Sulzer: Bestellungseingang wächst wieder organisch, Profitabilität erholt sich

28.02.2018 | von Sulzer AG


Sulzer AG

28.02.2018, Sulzers Bestellungseingang stieg organisch um 2 % und einschliesslich der Akquisitionen um 12 %. Der Umsatz wuchs infolge der Akquisitionen um 5 %. Auf organischer Basis ging er indes wegen des zu Jahresbeginn geringeren Auftragsbestands zurück. Trotz des niedrigeren organischen Umsatzvolumens und einer einmaligen Belastung in Höhe von CHF 10 Millionen aus einer nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit hat sich die operative Profitabilität leicht verbessert. Der positive Einfluss des Sulzer Full Potential (SFP) Programms hat die schwierigen Marktbedingungen überkompensiert. Das Programm wird um ein Jahr verlängert und das Ziel für die Kostensenkung auf CHF 230 Millionen angehoben. An der Generalversammlung wird Sulzer eine unveränderte ordentliche Dividende von CHF 3.50 je Aktie vorschlagen.

Leistungsausweis 2017


Ermutigendes organisches Auftragswachstum und starker Beitrag von Akquisitionen
Der Bestellungseingang nahm um 11.8 % zu (nominal 12.8 %). Davon waren 2.2 % organisches Wachstum und CHF 269.1 Millionen akquisitionsbedingt. Die Bruttomarge des Bestellungseingangs erhöhte sich nominal um 0.4 Prozentpunkte auf 34.4 %. Die Veränderungen des Geschäftsmix konnten den Margenrückgang infolge des Preisdrucks am Öl- und Gas- sowie Energiemarkt mehr als kompensieren.

In der Division Pumps Equipment legte der Bestellungseingang um 8.1 % zu. Das organische Wachstum betrug 1.5 %. Die Akquisition von Ensival Moret trug 6.6 % dazu bei. Das organische Wachstum war in erster Linie dem Öl- und Gasmarkt sowie der allgemeinen Industrie zu verdanken, die den starken Rückgang am Energiemarkt ausglichen. Der Bestellungseingang im Wassermarkt blieb unverändert, wobei im Segment Engineered Water weniger Grossaufträge eingingen, während das Segment kommunales Wasser um 3 % wuchs. In der Division Rotating Equipment Services nahm der Bestellungseingang dank der Akquisition von Rotec um 4.9 % zu. Auf organischer Basis gingen die Aufträge um 0.9 % zurück, was im Branchenvergleich ein gutes Ergebnis war. Dies lag hauptsächlich an den geringeren Aufträgen im Turbo-Services-Geschäft infolge des schwachen und hart umkämpften Energiemarkts. Der Bestellungseingang in der Division Chemtech wuchs um 5.9 % (organisch 5.1 %). Er wurde von der Erholung des chinesischen Markts und vom starken Wachstum in Europa unterstützt. In der Division Applicator Systems zogen die Aufträge um 55.7 % an. Davon waren 6.0 % organisches Wachstum, während die Akquisitionen von Geka, PC Cox und Transcodent den überwiegenden Teil beisteuerten. Mit Ausnahme des Nahen Ostens und Afrikas stieg der Bestellungseingang in allen Regionen.

Mehr Umsatz dank Akquisitionen – operative Umsatzrendite leicht gestiegen
Der Umsatz betrug CHF 3‘049.0 Millionen – eine Zunahme um 5.2 % (nominal: 6.0 %). Dieser Anstieg war auf CHF 276.4 Millionen akquisitionsbezogene Umsätze zurückzuführen. Diese kompensierten den organischen Umsatzrückgang von 4.4 %, der auf den niedrigen Auftragsbestand zu Jahresbeginn zurückzuführen war. Die positiven Währungseffekte betrugen insgesamt CHF 23.8 Millionen.

Das operative EBITA (opEBITA) betrug CHF 255.4 Millionen (2016: CHF 238.9 Millionen). Dies entspricht einem Anstieg um 5.3 % (nominal: 6.9 %). Die Einsparungen in Höhe von CHF 61 Millionen aus dem SFP-Programm sowie der Beitrag der Akquisitionen vermochten die negativen Auswirkungen des schwierigen Umfelds und die einmalige Belastung in Höhe von CHF 10 Millionen aus einer nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit der Division Chemtech mehr als auszugleichen. Auf organischer Basis ging das opEBITA um 2.9 % gegenüber 2016 zurück.

Höheres Nettoergebnis
Sulzer hat im Rahmen des SFP-Programms seine globalen Produktionskapazitäten weiter angepasst und seine Organisation gestrafft. Der Restrukturierungsaufwand wurde gegenüber 2016 deutlich reduziert. Folglich resultierte ein EBIT von CHF 136.5 Millionen gegenüber CHF 115.3 Millionen im Jahr 2016. Die Umsatzrendite (ROS) betrug 4.5 % (2016: 4.0 %).

2017 lag der Nettogewinn bei CHF 87.2 Millionen gegenüber CHF 60.1 Millionen im Vorjahr. Der Kern- Nettogewinn (ohne die steuerbereinigten Effekte durch übrige nicht operative Positionen) betrug 2017 CHF 178.3 Millionen (2016: CHF 153.8 Millionen). Der unverwässerte Gewinn je Aktie stieg 2017 auf CHF 2.44 (2016: CHF 1.73).

Solider Free Cash Flow
Der Free Cash Flow lag bei CHF 127.0 Millionen im Vergleich zu CHF 200.5 Millionen im Vorjahr. Hauptgründe für den Rückgang waren die höheren Mittelabflüsse für Restrukturierungen und ein reduzierter Beitrag des Netto-Umlaufvermögens. Der niedrigere Beitrag des Netto-Umlaufvermögens ergab sich aus dem höheren Lagerbestand infolge des starken Auftragswachstums im Jahr 2017, während die Lagerbestände im Jahr 2016 zurückgegangen waren.

Ausblick für 2018
Sulzer geht davon aus, dass sich der Öl- und Gasmarkt, auf den etwa 40 % seines Umsatzes entfallen, allmählich erholen wird. Damit sollte sich die Erholung der Geschäfte bei Sulzer hauptsächlich im Jahr 2019 bemerkbar machen. Der Energiemarkt dürfte weiter rückläufig sein. Es wird erwartet, dass die anderen für Sulzer wichtigen Märkte ihren aktuellen Wachstumstrend im Jahr 2018 fortsetzen. Der organische Auftragseingang sollte daher leicht zunehmen, ergänzt mit zusätzlichem Volumen aus den neu erworbenen Unternehmen.

Bisher erzielte Sulzer im Rahmen des SFP-Programms kumulative Einsparungen von CHF 185 Millionen und hat damit das früher kommunizierte Ziel von CHF 160 bis 180 Millionen übertroffen. Sulzer beschloss, das SFP-Programm um ein weiteres Jahr zu verlängern. Das Unternehmen erhöht daher sein kumulatives Einsparungsziel von ursprünglich CHF 200 Millionen (ab 2018) auf CHF 230 Millionen (ab 2019). Sulzer rechnet damit, dass mit dem SFP-Programm im Jahr 2018 schrittweise Kosteneinsparungen in Höhe von etwa CHF 25 Millionen erzielt und somit kumulativ CHF 210 Millionen eingespart werden können.

Im Gesamtjahr 2018 dürften – einschliesslich der 2017 angekündigten Akquisitionen und der Währungsbereinigung – der Bestellungseingang um 5 bis 7 % und der Umsatz um 4 bis 6 % steigen. Sulzer erwartet eine opEBITA-Marge von rund 9.5 % (opEBITA in Prozent des Umsatzes).

Änderungen im Management
Wie schon früher angekündigt, wird Thomas Dittrich als CFO zurücktreten. Am 5. April 2018 tritt Jill Lee, gegenwärtig Mitglied des Verwaltungsrates und des Prüfungsausschusses von Sulzer, seine Nachfolge an. Dittrich wird Sulzer am 18. März 2018 verlassen. Der Verwaltungsrat hat Sulzers CEO Greg Poux- Guillaume für die Übergangszeit zusätzlich zum CFO ad Interim ernannt.

Vorschläge des Verwaltungsrats an die Generalversammlung
Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 4. April 2018 eine unveränderte ordentliche Dividende von CHF 3.50 (2016: CHF 3.50) je Aktie vorschlagen.


Medienkontakt:
Rainer Weinhofer
052 262 36 09

Über Sulzer AG:
Sulzer wurde 1834 in Winterthur, Schweiz, gegründet und ist heute global an über 170 Standorten weltweit tätig. Mit Fachwissen im Maschinen- und Anlagenbau, in der Oberflächentechnologie und im Service für Turbinen, Generatoren und Motoren nehmen die vier Divisionen weltweit führende Positionen in ihren Kundenmärkten ein.

Sulzer ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen mit rund 17 000 Mitarbeitenden, die innovative Lösungen erarbeiten. Diese ermöglichen es den Kunden von Sulzer, ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Zu den Märkten von Sulzer gehören die Industrien Öl und Gas, Kohlenwasserstoffverarbeitung, Energieerzeugung, Wasser und Abwasser Papier und Zellstoff, Luftfahrt sowie die Automobilindustrie.


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