PwC-Studie bei Schweizer KMU und Familienunternehmen Energiesituation: Sorge ja, Krise nein

15.12.2022 | von PricewaterhouseCoopers


PricewaterhouseCoopers

15.12.2022, Das Energiethema gilt bei den KMU als Sorge Nr. 3, gleichauf mit der Inflation. 47% der befragten Unternehmen erwarten keine Umsatzeinbussen. 54% der Studienunternehmen sparen schon heute Strom. 68% könnten bei eingeschränkter Energie ihren Betrieb aufrechterhalten. 88% der Befragten ziehen keinen Stellenabbau in Betracht. Über 91% der Studienunternehmen sehen ihre Existenz nicht gefährdet.

Alle sprechen von der Energiekrise. Doch was meinen die betroffenen Unternehmen damit genau? Wie schätzen sie das Risiko der steigenden Energiepreise und drohender Energielücken ein? Und wie bereiten sie sich auf den Notfall vor? Antworten auf diese und weitere Fragen rund ums Energiethema hat PwC Schweiz mit einer Umfrage, an der 137 KMU und Familienunternehmen teilgenommen haben, eingeholt. «Die Energiekrise bereitet den Schweizer KMU zwar Sorgen, aber keine schlaflosen Nächte. Die KMU sehen ihre Existenz nicht gefährdet und sind gut auf den Notfall vorbereitet», lautet das Fazit von Norbert Kühnis, Leiter Familienunternehmen und KMU bei PwC Schweiz.

Wichtig, aber nicht Sorge Nr. 1

Auf dem Sorgenbarometer der Unternehmen rangiert die Energiekrise mit 45% der Nennungen ex aequo mit der Inflation auf Platz drei. Noch mehr Sorgen bereiten den Entscheidungstragenden die aktuellen Lieferkettenprobleme. Den Spitzenplatz belegt mit 65% der Nennungen der Fachkräftemangel. Dieser beschäftigt Schweizer Unternehmen unabhängig von Branche oder Grösse. 45% der Befragten geben an, dass ihnen die Energiekrise überhaupt oder fast keine Sorgen bereiten würde. 47% gehen nicht davon aus, dass ihre Umsätze unter der Energiekrise leiden. 22% beziffern die erwarteten Umsatzeinbussen auf 1% bis 4%.

Bereit für den Notfall

83% der Studienunternehmen sind überzeugt, ihr wirksamstes Energiesparpotenzial zu kennen. Schon heute reduzieren 54% der Befragten ihren Stromverbrauch. 30% haben einen Krisenstab etabliert, der Massnahmen konzipiert hat oder an solchen arbeitet. Nur gut jedes zehnte Unternehmen (12%) erläutert, keine Massnahmen geplant oder umgesetzt zu haben. Jene Unternehmen, die bereits Energiesparmassnahmen entwickelt haben, sehen diese zu 57% als sofort und zu 24% als innerhalb weniger Wochen wirksam. Zwei Drittel der Befragten könnten ihren Betrieb auch dann aufrechterhalten, wenn aufgrund eines Energiemangels die Strom- und Gaszufuhr reduziert werden würde.

Arbeitsplätze und Existenz gesichert

88% der Studienunternehmen denken nicht an einen Stellenabbau, um den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken. Für knapp zwei Drittel (63%) ist auch Homeoffice keine gangbare Lösung. Bei der Frage der Existenzbedrohung sind sich die Studienunternehmen einig: 91% der Befragten sehen die Existenz ihres Unternehmens in den kommenden sechs Monaten durch die Energiekrise nicht gefährdet.

Über diese Studie

Die Kurzstudie zur Energiekrise wurde von PwC im November 2022 auf der Grundlage eines Online-Fragebogens durchgeführt. 137 Schweizer Unternehmen haben an der Umfrage teilgenommen. Sie stammen zu 42% aus der verarbeitenden Industrie. Zudem sind Baugewerbe, Detailhandel, Informatik, Kommunikation, Unterhaltung, Gastgewerbe, Energie und Finanzwelt vertreten. 47% der Studienunternehmen beschäftigen mehr als 250 Mitarbeitende, 17% weniger als 50 Mitarbeitende.

Emily Siebeneich

PwC | Communications Consultant

Office: +41 58 792 44 00
Email: emily.siebeneich@pwc.ch
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--- ENDE Pressemitteilung PwC-Studie bei Schweizer KMU und Familienunternehmen Energiesituation: Sorge ja, Krise nein ---

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Quellen:
news aktuell   HELP.ch


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