Presserat warnt vor Folgen der Halbierungsinitiative für den Medienplatz Schweiz

16.02.2026 | von Schweizer Presserat

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


16.02.2026, Der Stiftungsrat des Schweizer Presserats nimmt die bevorstehende Volksabstimmung über die sogenannte Halbierungsinitiative mit Sorge zur Kenntnis. Eine Annahme der Initiative hätte weitreichende negative Folgen, nicht nur für den medialen Service public in der mehrsprachigen Schweiz, sondern für den gesamten Medienplatz Schweiz. Ein Ja würde auch die Arbeit und die Finanzierung des Schweizer Presserats unmittelbar treffen und erschweren.


Der Presserat wird massgeblich von seinen sechs Trägerorganisationen* finanziert. Fünf Trägerorganisationen empfehlen die Ablehnung der Halbierungsinitiative; die "Konferenz der ChefredaktorInnen" äussert sich als Gremium traditionell nicht mit Abstimmungsempfehlungen. Als unabhängige Selbstregulierungsorganisation erfüllt der Schweizer Presserat eine zentrale Funktion für die Qualitätssicherung und Glaubwürdigkeit des Journalismus in der Schweiz. Der Presserat wird sowohl von der privat wie auch von der öffentlich finanzierten Medienbranche getragen und leistet einen unersetzlichen Beitrag zur medienethischen Debatte, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Medien zu stärken. Für den Presserat gehören zu einer funktionierenden Medienlandschaft sowohl öffentlich wie auch privat finanzierte Medien. Ihre Aufgabe ist es, komplementär eine verlässliche journalistische Information der Bevölkerung zu garantieren.

Der Stiftungsrat hält fest, dass eine nachhaltige Finanzierung des Presserats eine Voraussetzung dafür ist, dass dieser seine Aufgaben auch künftig wirksam wahrnehmen kann. Vor diesem Hintergrund gibt der Stiftungsrat zu bedenken, dass die finanziellen Auswirkungen der Halbierungsinitiative weit über die SRG hinausreichen und auch die Medien-Selbstregulierung geschwächt würde. Deshalb spricht sich der Stiftungsrat gegen die Halbierungsinitiative aus.

* impressum - die Schweizer Journalist:innen; SRG SSR; SSM - die Mediengewerkschaft; syndicom, Gewerkschaft Medien und Kommunikation; Verein "Konferenz der ChefredaktorInnen"; Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN

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--- ENDE Pressemitteilung Presserat warnt vor Folgen der Halbierungsinitiative für den Medienplatz Schweiz ---

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Über Schweizer Presserat:

Der Schweizer Presserat dient Publikum und Medienschaffenden als Beschwerdeinstanz. Er wacht über die Einhaltung des für alle Journalisten gültigen Journalistenkodex, der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten».

Der Presserat nimmt auf Beschwerde hin oder von sich aus Stellung zur journalistischen Berufsethik. Beschweren kann sich jedermann, das Verfahren ist kostenlos. Das Gremium urteilt dabei auf Grund des Kodex sowie der von ihm erlassenen Richtlinien.

Im Entscheid beurteilt und begründet der Presserat, ob und warum ein journalistischer Bericht in Presse, Radio, Fernsehen oder Internet den Journalistenkodex verletzt - oder eben nicht. So garantiert der Rat die freiwillige Selbstregulierung der Medienbranche.

Der Presserat trägt aber auch zur Reflexion und Diskussion über grundsätzliche medienethische Themen bei. Und er verteidigt die Presse- und Meinungsäusserungsfreiheit.


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