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Das BAK entwickelt erstmals eine Methode zur Beurteilung baukultureller Qualität

18.05.2021 | von Bundesamt für Kultur Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege


Bundesamt für Kultur Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege

18.05.2021, Bern - Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat heute das gemeinsam mit internationalen Partnern erarbeitete Davos Qualitätssystem für Baukultur publiziert. Das System ist die erste Methode zur objektivierten und umfassenden Beurteilung von baukultureller Qualität und bietet eine Hilfestellung für die praktische Umsetzung einer hohen Baukultur.

Das Davos Qualitätssystem wurde auf der Grundlage der «Erklärung von Davos» und im Anschluss an die internationale Tagung «Getting the measure of Baukultur» (Genf, 2019) erarbeitet und kann etwa bei der Erarbeitung eigener Projekte, bei der Jurierung im Rahmen von Wettbewerben oder bei partizipativen Prozessen eingesetzt werden. Es gründet auf der Tatsache, dass hohe Baukultur nicht rein subjektiv, sondern durchaus objektivierbar ist, und definiert entsprechend acht Qualitätskriterien. Mithilfe eines Formulars lässt sich bestimmen, wie hoch die baukulturelle Qualität eines Ortes tatsächlich ist, welche baukulturellen Stärken und welche Schwachpunkte er aufweist. Sind die Anforderungen der Kriterien erfüllt, entsteht eine hohe Baukultur in Form von gut gestalteten Orten, die sich den wandelnden gesellschaftlichen Bedürfnissen anpassen und dabei ihre historischen Eigenarten bewahren.

Die acht Qualitätskriterien für hohe Baukultur sind «Gouvernanz», «Funktionalität», «Umwelt», «Wirtschaft», «Vielfalt», «Kontext», «Genius Loci» und «Schönheit». Besonders hervorzuheben ist, dass dabei soziale, emotionale und kulturelle Kriterien gleichwertig zu technischen und funktionalen Kriterien gesetzt werden.

Die Erkenntnis, dass die baukulturelle Qualität von Räumen die Lebensqualität und damit das Zusammenleben der Menschen massgeblich beeinflusst, gewinnt immer mehr an Gewicht. Die diese Woche eröffnete 17. Internationale Architekturbiennale 2021 in Venedig zum Thema «How will we live together?», kuratiert von Hashim Sarkis, stellt Räume des Zusammenlebens ins Zentrum der Debatte. Die EU hat kürzlich die Initiative «New European Bauhaus» lanciert, welche die nachhaltige Gestaltung der Umwelt auch als Kulturprojekt sieht.

Der Davos Prozess
Das Davos Qualitätssystem für Baukultur ist ein Beitrag zum laufenden Davos Prozess, der im Januar 2018 mit der Verabschiedung der Erklärung von Davos «Eine hohe Baukultur für Europa» durch die europäischen Kulturministerinnen und Kulturminister begann. Die europäischen Staaten engagieren sich, eine hohe Baukultur politisch und strategisch zu verankern. Die Erklärung von Davos erinnert daran, dass Bauen Kultur ist und Raum für Kultur schafft. Laufend verpflichten sich weitere Staaten, Organisationen, Institutionen und Unternehmen der Erklärung. Sie wird weltweit zitiert und breit debattiert.

Aufbauend auf der Erklärung von Davos wird Baukultur wissenschaftlich-inhaltlich und politisch- strategisch weitergeführt. Zentrale Themen werden vertieft und Schlüsselbegriffe der Erklärung von Davos geklärt. Gleichzeitig werden auf politischer Ebene Strategien implementiert, die die kulturellen Aspekte des Bewahrens, Planens und Bauens anerkennen und eine hohe Baukultur als vorrangiges politisches Ziel etablieren. Diese vielfältigen, auch internationalen Initiativen werden als Davos Prozess bezeichnet.


Medienkontakt:
Oliver Martin, Leiter Sektion Baukultur, Bundesamt für Kultur
+41 58 462 44 48,
olvier.martin@bak.admin.ch

--- ENDE Pressemeldung Das BAK entwickelt erstmals eine Methode zur Beurteilung baukultureller Qualität ---

Über Bundesamt für Kultur Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege:
Die Kulturarbeit des Bundes im Inland beruht im Wesentlichen auf dem Zusammenspiel des Bundesamtes für Kultur mit der Stiftung Pro Helvetia. Das Bundesamt für Kultur ist das zuständige strategische Organ für die Ausarbeitung und Umsetzung der Kulturpolitik des Bundes.

Es nimmt die im strengen Sinn staatlichen, das heisst bundeshoheitlichen, Aufgaben wahr, namentlich die Verbesserung der institutionellen Rahmenbedingungen, die Ausarbeitung von Erlassen im Kultursektor, die Prüfung der Kulturverträglichkeit von Erlassen in anderen Politikbereichen (Mehrwertsteuer, internationaler Freihandel, Berufsbildung, Sprachen usw.),

sowie - in Koordination mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) - die Verhandlung von Abkommen im Kultursektor, die Vertretung der Schweiz in multilateralen Organisationen und die Pflege internationaler Beziehungen.

Seine Fördertätigkeiten umfassen die zwei Bereiche Kulturerbe (Heimatschutz und Denkmalpflege, Kulturgütertransfer, Museen und Sammlungen) und Kulturschaffen (Film, Preise und Auszeichnungen, Unterstützung kultureller Organisationen), darunter auch kulturelle Basisförderung (Sprach- und Verständigungspolitik, musikalische Bildung, Leseförderung, Fahrende, Schweizerschulen im Ausland).

Quelle:
HELP.ch   Schweizerische Eidgenossenschaft


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