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Bundesamt für Statistik: 44% der Personen ab 80 Jahren leben im Heim oder erhalten Spitex-Leistungen

10.11.2020 | von Bundesamt für Statistik BFS


Bundesamt für Statistik BFS

10.11.2020, Ende 2019 wurden in den 1563 Alters- und Pflegeheimen der Schweiz 90 342 Langzeitaufenthalterinnen und -aufenthalter gezählt. Die 2339 Spitex-Dienste (Hilfe und Pflege zu Hause) erbrachten zudem Leistungen für 394 444 Personen. Von 100 Personen ab 80 Jahren hielten sich 15 in einem Alters- und Pflegeheim auf und 29 erhielten Pflege zu Hause. 76% der Personen in Alters- und Pflegeheimen waren 80-jährig oder älter. Dies geht aus der Statistik der Hilfe und Pflege zu Hause (Spitex) und der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Die Zahl verfügbarer Plätze in Alters- und Pflegeheimen überstieg 2019 erstmals die 100 000er-Marke (100 179; +0,6% gegenüber 2018). Insbesondere die Plätze in Tages- oder Nachtstrukturen (ToNS) nahmen stark zu. 2019 waren 1848 solche Plätze verfügbar (+18% gegenüber 2018). Diese Angebotserweiterung ist auf die steigende Nachfrage zurückzuführen: 5765 Klientinnen und Klienten (+600 bzw. +11,6% gegenüber 2018) nutzten im Jahr 2019 die ToNS der Alters- und Pflegeheime.

Personen ab 80 Jahren: 12 Stunden Pflege in Heimen und 1,5 Stunden Spitex-Leistungen pro Woche
Die Anzahl Langzeitaufenthalterinnen und -aufenthalter ist stabil geblieben. Ende 2019 lebten 90 342 Personen (+0,5%) im Alters- und Pflegeheim, wo sie im Schnitt eine Stunde und 45 Minuten Pflege pro Tag in Anspruch nahmen. Bei ihrem Eintritt waren die Frauen durchschnittlich 84 und die Männer 81 Jahre alt. Drei Viertel der Aufenthalterinnen und Aufenthalter (68 297 Personen) waren 80 Jahre oder älter.

Die 25 Millionen verrechneten Spitex-Stunden wurden zu 71% für pflegerische, zu 25% für hauswirtschaftliche und zu 4% für weitere Leistungen (Betreuung, therapeutische Dienstleistungen, Fahrdienste, Notrufsysteme usw.) eingesetzt. Insgesamt wurden 3,1 Millionen Mahlzeiten an 28 563 Personen ausgeliefert. Über die Hälfte der Spitex-Leistungen wurden für Personen ab 80 Jahren erbracht, die 39% der Leistungsempfängerinnen und -empfänger ausmachten (132 691 Personen). Innerhalb eines Jahres erhielten die Personen ab 80 Jahren durchschnittlich 76 Pflegestunden, was einer Stunde und 28 Minuten pro Woche entspricht. Die Empfängerinnen und Empfänger unter 65 Jahren nahmen pro Jahr 32 Pflegestunden in Anspruch.

Über 220 000 Personen sind in Alters- und Pflegeheimen oder im Spitex-Bereich tätig
167 329 Personen arbeiteten während des ganzen Jahres 2019 in einem Alters- und Pflegeheim. Per 31. Dezember 2019 hatten 137 268 Personen einen Vertrag, was 98 576 Vollzeitstellen (VZÄ) und gegenüber 2018 einer Zunahme von 2,2% entspricht. Zwei Drittel dieser Stellen machte das Personal für Pflege und Alltagsgestaltung aus. Zum übrigen Drittel gehörten Personen, die in der Verwaltung, in der Hotellerie oder im technischen Dienst tätig waren. Acht von zehn Beschäftigten hatten einen unbefristeten Vertrag und 12% befanden sich in Ausbildung.

2019 waren 54 521 Personen im Spitex-Bereich tätig, was 24 755 VZÄ entspricht. 77% aller Beschäftigten waren in gemeinnützigen und 20% in privatwirtschaftlichen Unternehmen tätig, 3% sind selbstständige Pflegefachpersonen.

Das Pflegepersonal (90,1% der VZÄ im Spitex-Bereich) setzte sich aus diplomierten Pflegefachpersonen (8630 VZÄ), Pflegepersonal mit beruflicher Grundbildung (6469 VZÄ) sowie Pflegehelferinnen und Pflegehelfern (7203 VZÄ) zusammen. Die übrigen VZÄ der Spitex entfielen auf kaufmännische Angestellte (2086 VZÄ) sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter (368 VZÄ).

Gesamtkosten von 13,2 Milliarden Franken
2019 verursachten die Alters- und Pflegeheime Betriebskosten von insgesamt 10,5 Milliarden Franken (+1,7% gegenüber 2018). 56% dieser Kosten waren Pensionskosten (Beherbergung, Essen, Reinigung, Alltagsgestaltung). Sie werden von den betreuten Personen getragen und sind teilweise durch die Ergänzungsleistungen (EL) abgedeckt. Unter die restlichen 44% fallen Kosten für die Pflege, medizinisches Material und Medikamente, die gema¨ss Krankenversicherungsgesetz (KVG) anerkannt sind. Letztere wurden zu 48% von den Krankenkassen, zu 38% von den Kantonen und Gemeinden und zu 15% von den betreuten Personen getragen.

Die Spitex-Leistungen kosteten insgesamt 2,7 Milliarden Franken (+5% gegenüber 2018). Davon wurden 1091,3 Millionen (41%) von der öffentlichen Hand, 1094,9 Millionen (41%) von den Versicherungen und 449,1 Millionen (17%) von den betreuten Personen getragen. Den grössten Anteil des Aufwands machten die Personalkosten aus (87%). Die restlichen 13% waren Betriebskosten.


Medienkontakt:
Anthony Francis, BFS, Sektion Gesundheitsversorgung (SOMED), Tel.: +41 58 463 61 94,
E-Mail: Anthony.Francis@bfs.admin.ch


Flavia Lazzeri, BFS, Sektion Gesundheitsversorgung (SPITEX), Tel.: +41 58 463 61 28,
E-Mail: Flavia.Lazzeri@bfs.admin.ch


Medienstelle BFS, Tel.: +41 58 463 60 13, E-Mail: media@bfs.admin.ch

--- ENDE Pressemitteilung Bundesamt für Statistik: 44% der Personen ab 80 Jahren leben im Heim oder erhalten Spitex-Leistungen ---

Über Bundesamt für Statistik BFS:
Das BFS ist das nationale Kompetenzzentrum der öffentlichen Statistik der Schweiz. Es produziert und publiziert statistische Informationen über den Stand und die Entwicklung von Bevölkerung, Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung, Forschung, Raum und Umwelt.

Diese Informationen dienen der Meinungsbildung in der Bevölkerung sowie der Planung und Steuerung von zentralen Politikbereichen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für einen modernen, demokratischen Staat.

Informationen werden in unserer zunehmend komplexen Welt immer zentraler - für die Orientierung, für den Entscheidungsprozess und für den planenden Blick in die Zukunft. Informationen prägen die Qualität der Handlungen. Bei Entscheiden haben statistische Informationen heute einen wichtigen Platz - sei es in der Politik (in Parlamenten, Exekutiven oder bei Abstimmungen), in der Wirtschaft oder im Alltag.

Statistik ist zu einem Transparenz-stiftenden Element in gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen geworden.

Quellen:
HELP.ch   Schweizerische Eidgenossenschaft


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