Am Stichtag (1. Juni 2010) wurden in der Schweiz 36'710 oder 0,94 Prozent aller Wohnungen als leer stehend gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr standen somit 1950 Wohnungen mehr leer, was einem Anstieg um beinahe 6 Prozent entspricht.
Unter den Grossregionen verzeichneten einzig Zürich und Tessin eine Abnahme der leer stehenden Wohnungen und der Leerwohnungsziffer. In den übrigen Grossregionen stiegen die Leerstände resp. die Leerwohnungsziffern im Vergleich zum Vorjahr wieder an. In achtzehn Kantonen erhöhten sich die Leerstände, in acht Kantonen nahmen sie ab. Die grösste Zunahme verzeichnete der Kanton Solothurn (von 1,68% auf 1,98%), die grösste Abnahme war im Kanton Appenzell Innerrhoden zu beobachten (von 1,30% auf 1,08%). Die höchste kantonale Leerwohnungsziffer meldete der Kanton Jura mit 2,08 Prozent. Über weiterhin am wenigsten leer stehende Wohnungen im Verhältnis zum Wohnungsbestand verfügt der Kanton Genf mit 0,23 Prozent.
Abnahme der leer stehenden Einfamilienhäuser und Neuwohnungen
Am 1. Juni 2010 wurden in der Schweiz 4320 leer stehende Einfamilienhäuser gezählt. Das sind rund 410 Einfamilienhäuser oder knapp 9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch die Zahl der unbewohnten Neuwohnungen ging innert Jahresfrist um 290 Einheiten, d.h. mehr als 6 Prozent zurück. Insgesamt standen am Stichtag 4180 Neuwohnungen leer.
Mehr leer stehende Mietwohnungen, weniger zum Kauf angebotene Wohnungen
Am 1. Juni 2010 waren in der Schweiz 28'950 Mietwohnungen unbewohnt. Damit erhöhte sich der Leerwohnungsbestand bei den Mietwohnungen im Vergleich zum Vorjahr um 2600 Einheiten oder knapp 10 Prozent. Die Zahl der leer stehenden zum Verkauf ausgeschriebenen Wohnungen ging hingegen zurück. Am Stichtag wurden 7770 unbewohnte zum Verkauf ausgeschriebene Wohnungen gezählt, knapp 8 Prozent oder 650 Einheiten weniger als vor Jahresfrist.
Weiterhin vor allem 3- und 4-Zimmerwohnungen im Angebot
Nach Wohnungsgrössen betrachtet waren einzig bei den Wohnungen mit sechs und mehr Zimmern ein Rückgang des Angebots zu beobachten (-3%). Am stärksten dehnte sich das Angebot gegenüber dem Vorjahr bei den 2-Zimmerwohnungen aus (+10%). Bei knapp zwei Dritteln des Leerstands am Stichtag 1. Juni 2010 handelte es sich um 4-Zimmerwohnungen (11’380 Einheiten; +6%) bzw. um 3-Zimmerwohnungen (10'830 Einheiten; +7%).
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