04.02.2010, Acht von zehn europäischen Wirtschaftsführern erachten eine stärkere Kundenorientierung als wichtigsten Faktor für nachhaltiges ökonomisches Wachstum im Jahr 2010. Bessere Kundenbindung, mehr Kundenloyalität und hohe Servicequalität werden als zentrale Zukunftsaufgaben gewichtet. Dies ergab eine Online-Umfrage bei über 800 Unternehmensverantwortlichen in acht europäischen Ländern im Auftrag der Beratungsgruppe Mercuri Urval.
Die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen bewirken in den europäischen Industrie- und Dienstleistungssektoren eine Rückbesinnung hin zur stärkeren Kundenorientierung. Davon sind 76 Prozent der befragten Vorstandsvorsitzenden und Manager gemäss der Umfrage von Mercuri Urval überzeugt. Die Akquisition neuer Kunden wird im europäischen Durchschnitt mit 71 Prozent als wichtigster Wachstumstreiber bezeichnet, vor der Rentabilität (66 Prozent) und der Innovationsfrequenz (63 Prozent). Für das Jahr 2010 werden die wirtschaftlichen Aussichten allgemein optimistischer eingeschätzt.
Neue Managementpraktiken
77 Prozent der befragten Unternehmensverantwortlichen sehen in der Wirtschaftskrise eine Chance, ihre Managementpraktiken auf die wieder erstarkte Kundenorientierung auszurichten. Als Voraussetzung für anhaltendes Wachstum sind aus den Umfrageergebnissen wichtige Trends erkennbar:
• Die Fähigkeit, Kunden aktiv zuzuhören, neue Dienstleistungen anzubieten, Wertsteigerung zu erzielen, besseren Kundenservice einzuführen sowie die Mobilisierung des geistigen und intellektuellen Kapitals bei den Mitarbeitenden.
• Die Fähigkeit, die Wertschöpfung insbesondere im Verkauf zu erhöhen. • Die Erwartung, dass Forschung und Entwicklung von den Unternehmen vorwärts getrieben und beschleunigt werden.
Über 840 Teilnehmer Die internationale Beratungsgruppe Mercuri Urval befragte zwischen Mitte Oktober und Anfang Dezember 2009 in einer Online-Umfrage 844 Wirtschaftsführer in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Holland, Italien, Österreich und der Schweiz nach den Schlüsselfaktoren für künftiges Wachstum.
Neue Prioritäten
In allen befragten Ländern wurden in den vergangenen Monaten von den Firmen Massnahmenpläne zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise ausgelöst, im Vergleich etwas später auch in der Schweiz. Nun setzen die Unternehmen zusehends neue Prioritäten um Wachstum anzukurbeln und um international in neue Märkte vorzustossen.
Unterschiedlich fortgeschritten
Insbesondere in Holland ist die Kundenorientierung, die Konzentration auf Kernkompetenzen, die Innovationsstärke und die Verbesserung der Mitarbeitermotivation bereits weit fortgeschritten. In Deutschland, Frankreich oder Belgien wird bei der auf mehr Kundenorientierung ausgerichteten Personalführung eher zugewartet.



