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16.09.2026, Zürich – Künstliche Intelligenz entwickelt sich von reinen Antwort- und Assistenzsystemen zunehmend in Richtung digitaler Agenten, die mehrstufige Aufgaben bearbeiten können. Ein neuer Technologiereport von McKinsey sowie aktuelle Entwicklungen bei OpenAI und Google zeigen, dass agentische KI stärker in den praktischen Einsatz rückt. Für Unternehmen und Agenturen stellt sich damit zunehmend die Frage, wie gut digitale Informationen nicht nur von Menschen und Suchmaschinen, sondern auch von KI-Systemen gefunden und eingeordnet werden können.
McKinsey nimmt Agentic Software Development neu auf
McKinsey hat am 15. September den Technology Trends Outlook 2026 veröffentlicht. Der Bericht untersucht insgesamt 14 Technologietrends. Neu hinzugekommen sind die Bereiche «Agentic Software Development» sowie «AI for Scientific Discovery and Engineering».
McKinsey beschreibt gleichzeitig eine Entwicklung hin zu mehr Autonomie von Maschinen und KI-Systemen. Während generative KI bisher insbesondere Antworten erstellt, Dokumente entwirft oder Inhalte zusammenfasst, können agentische Systeme zunehmend umfangreichere digitale Aufgaben bearbeiten.
Auch die Investitionsentwicklung zeigt das wachsende Interesse. McKinsey hat die Investitionen des ersten Halbjahres 2026 ausgewertet und die aktuelle Entwicklung auf das Gesamtjahr hochgerechnet. Demnach gehört Agentic Software Development zu fünf Technologietrends, die bei Fortsetzung dieses Verlaufs 2026 mehr als doppelt so viel Investment erhalten könnten wie 2025.
Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine Hochrechnung und nicht um bereits abgeschlossene Investitionen für das Gesamtjahr.
McKinsey: Technology Trends Outlook 2026
OpenAI bringt Agents API in die Public Beta
Ein weiteres aktuelles Beispiel kommt von OpenAI. Das Unternehmen stellte am 10. September 2026 seine Agents API als öffentliche Beta-Version vor.
Mit der Schnittstelle können Entwickler Cloud-Agenten erstellen und betreiben. Die zugrunde liegende Infrastruktur übernimmt unter anderem das Kontextmanagement, den Einsatz von Werkzeugen und die Koordination von Subagenten. Solche Agenten können über längere Zeiträume arbeiten, mit Dateien umgehen, Code ausführen und Zwischenergebnisse speichern.
Damit wird eine Entwicklung sichtbar, die über den klassischen Chatbot hinausgeht: KI-Systeme beantworten nicht nur einzelne Fragen, sondern können komplexere Arbeitsabläufe selbstständig bearbeiten.
OpenAI: Introducing the Agents API
Google gibt erste Hinweise für Websites und KI-Agenten
Auch Google beschäftigt sich inzwischen ausdrücklich mit der Frage, wie Websites von KI-Agenten genutzt werden können.
Am 15. Mai 2026 ergänzte Google Search Central seine Dokumentation um einen neuen Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen. Dieser enthält auch erste Hinweise zu sogenannten agentischen Erfahrungen.
Google beschreibt KI-Agenten als Systeme, die im Auftrag von Nutzern Aufgaben ausführen können. Als Beispiele nennt das Unternehmen unter anderem das Vergleichen von Produktspezifikationen oder das Buchen einer Reservation.
Browserbasierte Agenten können Websites aufrufen und dabei beispielsweise visuelle Darstellungen, die DOM-Struktur einer Seite oder deren Accessibility Tree auswerten.
Google Search Central: Website für generative KI-Funktionen optimieren
Keine neue Geheimformel für KI-Sichtbarkeit
Google macht gleichzeitig eine wichtige Einschränkung: Für die Sichtbarkeit in den eigenen generativen Suchfunktionen braucht es keine besondere neue technische Geheimformel.
Nach Angaben von Google bleiben grundlegende SEO-Praktiken relevant. Dazu gehören insbesondere öffentlich zugängliche und crawlbare Inhalte, eine klare technische Struktur sowie eigenständige und hilfreiche Informationen.
Google weist zudem darauf hin, dass für generative KI-Suche keine strukturierten Daten erforderlich sind und kein spezielles Schema.org-Markup hinzugefügt werden muss. Strukturierte Daten bleiben dennoch als Teil der allgemeinen SEO-Strategie sinnvoll, beispielsweise für die Eignung für Rich-Suchergebnisse in der Google Suche.
Für Unternehmen bedeutet dies: Entscheidend ist weniger ein einzelner technischer Trick als eine nachvollziehbare und konsistente digitale Informationsbasis.
Vom Suchenden zum handelnden KI-System
Die Entwicklung verändert schrittweise die Art, wie Informationen im Internet verwendet werden.
Bei der klassischen Suche recherchiert ein Nutzer, öffnet Websites und vergleicht Angebote selbst. Generative Suchsysteme können bereits heute Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen und daraus Antworten erstellen.
Agentische Systeme gehen einen Schritt weiter. Sie können Informationen im Rahmen einer Aufgabe erfassen, vergleichen und für weitere Arbeitsschritte verwenden.
Damit wird es für Unternehmen zusätzlich relevant, dass Informationen im digitalen Raum eindeutig und aktuell vorhanden sind. Dazu können beispielsweise Firmenangaben, Produkte und Dienstleistungen, Standorte, Veranstaltungen, aktuelle Unternehmensmeldungen sowie klar erkennbare Quellen und Veröffentlichungsdaten gehören.
Eine bestimmte Darstellung oder technische Massnahme garantiert allerdings nicht, dass ein Unternehmen von ChatGPT, Gemini, Claude, Google oder einem anderen KI-System berücksichtigt oder genannt wird. Die Auswahl der Informationen hängt vom jeweiligen System und von der konkreten Anfrage ab.
Für Agenturen entsteht eine zusätzliche Aufgabe
Für Kommunikations-, Digital-, SEO- und PR-Agenturen erweitert sich damit das bisherige Arbeitsfeld.
Neben Fragen wie Suchmaschinenoptimierung, Content, Online-PR und Social Media gewinnt die Qualität der gesamten digitalen Informationsbasis eines Kunden an Bedeutung.
Dabei geht es beispielsweise darum, ob Informationen über ein Unternehmen über verschiedene digitale Quellen hinweg eindeutig zugeordnet werden können, ob aktuelle Entwicklungen öffentlich dokumentiert sind und ob Firmeninformationen, Medieninhalte und Veranstaltungen sinnvoll miteinander verknüpft sind.
Gerade Agenturen, die mehrere Unternehmen laufend mit Medienarbeit, Content, SEO oder Veranstaltungen betreuen, können diese Aufgabe zunehmend in bestehende Dienstleistungen integrieren.
KI Booster stellt Infrastruktur für Agenturen bereit
An diesem Punkt setzt KI-Booster.swiss von HELP.CH an.
Der KI Booster bereitet Unternehmensinformationen strukturiert auf und verknüpft Firmenprofile, Medienmitteilungen, Veranstaltungen sowie Firmen- und Wirtschaftsdaten innerhalb des HELP.CH-Netzwerks.
Für Agenturen steht dabei nicht der Ersatz ihrer eigenen Leistungen im Vordergrund. Sie können vielmehr ihre Beratung, Strategie, Content-Arbeit oder Online-PR mit einer bestehenden Publikations- und Dateninfrastruktur verbinden.
Für Medienmitteilungen und Veranstaltungen stehen spezielle Agenturmodelle zur Verfügung. Dazu gehören Einzelpublikationen, Pakete und Flatrates für die laufende Publikation von Inhalten verschiedener Agenturkunden.
Weitere Informationen zum System:
KI-Sichtbarkeit entwickelt sich weiter
Generative Suchfunktionen haben bereits eine zusätzliche Ebene zwischen klassischer Suche und Website geschaffen. Agentische Systeme erweitern diese Entwicklung nochmals, weil sie Informationen nicht nur darstellen, sondern innerhalb konkreter Aufgaben weiterverarbeiten können.
Für Agenturen entsteht daraus kein Ersatz für SEO oder klassische Kommunikation. Vielmehr kommt eine weitere Frage hinzu: Wie gut ist die digitale Informationsbasis eines Unternehmens für eine Umgebung vorbereitet, in der neben Menschen und Suchmaschinen zunehmend auch KI-Systeme Informationen recherchieren und verarbeiten?
Dass sich die Sichtbarkeit in Googles generativen Suchfunktionen inzwischen separat messen lässt, zeigt eine weitere aktuelle Entwicklung bei Google. Swiss-Press.com hat dazu bereits ausführlich berichtet:
KI-Sichtbarkeit wird messbar: Google erweitert Search Console um generative KI-Daten
Quellen und weiterführende Informationen
McKinsey & Company: Technology Trends Outlook 2026, 15. September 2026
OpenAI: Introducing the Agents API, 10. September 2026
Google Search Central: Neue Ressource zur Optimierung für generative KI, 15. Mai 2026
Google Search Central: Website für generative KI-Funktionen optimieren





