Bundesamt für Energie - Trend hält an: Elektrogeräte werden immer effizienter

06.12.2022 | von Bundesamt für Energie BFE


Bundesamt für Energie BFE

06.12.2022, Bern - Tiefkühlgeräte, Wäschetrockner, PC oder Geschirrspüler verbrauchen immer weniger Strom. Das zeigt eine vom Bundesamt für Energie (BFE) in Auftrag gegebene Analyse der in der Schweiz verkauften Haushaltgrossgeräte und Elektronikgeräte. Der Gesamtenergieverbrauch der Geräte ist im beobachteten Zeitraum (2002-2021) gesunken (-16,3%), und dies obwohl gleichzeitig die Anzahl Geräte zugenommen hat (+41,2%). Die Daten stammen vom Fachverband Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe Schweiz (FEA) und vom Schweizerischen Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations-, und Organisationstechnik (Swico).

2021 waren in der Schweiz 49,3 Millionen Haushaltgrossgeräte, IT-, Büro- und Unterhaltungselektronik- Geräte in Gebrauch. Das sind 41,2% mehr als im Jahr 2002 (34,9 Millionen). Die Geräte verbrauchten 2021 zusammen 6,5 Terawattstunden (TWh) Strom (11,2% des schweizerischen Stromendverbrauchs). Das sind 1,3 TWh oder 16,3% weniger als 2002 (7,8 TWh).

Einen grossen Effizienzsprung seit 2002 verzeichnen die IT-, Büro- und Unterhaltungselektronik- Geräte (wie PCs, Monitore, usw.). Sie verbrauchen 53% weniger Energie als noch 2002. Bei Kühlschränken, Tiefkühlgeräten, etc. stieg die Effizienz gegenüber 2002 um 32%. Mit Effizienzgewinn ist die theoretische Verbesserung gemeint, wenn die Stückzahlen im aktuellen Jahr gleich wären wie 2002.

Der über alle Geräte gemittelte spezifische Verbrauch pro Gerät sank bei den Haushaltgrossgeräten von 387 kWh (2002) auf 271 kWh (2021). Die Elektrogeräte verbrauchten 2002 im Mittel rund 130 kWh, 2021 waren es noch 47 kWh.

Die berechneten Energieverbrauchswerte basieren im Wesentlichen auf den Angaben der Energieetikette (z.B. TV-Geräte) oder auf Angaben der Hersteller. Die effektiven Verbräuche können davon abweichen, wo das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer nicht den Annahmen der Energieetikette entspricht, respektive ein abweichendes Nutzerverhalten unterstellt wurde. (z.B. bei den TV-Geräten und den Computern).

Haushaltgrossgeräte (2002 bis 2021)
In der Schweiz waren 2021 über 18,75 Millionen Haushaltgrossgeräte im Einsatz. Das sind 38,6% mehr als 2002 (13,5 Millionen). Ihr Energieverbrauch ist im gleichen Zeitraum um 2,9% gesunken: von 5’232 auf 5’077 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh).

Bei allen Gerätekategorien gibt es seit 2002 eine erhebliche Steigerung der Energieeffizienz.

Der Effizienzgewinn der Haushaltgeräte beträgt rund 32%.

Die grössten Stromverbraucher in der Kategorie der Haushaltsgrossgeräte sind Elektroherde/Backöfen (1’453 Mio. kWh), Kühlgeräte (1’049 Mio. kWh) sowie Wäschetrockner (770 Mio. kWh).

Ab März 2021 wurden in der Schweiz die neuen Energieetiketten eingeführt – mit einer Übergangsfrist bis Ende 2021. Für Tief- und Kühlgeräte, Waschmaschinen, Waschtrockner, Geschirrspüler und elektronische Displays (Fernseher, Monitore) weisen die neuen Labels wieder wie ursprünglich nur die Klassen A bis G auf, ohne +-Erweiterungen. Es ist davon auszugehen, dass diese Veränderung zu einer positiven Entwicklung der Effizienz von Elektrogeräten führen wird.

IT, Büro- und Unterhaltungselektronikgeräte (2000 bis 2021)
In der Schweiz waren 2021 rund 30,5 Millionen IT-, Büro- und Unterhaltungselektronik-Geräte im Einsatz. Das sind 51,6% mehr als im Jahr 2000 (20,1 Millionen). Trotz höherer Leistungsfähigkeit und längerer Nutzungsdauer ist ihr Energieverbrauch im selben Zeitraum um 44,8% zurückgegangen: von 2’612 auf 1’443 Mio. kWh.

Im Unterhaltungsbereich (TV, Video und Set-Top Boxen) ist die Energieeffizienz zwischen 2000 und 2020 um beachtliche 54.7% gestiegen. Allerdings: Der Anteil grosser TV-Geräte (Bildschirmdiagonale über 32 Zoll) wirkt verbrauchssteigernd, da diese über zusätzliche Funktionen verfügen und daher mehr Energie pro Fläche verbrauchen.

Im IT-Bereich sind alle Gerätekategorien zwischen 2000 und 2021 sparsamer geworden (Effizienzgewinn: +52.5%).

Dank der erzielten Effizienzgewinne war der Energieverbrauch der IT-, Büro- und Unterhaltungselektronik-Geräte 2021 um 1’892 Mio. kWh oder 56.7% tiefer als der hochgerechnete Verbrauch der Geräte mit der Effizienz aus dem Jahre 2000.

Gründe für den hohen Verbrauchsrückgang sind technologische Fortschritte aber auch veränderte Kaufpräferenzen (weniger Desktops, dafür mehr Laptops und Tablets), die Einführung von Mindestanforderungen beim Stand-by-Verbrauch oder die Wirkung der Einführung von Energieetiketten und Labels wie «Energy Star».

Die stärkste Bestandszunahme seit dem Jahr 2000 gab es bei den Notebooks (+5,3 Millionen Stück), Tablets (+4,5 Millionen) und Set-Top Boxen (+3 Millionen).

Die Zunahme bei den Bildschirmen hält an. 3,7 Millionen Bildschirme waren 2021 im Einsatz. Das ist mehr als im Pandemie-Jahr 2020 (3,3 Millionen). Das könnte damit zusammenhängen, dass Homeoffice als Arbeitsform auch nach dem 2020 weitergeführt wird. Auch bei Notebooks und Beamern nahm der Bestand 2021 zu.


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BFE-Medienstelle
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--- ENDE Pressemitteilung Bundesamt für Energie - Trend hält an: Elektrogeräte werden immer effizienter ---

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Das BFE schafft die Voraussetzungen für eine ausreichende, krisenfeste, breit gefächerte, wirtschaftliche und nachhaltige Energieversorgung. BFE sorgt für hohe Sicherheitsstandards bei der Produktion, dem Transport und der Nutzung von Energie. Sie schafft die Rahmenbedingungen für einen effizienten Strom- und Gasmarkt sowie eine angepasste Infrastruktur.

BFE setzt sich ein für eine effiziente Energienutzung, für die Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien sowie für die Senkung der CO2-Emissionen.Sie fördert und koordiniert die nationale Energieforschung und unterstützt den Aufbau neuer Märkte für eine nachhaltige Energieversorgung und -nutzung.

Quellen:
HELP.ch   Schweizerische Eidgenossenschaft


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