Nach einer Hirnverletzung infolge eines Schlaganfalls, Schädel-Hirn-Traumas oder Hirntumors beginnt vieles wieder von vorne. Alltägliche Dinge wie beispielsweise das Gehen oder sich Anziehen müssen wieder erlernt werden. Kaum einer weiss besser als Kevin Lötscher, was ein kompletter Neuanfang bedeutet. Der ehemalige Eishockey-Profi wurde vor zwölf Jahren auf einem Gehweg angefahren und durch das erlittene Schädel-Hirn-Trauma jäh aus dem Leben gerissen.
«Ich konnte nicht mehr laufen, nicht mehr sprechen, ich wurde flüssig ernährt – es war, als wäre meine Festplatte einmal gelöscht worden.»,
sagt Kevin Lötscher.
Entgegen aller Erwartungen, kämpfte sich Lötscher zurück aufs Eis. Drei Jahre später, als ihm klar wurde, dass er es nie mehr auf sein altes Niveau schaffen würde, war das Karriereende die logische Folge. Ein schwieriger Schritt, der von zahlreichen Hochs und Tiefs begleitet wurde. Dank der Unterstützung seiner Familie und Freunde sowie professioneller Hilfe hat er es geschafft. Er betont aber auch: «Das Wichtigste, ist der Glaube an sich selbst. Denn, wenn man es selbst nicht tut, weshalb sollten es andere dann tun?»
Mit seiner eigenen Firma SORGHA GmbH, die auf Schweizerdeutsch für «sich Sorge tragen» steht, hat er sich ein neues Standbein aufgebaut. In Vorträgen und Input-Referaten erzählt er von seinem Weg zurück ins Leben und, wie ihm sein Neuanfang gelungen ist. Damit, und neu auch als Botschafter von FRAGILE Suisse – der schweizerischen Patientenorganisation für Menschen mit einer Hirnverletzung und Angehörige – möchte er anderen Mut machen. Insbesondere denjenigen, die nicht ganz so viel Glück hatten wie er. Sein Ziel ist es, Menschen in einer ähnlichen Situation etwas zurückzugeben und sie mit seinen persönlichen Erfahrungen zu inspirieren. Dadurch möchte er ihnen dazu verhelfen, einen ganz eigenen, individuellen Weg zu finden und an einen Neustart zu glauben. Dabei spricht er auch offen über die Schwierigkeiten, die er hatte und plädiert dafür, dass «sich Hilfe zu holen», kein Zeichen von Schwäche, sondern eines von Stärke ist. Denn der richtige Support nach einer Hirnverletzung ist aus seiner Sicht zentral.
Möchten Sie mehr über die Zusammenarbeit zwischen dem ehemaligen Eishockey-Profi und der Patientenorganisation erfahren? Sind Sie an einem individuellen Interview mit FRAGILE Suisse und/oder nach Möglichkeit mit Kevin Lötscher interessiert? Gerne stehen wir Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung.
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Jana Bauer
Leiterin Kommunikation, Marketing und Fundraising
FRAGILE Suisse
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