kolumbiens. Dort wurden 2025 mehr als 600 Frauenmorde registriert. Die Projekte zielen darauf ab, diese Gewalt zu verhindern und strukturelle Ungleichheiten abzubauen. Im Falle von Gewalt finden die Frauen Unterstützung in Netzwerken, die sich für die Stärkung ihrer Emanzipation einsetzen.

Das Projekt «Frauen erheben ihre Stimme und kämpfen für ihre Rechte» hat zum Ziel, die Teilhabe von Frauen aus ländlichen Gebieten am politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben ihrer Gemeinden durch Schulungen und Sensibilisierungsmassnahmen zu erhöhen. Seit 2024 haben mehr als 12'000 Frauen an Schulungen zu den Themen Frauenrechte und Führungskompetenzen teilgenommen, wodurch sie sich in das politische, wirtschaftliche und soziale Leben ihrer Gemeinde aktiv einbringen konnten.

Ein langer Weg

Trotz der erzielten Fortschritte behindern strukturelle Ungleichheiten und der unzureichende Zugang zu Ressourcen weiterhin die Selbstbestimmung der Frauen. Die von den Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung festgelegten Ziele, insbesondere Ziel 5 zur Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung, sind noch lange nicht erreicht.

«Frauen brauchen Zugang zu Land, Ressourcen, Bildung und Schutz vor Gewalt, um nachhaltige Ernährungssysteme aufzubauen», fordert Valentina Maggiulli, stellvertretende Programmleiterin und Verantwortliche für Genderfragen bei SWISSAID. «Dies sind unverzichtbare Voraussetzungen für eine gerechtere Welt.»

Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerinnen erklärt und heben damit die zentrale Rolle der Landwirtinnen hervor, die einen Grossteil der landwirtschaftlichen Arbeit leisten und einen essentiellen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung leisten. Frauen sind auch das Herzstück der Ernährungssysteme und in Projekten von SWISSAID: Frauenrechte, Zugang zu Ressourcen und Selbstbestimmung für Frauen.

Fotos im Anhang: Bäuerinnen in Bambadinca Cossara und Ponta Nova in Guinea-Bissau. Bildnachweis: Ricci Shryock/SWISSAID

Kontaktpersonen:

Valentina Maggiulli, Stv. Programmleiterin und Themenverantwortliche Gender

Tel: +41 (0)79 358 84 77, v.maggiulli@swissaid.ch

Thaïs In der Smitten, Medienverantwortliche SWISSAID,

Tel: +41 (0)77 408 27 65, media@swissaid.ch



--- ENDE Pressemitteilung Internationaler Frauentag: Zugang zu Ressourcen ermöglichen, Gewalt bekämpfen und Gleichstellung fördern ---

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: SWISSAID


Über SWISSAID:

Eine lebenswerte Zukunft für die nachfolgenden Generationen in den Partnerländern und weltweit: Auf dieses Ziel hin arbeiten wir bei SWISSAID tagtäglich.

Wir, das sind 40 Personen in Bern und Lausanne und rund 150 meist einheimische Frauen und Männer vor Ort. Und ganz viele Partnerorganisationen und Gönnerinnen, auf deren Vertrauen wir seit Jahren bauen.

Wir sind ein Team, das sein Bestes gibt, Herausforderungen sucht, mitredet und hinterfragt, aber auch versteht und respektiert. Kurz: Wir wollen erfolgreich sein und aufrichtig. Erfahren Sie mehr über uns.

Das oberste Gremium von SWISSAID ist der Stiftungsrat. Seit 2019 wird er erstmals von einem Co-Präsidium geführt. Bastienne Joerchel und Fabian Molina sind mit dem Stiftungsratsausschuss für die strategische Leitung der Stiftung verantwortlich.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
news aktuell   HELP.ch


Weitere Informationen und Links:




Help.ch

Ein Angebot von HELP.ch


Swiss-Press.com ist ein Angebot von www.help.ch und die spezialisierte Plattform für Pressemitteilungen aus der Schweiz. HELP.ch sorgt für hohe Reichweite, professionelle Veröffentlichung und maximale Sichtbarkeit Ihrer Unternehmensnews.

Medienpräsenz mit «Aktuelle News»: Nutzen Sie das Netzwerk von «Aktuelle News», um Ihre Presse- und Medienmitteilungen, Events und Unternehmensnews gezielt zu verbreiten.

Ihre Inhalte werden über News-Sites, Google, Social Media und Online-Portale einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zum Netzwerk gehören führende Presseportale wie Aktuellenews.ch, News.help.ch, Swiss-Press.com und Tagesthemen.ch, Eventportale wie Eventkalender.ch und Swisskalender.ch sowie Online-TV-Plattformen wie Aktuellenews.tv und Handelsregister.tv. Insgesamt stehen über 30 Publikationskanäle zur Verfügung, um Ihre Mitteilungen optimal zu platzieren.