12.10.2011, Leclanché S.A. (SIX Swiss Exchange: LECN), spezialisiert auf die Produktion von grossformatigen Lithium-Ionen-Zellen und Energiespeicherlösungen, führt einen neuen und innovativen Produktionsprozess für die umweltfreundliche Herstellung von Lithium-Ionen-Zellen ein. Hierbei wird bei der Produktion von Elektroden Wasser statt chemischer Lösungsmittel verwendet. Dieser Prozess – für den Leclanché bereits einen Patentantrag gestellt hat – kann bei allen Lithium-Ionen-Zellen, auch bei state-of-the-art Titanat-Zellen, angewendet werden und steht für eine erhebliche Verbesserung der Umweltbilanz durch eine Reduzierung von chemischen Lösungsmitteln. Gleichzeitig erhöht er die Stabilität und die Lebensdauer der Zellen.
„Dieser neue, umweltfreundliche Fertigungsprozess bedeutet einen grossen Fortschritt für unsere Branche“, sagt Dr. Ulrich Ehmes, CEO von Leclanché. „Zukünftig werden Energiespeichersysteme eine immer grössere Rolle bei der effizienten Nutzung der erneuerbaren Energien, wie z.B. Photovoltaik und Windenergie, spielen. Nach mehreren Jahren Forschungsarbeit und erheblichen Investitionen ist es uns als einem der ersten Batteriehersteller gelungen, unseren Kunden den Mehrwert eines umweltfreundlichen Produktionsprozesses zu bieten, gerade weil wir ‚grüne Energie’ in unseren Lithium-Ionen- Zellen und Energiespeicherlösungen speichern. Zusätzlich erhöhen die lösungsmittelfreien Elektroden die Lebensdauer unserer Zellen und senken damit die Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde für unsere Kunden.“
Im Gegensatz zur lösungsmittelfreien, wasserbasierten Produktion von Elektroden bei Leclanché werden in der konventionellen industriellen Beschichtung erhebliche Mengen chemischer Lösungsmittel eingesetzt, die anschliessend recycelt oder verbrannt werden müssen. Bei der neuen wasserbasierten Technologie von Leclanché wird ausschliesslich Wasser verwendet und zusätzlich der Einsatz von Bindemitteln stark reduziert.
„Die wasserbasierte Produktion von Elektroden erlaubt Leclanché den Verzicht von chemischen Lösungsmitteln und entlastet die Umwelt in erheblichem Umfang – gerade bei der Produktion von Tausenden oder Millionen von Zellen – und bietet damit unseren Kunden einen nennenswerten Vorteil. Anhand des neuen Prozesses erreichen wir eine erhöhte Stabilität und verlängerte Lebensdauer der Zellen, da der Alterungsprozess der Materialien, ausgelöst durch die Bindemittel innerhalb der Zelle, erheblich verlangsamt wird. Nachdem wir die Anzahl der vollen Be- und Entladungen unseren Zellen auf über 15.000 Zyklen im Laufe ihrer Lebenszeit erhöht haben, stellte dieser Schritt die nächste, konsequente Weiterentwicklung unserer Zellen dar“, fügt Pierre Blanc, CTO von Leclanché S.A. hinzu. „Wenn dieser neue Fertigungsprozess in den nächsten Monaten vollständig eingeführt ist, gibt uns das ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Markt.“
Leclanché hat die Entwicklung der lösungsmittelfreien Elektrodenfertigung vor drei Jahren begonnen. Die Umstellung des gesamten Produktionsprozesses auf die wasserbasierte Technologie wird voraussichtlich mit der für das Ende des zweiten Quartals 2012 geplanten Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage in Willstätt einhergehen, die eine jährliche Gesamtkapazität von ca. einer Million Zellen besitzen wird.
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