In einem äusserst schwierigen Marktumfeld wurde Dank beeindruckender Präsenz an den Verkaufspunkten und erfolgreicher Innovationen ein beachtenswertes organisches Wachstum von 6% erzielt. Der im November 2011 global lancierte LINDT Bär erwies sich bereits nach kürzester Zeit als voller Erfolg und feierte mit einem einmaligen Marktauftritt eine bärenstarke Première. Dem strategischen Ziel, im wichtigen Weihnachtsgeschäft weltweit eine ähnliche Ikone wie den GOLDHASEN an Ostern aufzubauen, ist das Unternehmen damit einen bedeutenden Schritt näher gekommen.
Besonders hervorzuheben ist vor allem der hoch-kompetitive Schweizer Binnenmarkt, wo Lindt & Sprüngli im Jahr 2011 Monat für Monat einen kontinuierlichen Zugewinn von Marktanteilen verzeichnete und im Pralinés-Segment sogar den höchsten Marktanteil der Unternehmensgeschichte erzielte.
Äusserst erfreulich ist auch, dass Lindt & Sprüngli in seinen grössten Absatzmärkten bedeutende Umsatz- und Marktanteilsfortschritte erzielen konnte. LINDT und GHIRARDELLI in den USA wie auch LINDT in Frankreich und Deutschland sind somit die am stärksten wachsenden Marken im Premium-Schokolademarkt.
In den südlichen Ländern (Italien, Spanien und zum Teil auch in Australien) hingegen verlangsamte sich das Wachstum der Märkte beträchtlich. Dies ist zum einen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zum anderen auf die enorm hohen Temperaturen im Frühling und im Spätherbst zurückzuführen, die teilweise bis in den Monat Dezember andauerten. Die Exportmärkte sowie das Duty Free Geschäft litten überdurchschnittlich unter dem starken Schweizer Franken. Erfreulich hingegen ist die positive Entwicklung von LINDT in Hongkong, was eine gute Grundlage zur weiteren Erschliessung des chinesischen Marktes bildet, die im Rahmen der geografischen Expansion der Unternehmensgruppe weiter vorangetrieben wird. Die neu gegründete Division 'International Retail' trug im vergangenen Jahr rund 10% zum Gruppen-wachstum bei und weist auch für die Zukunft vielversprechendes Potenzial auf.
Im Jahr 2011 wurden wiederum an allen Produktionsstandorten grosse Investitionen getätigt und neue Projekte lanciert, wie beispielsweise in Aachen, Deutschland, wo im vergangenen Herbst der Spatenstich für eine umfassende Werkserweiterung in Form des Baus eines neuen Logistikzentrums erfolgt ist. Zudem wurde im Zuge der Erschliessung neuer Märkte im Frühjahr 2011 eine weitere Tochtergesellschaft in Kapstadt, Südafrika, gegründet.
Ausblick: Operatives Ergebnis (EBIT)
Dank des erreichten organischen Wachstums von 6%, einer optimierten Auslastung der Fabriken, einer guten Einkaufspolitik und laufenden Effizienzsteigerungen, erwartet die Unternehmensgruppe ein gutes Betriebsergebnis, dessen Margenzuwachs eher im oberen Bereich der im letzten März angekündigten Bandbreite von 20 bis 40 Basispunkten liegen wird.
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Chocoladefabriken
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