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Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 6.01 Milliarden Liter Treibstoffe für den Strassenverkehr in Umlauf gebracht und damit nur unwesentlich weniger als 2024 (6.06 Mia. Liter). Beim Benzinabsatz ist eine leichte Zunahme von 0,3 Prozent und beim Diesel ein Rückgang von –1,9 Prozent zu verzeichnen. Alles in allem zeigt sich somit eine stabile Situation bei den Strassentreibstoffen. «Wir führen das konstant hohe Niveau des Treibstoffabsatzes auf die stetig wachsenden Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung zurück», sagt Avenergy-Geschäftsführer Roland Bilang.
Weiterhin zugelegt hat der Absatz der Biotreibstoffe, wenn auch in bescheidenerem Ausmass als noch im Vorjahr. Insbesondere der Absatz von biogenem Diesel hat sich mit einem Plus von 8.1% erfreulich entwickelt. Dies ist unter anderem auf die zunehmende Verfügbarkeit von HVO (hydrierte Öle aus pflanzlichen Abfällen) zurückzuführen. Der Bioethanol-Absatz nahm um 1.3 Prozent zu. Somit wächst die Bedeutung von Biosprit als Instrument zur Senkung des CO2- Ausstosses weiter.
Erneutes Plus beim Flugpetrol
Zum mittlerweile vierten Mal in Folge hat der Absatz beim Flugpetrol zugenommen. 2025 wurden in der Schweiz 2.32 Milliarden Liter Flugtreibstoffe in Umlauf gebracht, was gegenüber 2024 einem Zuwachs von 3 Prozent entspricht. Auf tiefem Niveau zugenommen hat der Absatz an biogenen oder synthetischen Flugtreibstoffen (Sustainable aviation fuels, «SAF»), von 1.2 Millionen Litern im Vorjahr auf knapp 1.5 Millionen Liter. Somit liegt der Anteil am Gesamtabsatz bei knapp einem halben Promille. «Ob die Vorgaben zur Beimischung von erneuerbaren Flugtreibstoffen im laufenden Jahr eingehalten werden können, ist vor diesem Hintergrund ungewiss», resümiert Roland Bilang. Per 1. Januar 2026 hat die Schweiz die EU-Bestimmung übernommen, wonach dem Flugtreibstoff mindestens 2 Prozent SAF beizumischen sind.
Rückgang beim Heizöl im statistischen Streubereich
Nach wie vor ist Heizöl der bedeutendste Energieträger im Gebäudebereich. 2025 wurde mit knapp 2.3 Milliarden Litern praktisch die gleiche Menge Heizöl abgesetzt wie im Vorjahr. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die vorliegenden Zahlen nicht witterungsbereinigt sind: Das Jahr 2025 war mit 3015 Heizgradtagen kälter als 2024 (2859 Heizgradtage), was sich auf den Heizölabsatz auswirkt. Dennoch zeigt sich: Der seit Jahren feststellbare Absatzrückgang beim Heizöl hat sich weiter abgeschwächt. Swissoil-Geschäftsführer Ueli Bamert konstatiert: «Beim Ersatz der Ölheizung durch erneuerbare Heizsysteme wurden in den letzten Jahren die tiefhängenden Früchte geerntet. Nun zeigt sich: viele Hauseigentümer, die nicht über die nötigen finanziellen Mittel für energetische Sanierungen verfügen, oder deren Gebäude nicht die technischen Voraussetzungen für den Einbau einer Wärmepumpe mitbringen, bleiben so lange wie möglich bei der Ölheizung.» Noch nicht im Markt Fuss fassen konnte Bioheizöl. Dessen Absatz betrug 2025 lediglich 74’000 Liter (2024: 62’000 Liter).
Eine tabellarische Zusammenstellung der Daten liegt bei.
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