Spürbar verändertes Kundenverhalten
Durch die sich abzeichnende weltweite Wirtschaftsabschwächung und die Verunsicherung und Zurückhaltung der Endverbraucher als Folge der politischen Entscheidungen zur Reduktion von Einspeisevergütungen in mehreren europäischen Ländern (Deutschland, Spanien, Italien) hat sich die im Markt vorgesehene Absatzentwicklung von Solarmodulen und -systemen in den vergangenen Monaten drastisch verändert. Dieser Umstand und die Zurückhaltung der Endabnehmer hat verschiedene globale Solarzell- und Solarmodulhersteller dazu gezwungen, den Ausbau in ihre Produktionskapazitäten anzupassen. Die MB Wafertec spürt den Rückgang der Investitionsbereitschaft bei ihren Kunden insbesondere beim Bestellungseingang nach neuem Produktionsequipment.
Die derzeit schwierige Marktsituation bietet der Meyer Burger Gruppe und der ganzen Branche aber auch Chancen für die Zukunft. Die Kosten für die Herstellung von Solarsystemen über die gesamte Herstellungskette werden weiter reduziert und somit wird auch das Ziel zur Erreichung der ‚Grid Parity’ noch schneller realisiert. Meyer Burger wird den Markt weiterhin sehr aktiv und intensiv beobachten und je nach Entwicklung des Marktes entsprechende, angepasste Massnahmen für die gesamte Gruppe erarbeiten.
Geplante Massnahmen bei MB Wafertec
Aufgrund der Nachfragesituation hat die Gruppe bei ihrer Tochtergesellschaft MB Wafertec für den November 2011 einen Produktionsunterbruch von maximal drei Wochen beschlossen. Die Mitarbeitenden aus der Produktion werden diese Zeit durch den Abbau von geleisteten Überstunden und den Bezug von Feriensaldi überbrücken. Weitere Massnahmen wie der Bezug von unbezahltem Urlaub oder die Anwendung von allfälliger Kurzarbeit werden für Dezember 2011 je nach Situation und aktueller Kapazitätsauslastung in Betracht gezogen. MB Wafertec hat die Produktion und das gesamte Supply Chain Management in den vergangenen Jahren ständig optimiert und verfügt über eine äusserst hohe Flexibilität, um ihre eigenen Produktionskapazitäten rasch an Nachfrageschwankungen anzupassen. Bei einer Erholung der Investitionsbereitschaft ihrer Kunden kann das Unternehmen die Produktions- und Lieferkapazitäten innert kürzester Frist wieder erhöhen.
Jahresziele 2011 nicht betroffen
Aus heutiger Sicht bestätigt die Meyer Burger Technology AG ihre Jahresziele 2011. Bis zum Jahresende wird gemäss Liefervereinbarungen eine grosse Anzahl an Maschinen, die sich derzeit noch auf dem Transport zu den Kundenstandorten oder bereits beim Kunden befinden, durch die Kunden abgenommen. Meyer Burger bestätigt daher ihre bisherige Erwartung, einen Nettoumsatz von rund CHF 1‘200 Millionen und eine EBITDA Marge von zwischen 23- 25% für das Geschäftsjahr 2011 zu erreichen (ohne Einbezug der anteiligen Resultate der Roth & Rau AG).
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