GastroSuisse: Der Bundesrat hat die Anliegen der Branche gehört

24.06.2021 | von GastroSuisse


GastroSuisse

24.06.2021, Zürich - Die Situation ist vergleichbar zum Vorjahr, aber dank dem guten Impffortschritt ist die Ausgangslage sogar besser. Es ist somit höchst erfreulich, dass der Bundesrat heute beschlossen hat, die Massnahmen im Gastgewerbe stark zu lockern, ähnlich wie im letzten Sommer, und das bereits ab Samstag, 26. Juni. Im Aussenbereich gibt es abgesehen vom Abstand zwischen den Gästegruppen keine Einschränkungen mehr. Im Innenbereich sind nun auch grössere Gästegruppen möglich. Die Masken werden getragen, sobald Gäste anwesend sind und man nicht sitzt. Die Kontaktdaten müssen nur noch im Innenbereich von einer Person je Gästegruppe erfasst werden. Auch für Veranstaltungen wurden wichtige Lockerungsschritte beschlossen. Damit die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben im Herbst nicht wieder eingeschränkt werden, gilt es im Sommer die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Die Kapazität der IPS-Betten muss bei Bedarf erhöht werden können.

Der Bundesrat hat heute grössere Lockerungen als erwartet beschlossen. "Für unsere Branche als auch für die Bevölkerung ist das ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Normalität", sagt Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse. So werden im Aussenbereich bereits ab Samstag praktisch alle Einschränkungen aufgehoben - keine Maske, keine Sitzpflicht, keine Beschränkung der Gästegruppe mehr. Auch im Innenbereich wird stark gelockert: Ab Montag gibt es keine Beschränkung mehr der Grösse der Gästegruppen. "Wir freuen uns sehr darauf", sagt Platzer. Dies gibt uns eine echte Perspektive. "Wir hatten aufgezeigt, dass strengere Massnahmen als im letzten Sommer nicht verhältnismässige wären", sagt Platzer und betont: "Der Bundesrat hat uns gehört und das freut uns ausserordentlich."

Im Innenbereich wurde die Benachteiligung gegenüber den privaten Bereichen endlich eliminiert und je nach Konzept sind jetzt auch Veranstaltungen zwischen 250 und 1000 Personen möglich. Der Anwendungsbereich für das Covid-Zertifikat sieht Restaurants, Cafés und Bars immer noch im Orangen Bereich. "Jeden Tag kehren in unseren Betrieben 2,5 Millionen Menschen ein", betont er. Dass der Bundesrat der Meinung ist, ein solcher Besuch sei nicht alltäglich, ist nur schwer nachvollziehbar. Der Bundesrat könnte je nach epidemiologischer Lage verordnen, dass Restaurants, Cafés und Bars nur noch Gäste mit einem Covid-Zertifikat einlassen. Damit würde faktisch ein Impfzwang durchgesetzt und somit Privilegien für Geimpfte geschaffen. Das würde zu einer Zweiklassengesellschaft führen und wäre verfassungswidrig.

Eine solche Situation könnte dann eintreffen, wenn das Gesundheitswesen nicht genügend für eine weitere Welle fit gemacht wird. "Bund und Kantone müssen jetzt alles daran setzen, damit bei einem allfälligen erneuten Anstieg im Herbst genügend IPS-Betten und Personal vorhanden sind", fordert Platzer. Während der Krise wurde die Anzahl IPS-Betten nämlich laufend und stark reduziert, was eine schnelle Auslastung befeuerte. Wichtig ist auch, dass der Bundesrat bei künftigen Entscheiden nicht nur epidemiologische Richtwerte berücksichtigt, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte abbildet. "Dies hat er bisher kläglich unterlassen", betont Platzer. Entscheidend wird auch sein, dass der Bundesrat bei den PCR-Tests künftig die Quantifizierung der Proben begrenzt. "Diese Tests sind ansonsten nicht zuverlässig", sagt Platzer und fügt an: "Es ist international anerkannt, dass zu hohe Ct-Werte viele falsch oder irrelevant Positive ergeben und in vielen Ländern wurden die Ct- Werte auch schon gedeckelt, was zu deutlich tieferen Fallzahlen führt und genauere Prognosen zur Folge hat."

"Freuen wir uns aber zuerst mal auf die angekündigten Lockerungen und auf einen tollen Sommer", meint Platzer abschliessend.

Pressekontakt:

GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer

Telefon 044 377 53 53, communication@gastrosuisse.ch



--- ENDE Pressemeldung GastroSuisse: Der Bundesrat hat die Anliegen der Branche gehört ---

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Quellen:
news aktuell   HELP.ch


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