Während zweier Jahre hat die Stiftung Zürcher Kunsthaus, die für die Erhaltung der Liegenschaften des Kunsthaus Zürich verantwortlich ist, in Absprache mit der Denkmalpflege des Kantons Zürich nach der bestmöglichen Lösung gesucht, um Feuchtigkeitsschäden im Dachraum des ersten Baus von Karl Moser («Moser I») zu beheben. Bei einer Testöffnung bestätigte sich, dass ein Drittel der alten Sprossen korrodiert und in ihrer Funktion beeinträchtigt ist. Ursachen sind Kondensatbildung und eindringendes Regenwasser.
Ziel der nun anlaufenden Sanierung ist es, die bewährte 100-jährige Konstruktion zu erhalten und die Eingriffe so gering als möglich zu halten. Die Streben und Träger, die die Glasplatten tragen, werden Stück für Stück ausgebaut, im Werk eines Metallbetriebes gereinigt und neu galvanisiert oder ersetzt, soweit sie die statischen Anforderungen nicht mehr erfüllen. Holzeinlagen in den Sprossen werden durch Metallprofile ersetzt, Draht-Glasscheiben demontiert, vor dem Kunsthaus gereinigt und wieder eingebaut. Die geplanten Massnahmen sollen neben der Behebung der Schäden künftig das Eindringen von Wasser und die Bildung von Kondenswasser reduzieren.
SAMMLUNG UND AUSSTELLUNGEN BLEIBEN OFFEN Für den Museumsbesucher ändert sich wenig. Neben dem Haupteingang wird ein Baustellenumschlagplatz eingerichtet. Der Zugang ins Kunsthaus und in die Oberlichtsäle bleibt gewährleistet. Allerdings werden dort die innen liegenden Lamellenstoren geschlossen, zum Schutz der ebenfalls gläsernen Zwischendecke und um unerwünschte «Schattenspiele» – verursacht durch dort tätige Handwerker – zu vermeiden. Die französische Kunst, der Expressionismus und Werke, die um 1900 herum entstanden sind, werden im gleichmässigen Kunstlicht zu sehen sein.
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