Chinas Landwirtschaftsministerium streicht Hunde und Katzen von Nutztier-Liste

17.04.2020 | von VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz


VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

17.04.2020, Dr. Katherine Polak, Tierärztin und Leiterin der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Südostasien: «VIER PFOTEN ist positiv überrascht von der Entscheidung des chinesischen Ministeriums für Landwirtschaft, Hunde und Katzen von einer gerade publizierten Nutztier-Liste explizit auszuschliessen. Die Veröffentlichung dieser Liste folgt einer Reihe von optimistischen Entwicklungen in China: Der Konsum von Wildtieren wurde anlässlich der COVID-19-Pandemie bereits durch ein nationales Gesetz verboten, ebenso der Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch in der chinesischen Stadt Shenzhen. Hunde und Katzen von der Nutztier-Liste zu exkludieren, könnte möglicherweise verhindern, dass jedes Jahr Millionen von Heimtieren in China wegen ihres Fleisches getötet werden.


Zürich, 14.4.2020 «Dass Hunde und Katzen nicht auf dieser Liste stehen, bedeutet jedoch auch noch nicht automatisch, dass Menschen sie nicht essen dürfen. Eine offizielle landesweite Gesetzgebung, die den Verzehr von Hunden und Katzen verbietet, steht nämlich noch aus. VIER PFOTEN bestärkt die chinesische Regierung, ein solches Gesetz einzuführen und jene streng zu bestrafen, die dagegen verstossen. So kann China mit gutem Beispiel voran gehen, auch für Länder in Südostasien. Allein in Vietnam, Kambodscha und Indonesien werden jährlich schätzungsweise zehn Millionen Hunde und Katzen für den menschlichen Verzehr brutal abgeschlachtet. VIER PFOTEN hat dokumentiert, dass Hunde- und Katzenfleisch weiterhin auf Lebendtiermärkten in der gesamten Region verkauft werden – trotz der andauernden globalen COVID-19-Pandemie. Dabei wird derzeit davon ausgegangen, dass der Virus auf solch einem Markt seinen Ursprung hat. Wir fordern die jeweiligen Regierungen von Vietnam, Kambodscha und Indonesien auf, dem Beispiel Chinas zu folgen und den Weg für ein Südostasien, das frei von Hunde- und Katzenfleisch ist, zu ebnen – nicht nur zum Schutz von Millionen von Heimtieren, sondern auch zum Schutz der öffentlichen Gesundheit», so Polak.

VIER PFOTENs Kampf gegen den Hunde- und Katzenfleischhandel

Um den brutalen Handel mit Hunde- und Katzenfleisch in Südostasien nachhaltig zu beenden, hat VIER PFOTEN eine Kampagne auf internationaler und nationaler Ebene gestartet. Durch Aufklärungsarbeit und Kooperationen mit den verantwortlichen Behörden und Tourismusverbänden sollen die Regierungen dazu gebracht werden, strenge Tierschutzgesetze einzuführen, die das Fangen, Schlachten und Essen von Hunden und Katzen verbieten. Darüber hinaus unterstützt VIER PFOTEN lokale Tierschutzorganisationen und Gemeinden mit nachhaltigen Programmen zum Management der Hunde- und Katzenpopulation. VIER PFOTEN ist auch Teil der Tierschutzkoalitionen DMFI (Dog Meat Free Indonesia) und ACPA (Asia Canine Protection Alliance), die gegen den Handel in Südostasien lobbyieren.

Medienkontakt:

Chantal Häberling, Kommunikation Schweiz

VIER PFOTEN Schweiz

Enzianweg 4, 8048 Zürich

Tel. +41 43 311 80 90

chantal.haeberling@vier- pfoten.org



--- ENDE Pressemeldung Chinas Landwirtschaftsministerium streicht Hunde und Katzen von Nutztier-Liste ---

Über VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz:
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Dieses Jahr feiert VIER PFOTEN 20-jähriges Jubiläum in der Schweiz. Im Fokus der 1988 von Heli Dungler in Wien gegründeten Organisation stehen Streunerhunde und -katzen sowie Nutz-, Heim- und Wildtiere aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.

Mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristigen Schutz für leidende Tiere. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.

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