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Firmengruppe Liebherr - Geschäftsjahr 2022 mit neuem Rekordumsatz

04.04.2023 | von LIEBHERR-INTERNATIONAL AG


LIEBHERR-INTERNATIONAL AG

04.04.2023, Bulle (Schweiz) (ots) - Die Firmengruppe Liebherr hat das Jahr 2022 mit einem neuen Rekordumsatz von 12.589 Mio. EUR abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Unternehmen somit ein Umsatzwachstum von 950 Mio. EUR oder 8,2 %.

Schwierige Rahmenbedingungen, rapide gestiegene Lebensmittel- und Treibstoffpreise sowie die anhaltende Corona-Pandemie und damit verbundene regionale Lockdowns belasteten im vergangenen Geschäftsjahr die wirtschaftliche Entwicklung und verlangsamten das Wirtschaftswachstum. Dennoch legte Liebherr beim Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. So hat die Firmengruppe in zehn ihrer 13 Produktsegmente teils deutliche Umsatzsteigerungen erzielt. Sie übertraf damit ihren bisherigen Umsatzrekord aus dem Jahr 2021 um 950 Mio. EUR.

Der Umsatz in den sieben Produktsegmenten Erdbewegungsmaschinen, Materialumschlagmaschinen, Spezialtiefbaumaschinen, Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane, Betontechnik und Mining betrug insgesamt 8.561 Mio. EUR und lag damit 6,9 % über dem Vorjahresniveau. In den sechs Produktsegmenten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Kühl- und Gefriergeräte, Komponenten und Hotels erzielte Liebherr einen Gesamtumsatz von 4.028 Mio. EUR, was einem Zuwachs von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Innerhalb der Europäischen Union, der für die Firmengruppe traditionell stärksten Absatzregion, konnte der Umsatz leicht gesteigert werden. Die Wachstumsraten in den EU-Märkten schwankten, wobei sich insbesondere in den Niederlanden und Italien das Geschäft positiv entwickelt hat. In Nordamerika sowie in Mittel- und Südamerika entwickelte sich Liebherr äusserst positiv, wobei starke Wachstumsimpulse aus den USA und Kanada sowie erneut aus Brasilien kamen. Ein erfreuliches Plus verzeichnete die Firmengruppe auch in Afrika sowie im Nahen und Mittleren Osten. Leicht über dem Niveau des Vorjahres lag der Umsatz in Asien und Ozeanien.

Die Firmengruppe Liebherr erzielte 2022 ein Jahresergebnis von 2 Mio. EUR. Betriebs- und Finanzergebnis haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Erneut gewachsen ist im Geschäftsjahr 2022 die Mitarbeiterzahl. Zum Jahresende beschäftigte die Firmengruppe Liebherr weltweit insgesamt 51.321 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 1.710 mehr als im Vorjahr.

Traditionell hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung

Als Technologieunternehmen verfolgt die Firmengruppe das Ziel, den technologischen Fortschritt in den für Liebherr relevanten Branchen massgeblich mitzugestalten. Im vergangenen Jahr investierte die Firmengruppe deshalb 588 Mio. EUR in Forschung und Entwicklung. Ein Grossteil davon floss in die Entwicklung neuer Produkte. Zahlreiche Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten wurden initiiert oder fortgesetzt.

Ein Schwerpunkt der Forschungsprojekte bei Liebherr sind weiterhin alternative Antriebe. Im Rahmen ihres technologieoffenen Ansatzes, der unterschiedlichste Einsatzgebiete und Produktanforderungen von Kunden weltweit berücksichtigt, arbeitet die Firmengruppe unter anderem am verstärkten Einsatz von hydrierten Pflanzenölen (HVO). Der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnene Kraftstoff kann in einem Grossteil der Liebherr-Baumaschinen, Krane und Miningmaschinen unmittelbar zum Einsatz kommen und so auch die CO2-Emissionen von Bestandsflotten deutlich reduzieren. Eine absolute Neuheit ist der R 9XX H2: Der mit dem Bauma-Innovationspreis für Klimaschutz ausgezeichnete Raupenbagger wird mit dem Wasserstoff-Verbrennungsmotor H966 von Liebherr betrieben und stösst im Baustellenbetrieb fast kein CO2 aus. Liebherr setzte ausserdem seine Forschung auf dem Gebiet der Brennstoffzellensysteme für die Luftfahrtindustrie fort. Das erste dieser Systeme konnte in 2022 erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Auf dem Gebiet der elektrischen Antriebe zählt Liebherr seit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sechs neue Modelle zu seiner Unplugged-Reihe, die aus batteriebetriebenen, lokal emissionsfreien Raupenkranen sowie Ramm- und Bohrgeräten bis 400 Tonnen besteht. Darüber hinaus ist der neue Kompaktkran LTC 1050-3.1 E zusätzlich zum konventionellen Antrieb mit einem Elektromotor ausgestattet. Eine weitere Neuentwicklung von Liebherr ist das mobile Energiespeichersystem Liduro Power Port (LPO) zur Stromversorgung hybrider oder vollelektrischer Baumaschinen und Anlagen auf Baustellen.

Zu den Entwicklungsschwerpunkten der Firmengruppe zählt auch die Digitalisierung. Die neue LICCON3- Kransteuerung in den Modellen LTM 1110-5.2 und LTM 1100-5.3 legte den Grundstein für eine neue, digitalisierte Generation von Mobilkranen. Weiterentwickelt wurde unter anderem LiTool, ein Auslegungs- und Simulationsprogramm für erhöhte Qualität von Verzahnwerkzeugen. Im Bereich der Komponenten setzte Liebherr verschiedene Kamera-Monitor-Systeme und Rundumsichtlösungen um. Um in der Betontechnik Daten zur Prozessoptimierung sammeln und aufbereiten zu können, startete im Berichtsjahr die Entwicklung einer Software für Steuerungstechnik. Zudem wurden in mehreren Produktsegmenten die bestehenden Technologien zur Fernsteuerung, Automatisierung und Vernetzung optimiert. Gearbeitet wurde zum Beispiel am Teleoperations-System Liebherr-Remote-Control (LiReCon). Mit ihm lassen sich sowohl Krane als auch Erdbewegungsmaschinen wie Bagger, Radlader und Planierraupen sicher und komfortabel aus der Ferne steuern. Liebherr hat im vergangenen Jahr auch im Bereich Assistenzsysteme weiterentwickelt. Hervorzuheben ist etwa die Erweiterung der Assistenzsysteme für Mining-Trucks um die Trolley Guidance- und Crusher Guidance-Systeme, welche die Bedieneffizienz und die Betriebssicherheit erhöhen.

Investitionen in Produktion, Vertrieb und Service

Investitionen in Höhe von 863 Mio. EUR flossen in die Produktionsstätten und das weltweite Vertriebs- und Servicenetz. Die Investitionen erhöhten sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 121 Mio. EUR. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 528 Mio. EUR gegenüber. So baute die Firmengruppe ihre Vertriebs- und Serviceaktivitäten auf dem französischen Markt aus und erweiterte die Liebherr Distribution et Services France SAS um eine neue Zweigstelle, die sich in Taverny bei Paris befindet. Im Segment Aerospace und Verkehrstechnik eröffnete Liebherr eine Reparaturwerkstatt in Singapur und beantragte eine Erweiterung des Standortes in Campsas bei Toulouse (Frankreich), um dort die Herstellung von Wärmetauschern auszuweiten. Um die Aufarbeitung von gebrauchten Bauteilen weiter auszubauen und somit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten, begann Liebherr am Standort Jakarta (Indonesien) mit dem Bau eines neuen Remanufacturing-Workshops. In Österreich setzte Liebherr am Standort Telfs den Bau eines neuen Logistikzentrums fort. Dort wird zukünftig der grösste Teil des Produktionsmaterials gelagert. In Oberopfingen (Deutschland) wurden die Baumassnahmen für ein neues Hydraulikzylinder- Werk initiiert und im Segment der Turmdrehkrane plant Liebherr am Fertigungsstandort Pune (Indien) eine Erweiterung der bestehenden Fabrikhalle. Mit der Eröffnung der neuen Reparaturniederlassung in Ehingen-Berg (Deutschland) ging Liebherr den ersten Schritt einer grossflächigen Werkserweiterung am Standort Ehingen, die höhere Produktionskapazitäten und eine Optimierung der Serviceangebote ermöglicht. Bis 2024 sollen alle Projektmassnahmen an der Reparaturniederlassung in Ehingen-Berg abgeschlossen sein. Des Weiteren investierte die Firmengruppe im Berichtsjahr intensiv in emissionssenkende und energiesparende Massnahmen an verschiedenen Standorten, wie beispielsweise Photovoltaikanlagen, LEDs als Lichtquellen sowie die weitere emissionsarme Gestaltung des Werksverkehrs durch elektrische Antriebe und die Verwendung von HVO.

Ausblick auf 2023

Die Firmengruppe Liebherr ist mit einer positiven Auftragslage in das Jahr 2023 gestartet. Hinsichtlich des Krieges in der Ukraine besteht allerdings weiterhin grosse Unsicherheit, ob und inwiefern ein graduelles Nachlassen eintritt, die Sanktionen in Kraft bleiben und eine Gasmangellage, welche Rationierungen zur Folge hätte, vermieden werden kann. Gleichzeitig bestehen noch immer gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten bezüglich der Dauer und Verteilung des erwarteten Rückgangs der Wirtschaftsaktivität in Europa, der Dauer der breiten Preissteigerungen bei vielen Gütern und Dienstleistungen und der Knappheit bestimmter Rohstoffe und Arbeitskräfte. Gleiches gilt für Engpässe in unterschiedlichen Lieferketten. Ebenfalls unklar ist, wie sich fiskal- und geldpolitische Massnahmen auf die Firmengruppe Liebherr auswirken. Gesamtwirtschaftlich kann jedoch die geringere Inflation Unsicherheiten reduzieren und so die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Firmengruppe erhöhen. Nach den erfolgreichen vergangenen Geschäftsjahren rechnet Liebherr auch für das Jahr 2023 mit einem weiteren Umsatzwachstum.

Am Montag, den 3. April 2023, veröffentlicht die Firmengruppe Liebherr ihren aktuellen Geschäftsbericht. Dieser enthält neben detaillierten Zahlen einen Magazinteil, der auf das vergangene Geschäftsjahr zurückblickt. In einem Interview ziehen Dr. h.c. Dipl.-Kfm. Isolde Liebherr, Dr. h.c. Dipl.-Ing. (ETH) Willi Liebherr, Jan Liebherr und Patricia Rüf ihr Fazit für 2022.

Pressekontakt:
Philipp Hirth
Head of Public Relations
Liebherr-International AG
Bulle / Schweiz
Telefon: +49 7351 / 41 - 4445
E-Mail: philipp.hirth@liebherr.com

--- ENDE Pressemitteilung Firmengruppe Liebherr - Geschäftsjahr 2022 mit neuem Rekordumsatz ---

Über LIEBHERR-INTERNATIONAL AG:
Selbstverständnis als Familienunternehmen Liebherr ist und bleibt ein hundertprozentiges Familienunternehmen. Deshalb ist die Firmengruppe untrennbar mit der Familie Liebherr verbunden. Die werteorientierte Firmenkultur sorgt für einen starken Zusammenhalt und ein vertrauensvolles Verhältnis zu Partnern und Kunden.

Familienunternehmen aus Tradition Liebherr wurde 1949 durch Hans Liebherr gegründet. Seinen Ideen und seinem grossen persönlichen Einsatz verdankt das Unternehmen das erfolgreiche Wachstum und die solide Struktur. In mehr als 60 Jahren Unternehmensgeschichte hat Liebherr Stabilität und Verlässlichkeit bewiesen - aufgrund des persönlichen Einsatzes der Firmeneigentümer und des Selbstverständnisses als Familienunternehmen.

Als unabhängiges Familienunternehmen verfügt Liebherr über eine grosse Handlungs- und Entscheidungsfreiheit in allen Aktivitäten. Die Aktionäre der Firmengruppe sind Nachkommen des Firmengründers in der zweiten und dritten Generation und selbst im Unternehmen aktiv. Sie führen die Firma in der Tradition fort und sorgen damit für Kontinuität und Sicherheit.

Führung mit Verantwortung Die Familiengesellschafter sind sich ihrer unternehmerischen Verantwortung bewusst und geben einen klaren und strukturierten Weg für die solide Weiterentwicklung des Unternehmens vor. Dabei bilden die Sicherheit der Arbeitsplätze und die Wahrung der Integrität als Geschäftspartner wichtige unternehmerische Direktiven.

Dank der hohen Eigenkapitalquote und eines breit diversifizierten Produktprogramms kann Liebherr marktbedingte Konjunkturschwankungen ausgleichen. Im Sinne eines langfristig und perspektivisch ausgerichteten Erfolgs werden erzielte Gewinne reinvestiert und verbleiben im Unternehmen. Diese solide finanzielle Basis sichert neben der verantwortungsvollen Führung die Zukunft des Unternehmens und die Sicherheit von Arbeitsplätzen.

Werteorientierte Unternehmenskultur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Teil des Familienunternehmens. Aus diesem Grundverständnis heraus schafft die Unternehmensführung Freiräume für eigenverantwortliches Handeln und spricht Vertrauen aus. Jeder Einzelne fühlt sich für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich und dient dem Ganzen mit grossem Engagement und Leidenschaft.

Auch mit Kunden und Geschäftspartnern pflegt Liebherr eine langfristige, enge Zusammenarbeit über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Diese ist von gegenseitigem Respekt, Fairness und Vertrauen geprägt. Liebherr legt Wert darauf schnell und flexibel auf die Wünsche der Kunden zu reagieren und diese mit Hilfe innovativer Technologien in die Tat umzusetzen. Dabei gelten höchste Qualitätsansprüche. Eine enge Kundenbeziehung und der hohe Stellenwert des Kundennutzens begründen den Unternehmenserfolg und sind Teil der Tradition als Familienunternehmen.

Quellen:
news aktuell   HELP.ch


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