Dies war der Höhepunkt des Projekts „11-11-11“, das vom Direktor für Ausbildung und Kultur initiiert wurde, um an den elften Jahrestag der Einführung des neuen Bildungsgesetzes zu erinnern. Ziel war es, die Denkweise junger Menschen nach dem Ende der Schulpflicht besser zu verstehen und die am stärksten Betroffenen nach ihrer Meinung zur Schule zu befragen.
Am Freitagmorgen trafen sich im Fribourg Cantonal Hotel zunächst 68 Delegierte der Schulen des Kantons in kleinen Gruppen an runden Tischen unter der Leitung von Schulinspektoren. Jeweils zwei Vertreter der politischen Gruppierungen nahmen ebenfalls teil und wechselten zwischen den Tischen.
Für die Gesprächsrunden wurden aus den elf im Unterricht behandelten Themen die folgenden ausgewählt: Studienplan, Stundenplan, Kleiderordnung, allgemeines Wohlbefinden im CO und Fähigkeiten, die bei Lehrern geschätzt werden.
Eine Stimme
Am Freitagnachmittag füllten die Studierenden den Saal des Grossen Rates zu einer Plenarsitzung unter dem Vorsitz von Präsident Bruno Marmier. Diskutiert wurde die Organisation der Schulzweige an weiterführenden Schulen: Welche Argumente sprechen für den Erhalt der aktuellen Klassenstruktur? Welche Argumente sprechen für ein alternatives Modell oder alternative Modelle? Welche Möglichkeiten würden sich bei einer erneuten Aufarbeitung dieses Themas ergeben?
Nach der Debatte über diese Fragen stimmten die Delegierten der kantonalen Kommunalverwaltungen ab: Mit 55 Ja- und 13 Nein-Stimmen beschlossen sie, die Direktion für Bildung und Kultur zu beauftragen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die die verschiedenen Modelle der Klassenorganisation in den Kommunalverwaltungen analysieren und bewerten soll.
Die Schüler möchten später mit dem Unterricht beginnen.
Die für die Gesprächsrunden und die Plenardebatte ausgewählten Themen stammten aus den elf Themen, die im Herbst in allen 11. Jahrgangsstufen der 23 weiterführenden Schulen des Kantons, insbesondere im Rahmen des Staatsbürgerkundeunterrichts, behandelt wurden. Aus den Unterrichtsdiskussionen ergaben sich folgende Tendenzen:
Die Schüler fanden die Idee besonders gut, den Unterricht morgens später zu beginnen und zwischen den Unterrichtsstunden 5-10-minütige Pausen einzulegen sowie die Mittagspause zu verkürzen.$ Fragen zum Dresscode sind für Studierende von besonderem Interesse. Sie bevorzugen Wirtschaftswissenschaften, Finanzkompetenz, Informatik und digitale Fähigkeiten als Disziplinen, die für das Leben in der heutigen Gesellschaft nützlich sind. Auch Sprachkenntnisse und praktische Lebens- und Verwaltungskompetenzen sind stark gefragt. Studierende legen grossen Wert auf die zwischenmenschlichen Fähigkeiten (Empathie, Geduld, Respekt, aktives Zuhören, Humor), die didaktische Klarheit und die Fachkompetenz der Lehrkräfte sowie deren Unterrichtsmanagement. Eng damit verbunden sind die Leidenschaft für den Beruf und die Wertschätzung der Studierenden. Letztendlich sind es die Prüfungen, die die Schüler am meisten stressen, weit mehr als Schikanen, Konflikte, Hänseleien oder Hausaufgaben.
Schüler, die sich in ihrer Haut wohlfühlen und den Humor der Lehrer schätzen. Diese Schulthemen wurden im Herbst 2025 allen Schülern der 11. Klasse in Form eines individuellen Fragebogens vorgelegt: 3464 Schüler nahmen teil, was einer Rücklaufquote von 85 % entspricht.
Die Ergebnisse zeigen Schüler, die sich in ihrer Haut wohlfühlen, ruhig sind und Interesse an ihrer Schulbildung zeigen:
Für die überwiegende Mehrheit der Schüler (mehr als 75 %) entsprechen die am CO unterrichteten Fächer ihren Bedürfnissen, um sie auf den nächsten Abschnitt ihrer Ausbildung vorzubereiten. Für fast 80 % der Studierenden, die den Fragebogen beantwortet haben, eignen sich Zeitfenster von 45 bis 50 Minuten am besten.
Mehr als 87 % von ihnen sind der Meinung, dass der Einsatz digitaler Werkzeuge (Computer, Tablet, Internet usw.) Teil der Schülerarbeit sein sollte.
Fast 80 % der Schüler geben an, dass ihre Schule über angemessene und ausreichende Einrichtungen verfügt, sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Schulgeländes.
Zwei Drittel sind der Meinung, dass die Kleiderordnung für Schüler nicht in der Schulordnung festgelegt werden sollte.
Drei Viertel der Schülerinnen und Schüler sind der Ansicht, dass Mädchen und Jungen in ihrer Schule gleichberechtigt angesehen und behandelt werden.
Über 85 % der befragten Schüler gaben an, dass sie in der Schule für das, was sie sind, respektiert werden.
Laut den Schülern sind die drei wichtigsten Eigenschaften eines guten Lehrers Humor, Verständlichkeit in den Erklärungen und Geduld.
Im Allgemeinen geben die meisten Schüler an, sich in der Schule wohlzufühlen (85%), im Unterricht etwas wohler (89%) und mit anderen Schülern sogar noch wohler (91%). Drei Viertel von ihnen fühlen sich ausreichend vorbereitet, um die Herausforderungen ihrer Zukunft zu meistern.
Zwei Drittel der Schüler (62 %) sind der Meinung, dass ihre Meinung im Schulleben ausreichend berücksichtigt wird.
Fachspezifische Ebenen
Bezüglich der Klassenorganisation in der Sekundarstufe I (CO) äusserten Schülerinnen und Schüler grosses Interesse an fachbezogenen Leistungsstufen, wie sie in den Kantonen Waadt, Neuenburg und Wallis praktiziert werden, um eine Gesamtrangliste zu vermeiden. Im Vorfeld der Debatte am 23. Januar äusserten viele Klassen den Wunsch nach einer offiziellen Studie zum Vergleich der Modelle. Das Auswahlverfahren am Ende der Grundschule wird als Quelle von Stress und Druck empfunden. Darüber hinaus wird die Stigmatisierung des EB-Zweigs (Basic Requirements) entschieden abgelehnt, und es wird gefordert, das Bezeichnungssystem umzubenennen oder zu überdenken.
Die Studierenden stellten die Möglichkeit in Frage, bereits früher im Lehrplan nützlichere und berufsbezogene Wahlfächer einzuführen.
Die Entwicklung der Schule
Diese Perspektive der Schüler auf die Schule ergänzt verschiedene in den letzten Monaten durchgeführte Beurteilungen: COFO-Ergebnisse, Ergebnisse des SEnOF-Audits, Treffen mit Schulleitern, Lehrern, Elternvereinigungen, Gemeinderäten usw. Diese Zusammenstellung von Informationen aller Schulpartner wird die Diskussion über die zukünftige Entwicklung der Schule bereichern.
Medienkontakt:
Direktion für Ausbildung und kulturelle Angelegenheiten
1 Rue de l'Hôpital,
1700 Freiburg
T +41 26 305 12 06
--- ENDE Pressemitteilung Die Schüler der 11. Klasse debattieren im Grossen Rat über die Schule. ---
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Der Pré de Riva ist eine rekonstruierte Pfahlbausiedlung in Gletterens bei Vallon, südlich des Neuenburgersees. Auf der nördlichen Seite nur etwa 26 km entfernt liegt im Kanton Neuenburg (auf Höhe des A5-Tunnels) ein weiterer archäologischer „Park Laténium“ in Hauterive, östlich von Neuenburg (Neuchatel), der an die Stelle des „Musée cantonal d´archéologie“ getreten ist und latènezeitliche Funde zeigt.
Das Freiburgerland ist eine "crazy" Region, eine seitenverkehrte Welt... kühle Berge im Süden und warme Seen im Norden. Aber auch zwei Sprachen und drei unterschiedliche Ferienregionen auf kleinstem Raum: Voralpen, Stadt Freiburg und Drei-Seen-Land.
In den Voralpen mischen sich schweizerisches Heidi-Feeling und Moderne. Beispielsweise in Gruyères mit seiner mittelalterlichen Schlossanlage und dem futuristisch anmutenden Museum des Alien-Kreators H.R. Giger. Einmalige Bike- und Wandergebiete finden sich um Schwarzsee, Charmey, Bulle, Moléson und Les Paccots. Keinesfalls darf ein Besuch einer Schaukäserei versäumt werden.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.