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"Der Teufel liegt im Detail" könnte man zum aktuellen Sommerreifentest sagen. Dabei zeigt sich, wie relevant die Ausgewogenheit eine Reifens ist. Nicht umsonst, werden die Produkte in 15 verschiedenen Testkriterien bewertet, welche in die Hauptbereiche "Fahrsicherheit" und "Umweltbilanz" gegliedert sind.
Beim aktuellen Test der Abteilung Test & Technik des Touring Club Schweiz wurden 16 Sommerreifen in der Dimension 225/50 R17 98W/Y geprüft. Diese eignet sich für Fahrzeuge der Mittelklasse wie der VW Sharan, Audi A4, A5 oder TT, BMW 2er, 3er und 4er Reihe, Skoda Octavia Scout und Yeti, Alfa Romeo Giulia, Peugeot 3008, 5008 und Volvo S80, V40, V60 oder V70. Als Testfahrzeuge diente ein Audi A4 Avant.
Nur drei Reifen überzeugen vollständig
Drei Reifen erhalten im Schlussergebnis die Bewertung "sehr empfehlenswert". Der Continental PremiumContact 7, der neue Pirelli Cinturato (C3) und der Goodyear EfficientGrip Performance 2. Diese Modelle haben allesamt eine konstant hohe Leistungsfähigkeit auf allen Fahrbahnarten, ergänzt durch eine überzeugende prognostizierte Laufleistung, geringen Abrieb und eine gute Effizienz.
Knapp unter "sehr empfehlenswert": Sechs Reifen mit leichten Schwächen
Weitere sechs Reifen verfehlen ein "sehr empfehlenswert" teils nur knapp. Der Firestone Roadhawk2 überzeugt bei den Fahreigenschaften, muss jedoch Abstriche bei der Laufleistung und beim Abrieb hinnehmen. Der Falken Ziex ZE320 zeigt leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn sowie bei der prognostizierten Laufleistung. Beim Bridgestone Turanza 6 fallen leichte Defizite in der Fahrsicherheit auf, während er bei der Umweltbilanz mit überzeugenden Ergebnissen punktet.
Ähnlich verhält es sich beim erstmals getesteten Michelin Primacy 5: Auch dieser Reifen zeigt Schwächen bei der Fahrsicherheit, insbesondere auf trockener Fahrbahn, erreicht dafür jedoch die Bestnote in der Umweltbilanz des Tests. Der Maxxis Premitra HP6 lässt vor allem auf nasser Fahrbahn nach; ausschlaggebend für sein lediglich befriedigendes Abschneiden ist jedoch die Laufleistung. Der Kumho Ecsta HS52 zeigt Defizite auf trockener Fahrbahn, zudem werden Abrieb und Effizienz nur mit "befriedigend" bewertet.
"Empfehlenswert", aber nicht ganz ausgewogen
Auf den weiteren Plätzen folgen vier weitere Reifen mit einer insgesamt "empfehlenswerten" Schlussbeurteilung. Bei diesen Reifen sind die Schwächen etwas deutlicher ausgeprägt.
Der BFGoodrich Advantage zeigt Defizite auf nasser Fahrbahn, zudem wird auch sein Abrieb lediglich mit "befriedigend" bewertet. Der Hankook Ventus Prime4 offenbart Schwächen auf nasser Fahrbahn, die sich am Ende so stark auswirken, dass er auch im Gesamturteil nicht über eine befriedigende Bewertung hinauskommt. Der Vredestein Ultrac+ weist Schwächen auf trockener Fahrbahn auf. Bei der Laufleistung erreicht der Reifen gerade noch ein befriedigendes Niveau.
Schlusslicht in dieser Gruppe ist der Greentrac Quest-X. Er zeigt deutliche Defizite beim Bremsen auf nasser Fahrbahn, erreicht im Handling ebenfalls nur eine befriedigende Bewertung und schneidet auch bei Laufleistung, Abrieb und Effizienz lediglich befriedigend ab. Die Summe mehrerer durchschnittlicher Bewertungen wirkt sich deutlich auf das Gesamtergebnis aus.
Fehlende Ausgewogenheit: Die Schlusslichter
Alle drei Reifen am Ende des Testfelds sind sogenannte Budget-Reifen. Oft werden sie im Netz preisgünstig angeboten. Auffällig ist, dass diese Reifen alle aus China stammen. Um Unfälle zu verhindern, sollte das verfügbare Budget sinnvoll für den Reifenkauf aufgeteilt werden. Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, ist es letztlich der Reifen, der mit seinen wenigen Quadratzentimetern Kontaktfläche noch Reserven bietet - oder eben nicht.
Der Lassa Revola verfehlt eine empfehlenswerte Gesamtbewertung zwar nur knapp, schneidet aufgrund deutlicher Schwächen auf trockener Fahrbahn jedoch folgerichtig lediglich mit "bedingt empfehlenswerten" ab. Zusätzlich zeigt der Reifen Defizite bei der Laufleistung und beim Abrieb. Auch der Leao Nova-Force Acro weist ausgeprägte Schwächen auf trockener Fahrbahn auf und lässt darüber hinaus auf nasser Fahrbahn sowie bei Laufleistung und Abrieb spürbar nach.
Schlusslicht des Tests ist der Linglong Sport Master. Er verdeutlicht besonders eindrücklich, dass ein Reifen ausgewogen sein muss und es nicht ausreicht, lediglich in einer einzelnen Disziplin zu glänzen. Zwar erzielt er im Test die besten Ergebnisse auf nasser Fahrbahn - die Performance wurde konsequent in diese Richtung optimiert -, die Kehrseite dieser Auslegung sind jedoch die schwächsten Werte beim Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn und in der Effizienz die geringste Laufleistung sowie der höchste Abrieb im gesamten Testfeld.
Empfehlungen des TCS
Fährt man im Jahr durchschnittlich viele Kilometer, sollte die Wahl auf einen Reifen fallen, der sowohl in der Fahrsicherheit als auch in der Umweltbilanz mit gut bewertet ist. Legt man grossen Wert auf die Performance in den Fahreigenschaften oder stehen die Umwelt- und Wirtschaftlichkeitskriterien im Vordergrund, lassen sich dank der Zwei-Säulen- Struktur geeignete Reifen schneller finden.
Das Portal reifen.tcs.ch bietet die Möglichkeit, mit den entsprechenden Sucheinstellungen den geeigneten Reifen zu finden. Es sollte ein Reifen gewählt werden, der im TCS-Test mindestens "empfehlenswert" ist.
Pressekontakt:
Vanessa Flack, Mediensprecherin TCS
Tel. 058 827 34 41 | vanessa.flack@tcs.ch
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